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Liebe Freunde und Fans, ich möchte Euch wieder ein Rätsel offerieren, beim Lösen müsst Ihr Euch sicher nicht strapazieren. Vielleicht ist es nur ein unscheinbarer Kriecher, bestimmt habt Ihr schon den richtigen Riecher. Liebe Grüße Monika
Wer bin ich?
Ich bin ein kleiner glitschiger Wicht, doch wie eine Motte scheue ich Sonne und Licht. Bei Trockenheit verkriech ich mich gern unter blattgrünen Pflanzen, hier versuch ich mich vor Sonne und Feinden zu verschanzen.
Ich leb also in der Erde, aber nicht in einer Grube, hab ein Haus, aber keine gute Stube. Das ganze Leben hindurch trag ich mein Haus huckepack, eingebaut in ihm sind meine Organe - Herz, Lunge und Eingeweidesack.
Mein Haus werde ich im Winter dicht verriegeln und dieses mit Perlmutt und Kalk versiegeln. Notwendige Reparaturarbeiten an meinem Haus führe ich ganz allein und selbständig aus.
Wir Tiere haben schon früher nicht in den Wolken geschwebt, sondern damals mit Kiemen im Wasser gelebt. Doch meine Vorfahren sind aus diesem Element emigriert, haben sich weiterentwickelt und ans Landleben assimiliert.
Meine nackten Artgenossen können sich freilich schneller bücken, denn sie schleppen ja kein Gebäude auf dem Rücken. Ich Kriechtier habe es bis zum Landbewohner gebracht, das hat mir kein anderes Weichtier so nachgemacht.
Dabei bin ich weder dumm, noch besonders schlau, doch weiß ich nicht, bin ich Mann oder Frau. Ich hab einen wellenartigen speziellen Gang, und bin nur circa einen Daumen lang.
An meiner eigenen Nase kann ich mich leider nicht fassen, aber ich werde, wo immer ich bin, eine feuchte Spur hinterlassen. Dabei erreiche ich zwar langsam immer mein Ziel, denn ich zeige ein gut funktionierendes Muskelspiel.
Ich vermag weder laut noch leise zu sprechen, auch kann ich mir keinerlei Rippen und Knochen brechen. Mit meinem Fuß werde ich ein Loch in die Erde graben, damit meine Eier genügend Platz darin haben.
Die kleinen Weichtiere sprengen nach einigen Tagen ihr Ei, dann ist es mit dem Nichtstun auch schon für immer vorbei. Doch müssen sie nicht völlig hilflos durchs Leben gehen, denn sie können mit vier Fühlern tasten, riechen und auch sehen.
An dunklen grauen Regentagen werde ich mich oft und gern vor die Haustür wagen. Doch bewege ich mich dabei auf einer gefährlichen Piste, denn Vögel, Insekten, Igel und Kröte haben mich auf ihrer Speiseliste.
Beim Sprechen kann ich mich ja nicht verhaspeln, aber mit meinen Zähnchen auf der Zunge werde ich Blätter und Blüten total abraspeln. Weil mich Blumen, Salat und Kohl so auffordernd anlachen, muss ich immer wieder kurzen Prozess mit ihnen machen.
Doch auf stark riechende Pflanzen und diverse Gewürze ich mich nicht einlasse oder gar auf sie stürze. Sie sind für mich gewiss kein Augenstern, deshalb halte ich mich von solchen Pflanzenbeeten lieber fern.
Der Gärtner könnte diese meine Abneigung nützen und viele Pflanzen vor meinem Zugriff schützen. Er bräuchte ja bloß Landbau mit Lavendel, Salbei und Gewürzen betreiben, dann würden ihm von Blumen, Salat und Gemüse mehr übrig bleiben.
Meiner Meinung nach müsste er ganz darauf verzichten, uns mit Giftstoffen so qualvoll zu vernichten. Gern möchte ich mich mit den Menschen versöhnen, doch dies hieße, mir den Blattfraß abzugewöhnen.
Dies kann freilich niemals geschehen, denn wir Tierpersonen würden alle zugrunde gehen.
Monika H.G.
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