Und wieder nun lässt aus dem Dunkeln, die Weihnacht ihre Sterne funkeln! Die Engel im Himmel hört man sich küssen und die ganze Welt riecht nach Pfeffernüssen.
Immer ein Lichtlein mehr im Kranze, den wir gewunden, dass er uns leuchte sehr durch die dunklen Stunden. Zwei und drei und dann vier, rings um den Kranz, welch ein Schimmer! Und so leuchten auch wir, und so leuchtet das Zimmer und so leuchtet die Welt langsam der Weihnacht entgegen und der in Händen sie hält, weiß um den Segen.
Zeit für ein wenig Stille und Besinnlichkeit. Zeit für Dankbarkeit und Zuversicht. Zeit für die kleinen Dinge des Herzens und für das Wunder der Heiligen Nacht.
Bald ist Weihnacht, wie freu' ich mich drauf, da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf; es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern', wie haben wir alle das Weihnachtsfest gern.
O schöne, herrliche Weihnachtszeit! Was bringst du Lust und Fröhlichkeit! Wenn der heilige Christ in jedem Haus teilt seine lieben Gaben aus. Und ist das Häuschen noch so klein, so kommt der heilige Christ hinein, und alle sind ihm lieb wie die Seinen, die Armen und Reichen, die Grossen und Kleinen. Der heilige Christ an alle denkt, ein jedes wird von ihm beschenkt. Drum lasst uns freuen und dankbar sein! Er denkt auch unser, mein und dein!
Markt und Straßen stehn verlassen, Still erleuchtet jedes Haus, Sinnend geh ich durch die Gassen, Alles sieht so festlich aus. An den Fenstern haben Frauen Buntes Spielzeug fromm geschmückt Tausend Kindlein stehn und schauen, Sind so wunderstill beglückt. Und ich wandre aus den Mauern Bis hinaus ins freie Feld, Hehres Glänzen, heilges Schauern! Wie so weit und still die Welt! Sterne hoch die Kreise schlingen, Aus des Schnees Einsamkeit Steigts wie wunderbares Singen – O du gnadenreiche Zeit!
Im Wald, unter hohen Buchen versteckt, hat sich ein Tannenbäumchen gereckt. "Ich steh so ganz im Dunkeln hier, keine Sonne, kein Sternlein kommt zu mir, hört nur die anderen davon sagen, ich darf mich nicht vom Platze wagen. Ach, ist das eine traurige Geschicht’, und stände so gern auch mal im Licht!"
Hoch durch den weiten Weltenraum verloren flog ein goldner Traum, flog hin und her im Lichtgefieder und dacht: Wo laß ich heut mich nieder? Ist wo ein Hüttchen dunkel und arm? Hat wo ein Seelchen Kummer und Harm, dem ich auf meinen leuchtenden Schwingen könnt heute eine Freude bringen?
Das Bäumchen steht in Licht und Schein. Wie mag das wohl gekommen sein?
Gedanken zur Weihnachtszeit - Verfasser unbekannt –
Wo ist denn nur die Zeit geblieben, denk ich und schau auf meine Uhr. Nun kommen die Tage, die alle lieben, doch von Ruhe noch keine Spur.
Es müssen noch Weihnachtsgeschenke her. Das Richtige zu finden ist oft sehr schwer. Wir hetzen herum, als würden wir gejagt und keiner nach den Sorgen der Mitmenschen fragt.
Ich denk an meine Kindheit zurück. Da genoss man die Zeit, Stück für Stück.
Abend saß man zusammen, bei Kerzenschein. Tannenzweige kamen in den Herd hinein. Man sprach miteinander, sang Weihnachtslieder. Diese Zeit kommt wohl nie mehr wieder.
Die Leute hatten nicht viel Geld, und man umarmte die ganze Welt, wenn ein Schlitten unterm Weihnachtsbaum stand, darauf das vermisste Püppchen, in neuem Gewand.
Heut´ müssen große Geschenke her, ein Schlitten tut es längst nicht mehr. Und der Stress, den wir uns selber machen, lässt keine Zeit für "sentimentale Sachen".
Wir Menschen machten Weihnachten zu dem, was es heut´ ist. Und irgendwann hat man vergessen, warum überhaupt Weihnachten ist.
Kaum ein Mensch denkt heut mehr dran, wie das Weihnachtsfest begann. Die Kinder meinen dann, es ist das Fest vom Weihnachtsmann. Doch, dass es ja ein christlich Fest, die meisten schnell vergessen lässt.
Auch wer das Christliche nicht mag, kann anderes ehren diesen Tag. Mit Liebe und Besinnlichkeit, die Zeit genießen, auch zu zweit. Und wer allein sein Leben lebt, mal einfach nur nach Frieden strebt.
Denn Stress und Hektik sind so groß, wo bleibt denn nur der Frieden bloß. Das Fest der Liebe, so muss ich denken, ist nur zum Essen und Beschenken. Wie oft es sogar böse kracht, die Liebe stirbt in heilger Nacht, weil ein Paar zur Weihnachtszeit, kommt in dicken, bösen Streit. Ach Menschen, darum wünsch ich so, es wären Weihnacht alle froh. Kein Stress, kein Zank und keine Not, kein Unglück, Krankheit und kein Tod.
Doch dieser Wunsch, der wird kaum wahr, man kann nur hoffen, das ist klar. Ich mal am Fest der Liebe, die Hektik ganz ins Abseits schiebe. Versuchen alle Not und Pein verdrängen und mal glücklich sein. Ein frohes Fest dem, der das liest, dass er mal Weihnachten genießt.
