Du hast stets nach Freiheit, Wissen und Erkenntnis gestrebt und Gottes- und Nächstenliebe im wahrsten Sinne des Wortes gelebt. Immer hast Du an die Familie, Freunde, Menschen in Bedrängnis gedacht und ihnen Freude und Linderung ihrer Leiden gebracht. Du warst mitfühlend, treu und gewissenhaft, in Deine Beziehungen investiertest Du Zeit, Energie und Kraft.
In Deinem Leben hast Du viel Leid und Schmerz erfahren, Deine Heimat musstest Du verlassen, bereits mit drei Jahren. 1945 wurde die Geschichte umgeschrieben, Du wurdest mit der Familie aus Schlesien vertrieben. In Niedersachsen habt Ihr wieder Fuß gefasst und Euch an Land und Leute angepasst.
Dein Vertriebenenschicksal hast Du traurig hingenommen, doch niemals wären Dir Hass oder Vergeltung in den Sinn gekommen. Beim BdV engagiertest Du Dich für Aussöhnung und Frieden, unsachliche Auseinandersetzung wurde von Dir stets vermieden. Oft hast Du zwar nach dem Sinn von Schmerz und Leid gefragt, über Dein eigenes Schicksal aber nur selten geklagt.
In besonderem Maße warst Du mit der Natur verbunden, für wunderschöne Fotos hast Du stets Zeit und Muße gefunden. Auch uns hast Du einzigartige Naturaufnahmen gesendet, viele Deiner Fotomalereien waren künstlerisch vollendet. Gern haben wir Deine interessanten Reiseberichte gelesen und empfanden sie so lebendig, als wären wir dabei gewesen.
Dein unerschütterlicher Glaube hat uns immer wieder berührt, an manchen Deiner schweren Tage haben wir ihn besonders gespürt. Wie Hanne und Irene warst Du gläubig, mit Jesus und den Engeln verbunden, in Hannes Liedern hast Du Freude, Trost und Hoffnung gefunden. Deiner unerschütterlichen Glaubensgewissheit an das ewige Leben hat Hanne mit einem ihrer letzten Lieder Ausdruck gegeben:
„Leben ist ewig, der Tod kann nicht töten!“
In Trauer und tiefer Verbundenheit denken wir zum heutigen Tag besonders an Dich. Gott vergelte Dir alle Liebe!
die Freude Dich gekannt zu haben, macht mein Leben reicher. Und ich rufe, gemeinsame Erinnerungen in mir auf, um in Zukunft davon zu zehren! ich werde Deine Lebensfreude und Freundschaft nie vergessen
Tina du warst ein ganz besonderer Mensch für mich, ich werde dich nie vergessen, danke das ich dich kennenlernen durfte!
Mit jedem Menschen, der geboren wird, entsteht eine neue Welt. Und mit jedem Menschen, der stirbt, stirbt auch eine Welt. Wir verlieren nicht nur den geliebten Menschen, sondern scheinbar auch das, was wir geteilt haben. Aber die Beziehung, die wir gelebt haben, die wir über Jahre hinweg aufgebaut haben, bleibt. Die Liebe, das Gute, die Erinnerungen geistiger und materieller Art bleiben. Jede Beziehung, die wir zu unseren Mitmenschen haben, ist eine eigene Welt, die wir mit eigenen Augen betrachten. Beim Verlust eines Menschen ändert sich dieser Blick, denn auch unsere gemeinsame Welt hat sich verändert - sie ist tot. Wir können nicht weitermachen wie bisher, wir können nicht so tun, als wäre alles in Ordnung und unverändert.
Liebe Tina,
auch wenn wir getrennt nun bleiben, auch wenn mein Herz nun weint, sind wir doch für immer vereint. Im Herzen lebst du für mich weiter. So winkst du kurz noch von der Himmelsleiter, und fliegst lächelnd zum Regenbogenland mit den Sternen, Hand in Hand.
Liebe Ivonne, wir danken Dir herzlich dafür, dass Du mit einer so ansprechenden Collage an unsere unvergessene liebe Tina erinnerst. Morgen denken wir besonders an sie und schicken ein Gebet zum Himmel, denn wir sind sicher, dass Tina - nur in einem anderen Zustand - weiterleben wird. Sie selbst glaubte ja fest an ein Weiterleben nach dem Tod - dies tun wir auch! Warum ? Hierzu folgendes:
Jesus sagte: „Wer an mich glaubt, wird leben in Ewigkeit / und nicht: Was tot ist, ist tot!“
Es lebten einmal zwei dicke, borstige Raupen. Eines Tages kam ein alter, weiser Mann vorbei, der zu ihnen sagte: „Ja, fresst nur schön fleißig, denn eure Tage sind gezählt. Ihr werdet bald sterben. Ihr könnt euch aber darüber freuen, denn nach eurem Tode werdet ihr in zwei schöne, bunte Schmetterlinge verwandelt werden.“ Die gefräßigen Raupen hörten nicht lange auf den Mann. Ihre Fressgier erlaubte es ihnen nicht, zwischendurch auch einmal anderen Gedanken nachzugehen. Plötzlich hielt die eine inne und meinte: „Und wenn der alte Mann doch Recht hätte?“ Und die bunten Schmetterlinge doch schöner wären als wir kriechende, borstige Raupen?“ – Eine Illusion? Es lebten zwei Weizenkörner. Eines Tages kam auch zu ihnen der alte Mann und sagte: „Wenn ihr euch im Erdboden auflöst, werdet ihr nach eurem Tod zu einem hohen, eleganten Halm emporwachsen, der ganz oben eine Ähre mit vielen Körnern trägt und sich im Wind hin- und herwiegen kann.“ Eines der Weizenkörner meinte: „Oh, freilich wäre das schön. Ich freue mich darauf. Wird uns aber der Mann wohl nicht angelogen haben?“ – Lebt das Weizenkorn in der Illusion? Illusionen? Aus: Carlo Pescollderung, in: Danke Graziella - bis ans Ende unserer Tage
Wir glauben daran, dass Liebe nicht sterben kann! Wir tragen einen unzerstörbaren Kern in uns, den der Tod nicht erreicht.
In stillem Gedenken an unsere Tina und mit herzlichen Grüßen
Im Gedenken an unsere liebe TINA schließen wir uns Euch, liebe Ivonne und liebe Karin an. Leider konnten wir nicht ins Netz, deshalb kommt unser Beitrag so spät. TINA hätte sich über Eure schönen Collagen sehr gefreut. Heute könnte sie ihren 69. Geburtstag feiern. Wie gern würden wir TINA noch auf ihrer irdischen Wanderschaft begleiten und ihr eine spezielle Geburtstagsfreude bereiten. Doch Festtage mit TINA sind leider Vergangenheit, sie lebt nun in einer anderen Wirklichkeit. Die Liebe aber überwindet Raum und Zeit und findet den Weg in die Ewigkeit.