Liebe Freunde, liebe Fans, ich möchte ein wenig zur Unterhaltung beitragen und Euch nach dem Namen des nun beschriebenen Räubers fragen: Wer bin ich? Auf einem Bauernhof hatte ich mich einquartiert, dort wurde ich gnadenlos und roh attackiert. Drum musste ich in den Stadtpark fliehen und in eine andere Behausung ziehen.
Im Holzstoß fand ich nun einen geschützten Platz, ich bin allein und besitz weder Kinder noch Schatz. Immer gegen Abend, fast schon in der Nacht hab ich früher öfter Besuch im Hühnerstall gemacht.
Denn sehe ich nur etwas flattern, muss ich es unbedingt gleich ergattern. Und so holte aus dem Hühnerhaus ich manchmal ein knackiges Hähnchen raus.
Dazwischen trank ich mitunter ein frisches Ei, dieses war eine ganz besondere Leckerei. Hörte ich jedoch von fern des Bauers Schritte, hieß es, schnell weg und ab durch die Mitte.
Die guten Tage sind nun leider vorbei, doch hier gibt’s Vögel, Mäuse und sonst allerlei. So hab beispielsweise ich heute Nacht in der Einbahnstraße meine Tour gemacht.
Der Geruch von Benzin und Gummi mich animierte, so dass ich einen Blick unter ein Auto riskierte. Ich sah einen neuen Mercedes Diesel stehen und wollte mir diesen einmal näher ansehen.
Herrliche Gummischläuche konnte ich schnappen und damit die Bremsleitungen ganz einfach kappen. Meine Zähne sind eben bissfest und sehr scharf, nach etwas Essbarem ist bei mir immer Bedarf.
Ehe ich in den Park bin zurück gekommen, hab ich mir noch Kirschen als Dessert mitgenommen. Ich kann hoch und weit springen, mich rasch bewegen, es macht mir keine Müh, große Strecken zurückzulegen.
Mein Körper ist geschmeidig, lang und schlank, die Fußsohlen sind unbehaart und völlig blank. Ich trage ein braunes Fell auf meinem Leibe, manchmal kommuniziere ich mit einem Weibe.
Ein langgezogener weißer Kehlfleck ist mir allein zu eigen, mein Kollege kann nur einen gelben runden vorzeigen. Mit meinen guten Ohren ich mich selten täusche, denn ich höre sehr gut und fast alle Geräusche.
Überall habe ich starke Duftnoten gesetzt, damit kein Artgenosse mein Revier verletzt. Doch ein Rivale soll es bloß nicht wagen, seine Fußabtritte in mein Reich zu tragen!
Ich bin ein scheues, doch anpassungsfähiges Tier, weil ich mit jeder Kultur einfach mit marschier. Wären die Menschen bei Pferd und Kutsche geblieben. hätte ich mit ihren Autos auch kein Unwesen getrieben. Monika H.G.
Es handelt sich gewiss um einen MARDER, das schoss mir gleich durch meine Ader.
Sie gehören zur Familie der hundeartigen Raubtiere. Wiesel, Otter Dachse und Iltisse gehören ebenfalls dazu. Umgangssprachlich wir aber meist der echte Marder, wie etwa der Stein- oder Baummarder, gemeint. Nahezu weltweit sind sie anzutreffen, leben meist in der Nähe von Flüssen und Seen, da sie auf Wasser angewiesen sind. Es handelt sich in der Regel um dämmerungs- und nachtaktive Tiere, allerdings gehen sie auch vereinzelt am Tage auf Beutetour.
Ihre Ruheplätze graben sie sich selber bzw. nutzen sie Baue, die zuvor von anderen Tieren genutzt wurden. Viele von ihnen sind Bodenbewohner, halten sich oft auf Bäumen auf. Außerdem sind Otter und Nerze ausgezeichnete Schwimmer. Marder sind Einzelgänger und lieben ihr Territorium, ihr Revier markieren sie oft mit Kot und Urin. Sie verfügen über einen ausgeprägten Geruchssinn, der ihnen bei der Beutesuche und der Verständigung mit ihren Artgenossen dient.
Überwiegend ernähren sie sich von Fleisch, nehmen aber auch pflanzliche Nahrung zu sich. Bemerkenswert ist auch, dass sie Beutetiere jagen, die oft erheblich größer als sie selbst sind. So werden auch schon mal schwerere Kaninchen angegriffen. Sie fressen alle Arten der Wirbeltiere, Vögel, Lurche, Fische, Reptilien, aber auch Würmer, Krebse, Insekten und vieles mehr. Sie verachten aber auch keine Nüsse. Früchte oder Knollen.
Ein zwiespältiges Verhältnis haben wir Menschen zu ihnen, da sie einerseits viele Schädlinge verzehren. Andererseits reißen sie aber auch Geflügel oder Hasen. Besonders unbeliebt sind die Marder aber bei den Autofahrern, da sie als sogenannte „Kabelbeißer“ verschrien und gefürchtet sind.