Mit unendlichem Gespür vernimmt die Seele Töne, die das Ohr nicht hört und sieht, was den Augen verborgen bleibt, durch alle Zeiten, Räume hin und über sie hinaus. Grenzenlos, ursprünglich ist ihr Wissen – ihre Erinnerung.
Wenn einer starb, den du geliebt hienieden, So trag hinaus zur Einsamkeit dein Wehe, Dass ernst und still es sich mit dir ergehe Im Wald, am Meer, auf Steigen längst gemieden.
Da fühlst du bald, dass jener, der geschieden, Lebendig dir im Herzen auferstehe; In Luft und Schatten spürst du seine Nähe, Und aus den Tränen blüht ein tiefer Frieden.
Ja, schöner muss der Tote dich begleiten, Ums Haupt der Schmerzverklärung lichten Schein, Und treuer - denn du hast ihn alle Zeiten.
Das Herz auch hat sein Ostern, wo der Stein Vom Grabe springt, dem wir den Staub nur weihten; Und was du ewig liebst, ist ewig dein.
Der Tod, die finst’re, kalte Macht, kommt oft sehr plötzlich, über Nacht. Er ist, der dir das Leben raubt, für immer, wenn du nicht geglaubt.
Manchmal da kommt er angeschlichen, steht im Gesicht, das schon verblichen. Ob jung, ob alt, ob krank, gesund, du weißt es nicht, zu welcher Stund’
er dich am liebsten holen will, denn das ist stets sein teuflisch’ Ziel. Du sollst ihn fürchten, dich erschrecken, die Angst soll dir im Nacken stecken.
Es ist auch tragisch, was passiert, wenn liebe Menschen man verliert. Allein, verlassen, größte Not, das Liebste ging, es ist nun tot.
Wenn viele Tränen dann geweint, uns gar nichts mehr zu trösten scheint. Der Mensch, er fehlt, der Platz ist leer, das Herze trauert, ist so schwer.
Und wird dann d’rüber nachgedacht, was man im Leben falsch gemacht, lässt sich nicht ändern, was gescheh’n, das Leben, es muss weitergeh’n.
Der Tod - er ist der Sünde Sold, der Feind, den niemand hat gewollt. Es hat nur Einer alle Macht: Jesus - dem Tod den Tod gebracht.
In Seinem Wort sagt unser Gott, dass Jesus hat besiegt den Tod. Am Kreuz ist ihm die Macht genommen, der Mensch kann in den Himmel kommen.
Glaub Jesus, was Er hat getan für dich, nimm die Versöhnung an. Bekenn Ihm alle Sünden, Not, Er schenkt dir Leben, nimmt den Tod.
Er wäscht mit Seinem Blut dich rein, von deinem Herzen fällt ein Stein. Du bist Sein Kind, hat Er versprochen. So ist des Todes Macht gebrochen.
Darum: Sei klug, nutz jetzt die Zeit, kehr um, du lebst in Ewigkeit. Wenn du im Buch des Lebens stehst, du nach dem Tod zum Himmel gehst!
Wenn die Schwalben heimwärts zieh'n, Wenn die Rosen nicht mehr blühn, Wenn der Nachtigall Gesang Mit der Nachtigall verklang; Fragt das Herz in bangem Schmerz: Ob ich Euch wohl wiederseh'? – Scheiden, ach Scheiden tut weh! –
Wenn die Schwäne südwärts ziehn, Dorthin, wo Orangen blüh'n, Wenn das Abendrot versinkt, Durch die grünen Wipfel blinkt; Fragt das Herz in bangem Schmerz: Ob ich Euch auch wiederseh'? Scheiden, ach Scheiden tut weh! –
Armes Herz, was klagest Du! Ach Du gehst auch einst zur Ruh! Was auf Erden, - muss vergeh'n; Gibt es dort ein Wiedersehn? Fragt das Herz im bangen Schmerz. – Tut auch hier das Scheiden weh: Glaub', dass ich Dich wiederseh.
Du kannst darüber weinen, dass sie gegangen ist oder du kannst lächeln, weil sie gelebt hat.
Du kannst Deine Augen schließen und beten, dass sie wiederkommt, oder du kannst sie öffnen und sehen, was sie zurückgelassen hat.
Dein Herz kann leer sein, weil du sie nicht sehen kannst, oder es kann voll Liebe sein, die sie für dich und andere hatte. du kannst sie im Herzen tragen und in dir weiterleben lassen.
Du kannst weinen oder du kannst tun, was sie von dir wollte, dass Du lächelst – Liebe gibst und weitergehst.
Eine Träne aus meinem Auge sucht ihren Weg, sie tropft in einen See aus bereits geweinten Tränen. Eine weitere Träne, fließt ihr hinterher, sie tropft auf ein Bild von dir.
Die Welt verschwimmt vor meinen Augen, mehr und mehr Tränen rinnen meine Wangen herunter, zerstören das Bild vor mir. Jedoch nicht das Bild in meinem Herzen, niemals werde ich dieses Bild verlieren, Das Bild eines warmherzigen, liebevollen, Menschen.
Der Tränensee wird größer, von Minute zu Minute. Die Tränen nehmen die Schmerzen mit, spülen die Angst aus meiner Seele. Sie schwemmen die Trauer einfach weg und hinterlassen reine Leere. In dieser Leere wird, nach dem die Zeit verstrichen ist, vielleicht wieder Freude wachsen können.
Auf deinen Liedern liegt der Wehmut Hauch, der uns im kühlen Herbst, wenn Baum und Strauch im letzten Sonnenuntergange steht, das Herz wie Heimweh umweht, als eine Trauer ohne Ziel, als Sehnen voll Traum und Trost und ungeweinten Tränen.
Mich lässt der Gedanke an den Tod in völliger Ruhe, denn ich habe die feste Überzeugung, dass unser Geist ein Wesen ist von ganz unzerstörbarer Natur. Es ist ein fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist der Sonne ähnlich, die bloß unseren irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fortleuchtet.