Wieder mit Flügeln, aus Sternen gewoben, Senkst du herab dich, o heilige Nacht; was durch Jahrhunderte Alles zerstoben – Du noch bewahrst deine leuchtende Pracht!
Ging auch der Welt schon der Heiland verloren, der sich dem Dunkel der Zeiten entrang, wird er doch immer auf's neue geboren, Nahst du, Geweihte, dem irdischen Drang.
Selig durchschauernd kindliche Herzen, bist du des Glaubens süßester Rest; fröhlich begangen bei flammenden Kerzen, bist du das schönste, das menschlichste Fest.
Leerend das Füllhorn beglückender Liebe, schwebst von Geschlecht zu Geschlecht du vertraut – wo ist die Brust, die verschlossen dir bliebe, nicht dich begrüßte mit innigstem Laut?
Und so klingt heut' noch das Wort von der Lippe, das einst in Bethlehem preisend erklang, strahlet noch immer die liebliche Krippe – tönt aus der Ferne der Hirten Gesang...
Was auch im Sturme der Zeiten zerstoben – senke herab dich in ewiger Pracht, leuchtende du, aus Sternen gewoben, frohe, harzduftende, heilige Nacht!
Hört ihr Leut´ - habt ihr´s vernommen, die Weihnachtszeit – sie hat begonnen. Lichter brennen überall, Chöre erklingen, mit lieblichen Schall.
Buntes Treiben auf den Straßen, sieh´ doch – ein Schneemann steht im Rasen. Kinder, sie lachen ungeziert, sie haben den Mann aus Schnee so schön verziert.
In den Küchen wird gebacken, Stollen, Plätzchen – viele leck´re Sachen. Kinder freuen sich und singen Weihnachtslieder, „lasst uns froh und munter sein“ - und „alle Jahre wieder“. In den Stuben - schön geschmückt, wird der Christbaum noch zurecht gerückt. Unter diesem Tannenbaum, liegen Sachen, man glaubt es kaum. Große Wünsche, kleine Wünsche - werden wahr ? keiner weis es , das ist doch klar.
Jetzt läuten die Glocken - es ist heilige Nacht, das Christkind ist kommen und hat der Welt den Frieden gebracht. Frieden auf Erden, das wünsch ich mir sehr, dann gäb´ es nicht Krieg und kein Leiden mehr.
Vom Himmel in die tiefsten Klüfte ein milder Stern herniederlacht. Vom Tannenwalde steigen Düfte und hauchen durch die Winterlüfte, und kerzenhelle wird die Nacht. Mir ist das Herz so froh erschrocken. Das ist die liebe Weihnachtszeit. Ich höre ferner Kirchenglocken mich lieblich heimatlich verlocken in märchenstille Herrlichkeit. Ein frommer Zauber hält mich wieder, anbetend, staunend muss ich stehn. Es sinkt auf meine Augenlider ein goldner Kindertraum hernieder: Ich fühls, ein Wunder ist geschehn!
Es war einmal ein Tännelein mit braunen Kuchenherzlein und Glitzergold und Äpflein fein und vielen bunten Kerzlein. Das war am Weihnachtsfest so grün als fing es eben an zu blühn.
Doch nach nicht gar zu langer Zeit, da stands im Garten unten, und seine ganze Herrlichkeit war, ach, dahingeschwunden. die grünen Nadeln warn'n verdorrt, die Herzlein und die Kerzlein fort.
Bis eines Tags der Gärtner kam, den fror zu Haus im Dunkeln, und es in seinen Ofen nahm – Hei! Tats da sprühn und funkeln! Und flammte jubelnd himmelwärts in hundert Flämmlein an Gottes Herz.
Der Wind bläst draußen bitterkalt, Schnee bedeckt den Winterwald. So manche Tanne leidet sehr, die Schneelast wird ihr gar so schwer, mag sie auch herzzerreißend klagen, sie muss ihr Kreuz wie alle tragen.
Doch der Gedanke an die Kerzen lindert ihre Pein und Schmerzen. Beim Traum von Wärme, Glanz und Licht verspürt sie selbst die Kälte nicht. Sie sieht sich schon in Glanz und Glimmer, als Mittelpunkt im Weihnachtszimmer.
Drückt schwer der Schnee die Äste nieder, die Axt legt sich an ihre Glieder, sie fühlt's nicht mehr vor Euphorie, erfüllt von Glockenmelodie, von Weihnachtsduft und Lichterschein, und sie darf mittendrin dort sein.
Doch ist es einer nicht geglückt, im Licht zu stehen, ganz verzückt, weil weit entlegen sie gestanden, die Menschen sie deshalb nicht fanden, so hat sie doch den Traum geträumt, der lang noch in Erinn'rung bleibt.
Dabei erkennt sie dann ganz klar, dass nur Christus selbst Licht ist und war und nicht nur jene hat erhellt, die sich ganz dicht zu ihm gestellt, sondern gerade die ihn seh'n, die abseits und im Dunkeln steh'n.
Fragt ein alter Zausel an, ob er Dich mal sprechen kann. Eine seltsame Gestalt, in Klamotten ziemlich alt, Haltung beinah wie ein Greis, Zähne nicht grad blütenweiss, mit spezifischem Geruch, der Dich reizt zum Fluchtversuch. Lauf nicht weg und denke dann, vielleicht ist es der Weihnachtsmann.