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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 678 mal aufgerufen
 Alltagsgeschichten
Herbstbube2 Offline




Beiträge: 1.030

02.05.2010 13:53
Das Karpfenwunder Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben,

auch wenn das Tier, von dem in der nachfolgenden Geschichte
die Rede sein wird, bis zum Ende des Jahres Schonzeit hat,
möchte ich euch diese aber trotzdem nicht bis dahin vorenthalten.

Ganz besonders widme ich diese Geschichte Monika & Brigitte!

Das Karpfenwunder

Glaubst du eigentlich an Wunder?“ hatte mich mein Freund Wolf eines Tages ganz unvermittelt gefragt. Ich war überrascht und suchte nach der richtigen Antwort. „Ich weiß nicht so recht. Weißt du, ich habe mir darüber noch nicht allzu viele Gedanken gemacht. Und es kommt ja auch darauf an, was man unter einem Wunder versteht, wie weit man den Begriff Wunder fasst. Aber wieso kommst du gerade jetzt darauf?“ „Nun, ich hatte in der vergangenen Woche ein Erlebnis, auf das ich mir keinen rechten Reim machen kann. Ich habe bisher noch mit niemand darüber gesprochen. Es gibt ja auch kaum jemand, mit dem man über so etwas sprechen kann, ohne als Spinner angesehen zu werden. Hältst du mich für einen Spinner?“ „Absolut nicht!

Ich halte dich zwar für einen sehr einfühlsamen, in sich gekehrten Menschen mit außergewöhnlicher Liebe zur Natur und allem, was da kreucht und fleucht, aber für einen Spinner halte ich dich ganz und gar nicht. Das sind in meinen Augen eher die anderen, die immer noch auf unbegrenztes Wachstum setzen, denen jedes Mittel recht ist, wenn sie dadurch auch nur einen einzigen Euro mehr verdienen können, und die nicht einsehen wollen, dass sie damit auf Dauer ihre eigene Lebensgrundlage so wie die ihrer Kinder und Enkel zerstören. Aber nun erzähl doch mal, was du erlebt hast, nachdem Du mich jetzt schon neugierig gemacht hast.“

„Also gut. Ich war wieder einmal am Erlachsee, um nach den Reihern und den Wasserschildkröten zu sehen. Es regnete leicht, und außer mir waren keine Leute unterwegs. Nur am gegenüber liegenden Ufer angelten zwei Buben im Beisein ihrer Eltern. Der Wagen der Familie stand auf der angrenzenden Wiese. Mit dem Glas konnte ich das Nummernschild mühelos lesen. Es war ein einheimisches Kennzeichen. Wer so offen angelt, tut es bestimmt nicht ohne Erlaubnis. Also kümmerte ich mich nicht weiter darum und suchte das Schilf nach meinen Reihern und Schildkröten ab. Von den Schildkröten war bei dem trüben Wetter nichts zu sehen. Sie kommen eigentlich nur aus dem Wasser, um sich auf den aus dem Wasser ragenden Steinen oder auf den Stämmen umgestürzter und in den See gefallener Bäume zu sonnen. Damit war es heute nichts.

Anders die Graureiher. Zwei von ihnen warteten an verschiedenen Stellen des Schilfgürtels regungslos auf Beute, während ein dritter vorsichtig staksend im Flachwasser auf Fischfang ging. Als ich weiterhin den Uferrand mit dem Fernglas absuchte, gerieten auch die beiden Angler wieder in mein Blickfeld. Sie hatten offenbar Erfolg gehabt, denn die Angelschur war straff gespannt und die Rute extrem stark gebogen. Es musste ein riesiger Karpfen am Haken hängen, der sich verzweifelt wehrte und den beiden gewaltig zu schaffen machte. Voller Anteilnahme verfolgte ich den aussichtslosen Kampf des Fisches und überlegte mir, ob und wie ich ihm wohl helfen könnte. Ich sah aber keine Möglichkeit. Die Buben und ihre Eltern anzusprechen, hielt ich für absolut sinnlos. Wer würde schon auf eine solch kapitale Beute verzichten, nur weil ein weltfremder Tierfreund Mitleid mit ihr hatte?

Ich litt buchstäblich mit dem Karpfen, stellte mir seine Angst und Verzweiflung vor und konnte doch nichts für ihn tun, außer ihm in Gedanken nahe zu sein. Natürlich war das gesponnen. Es half ihm sicher nicht. Trotzdem begann ich zu beten. Nicht um das Leben und die Freiheit des Fisches betete ich. Das wäre mir zu vermessen erschienen. Ich bat Gott nur, ihn seine Nähe spüren zu lassen, seine Angst und Qualen zu lindern und möglichst schnell zu beenden. Als ich wieder mit dem Glas hinüber sah, hatten die Jungen den Karpfen fast am Ufer. Obwohl er sich in dem seichten Wasser und wohl auch vor Erschöpfung nicht mehr ganz so heftig wehrte, konnte ich das Platschen des Wassers bis zu mir herüber hören. Einer der Buben kam jetzt mit einem Käscher, während der andere versuchte, die Beute anzulanden. Dazu musste aber der Vater zur Hilfe kommen.

Der Fisch war einfach zu stark und zu schwer. Schließlich hing er in der Luft und wurde dann mit dem Käscher aufgefangen. Ich atmete auf. Das grausame Spiel ging seinem Ende entgegen. Da hörte ich auf einmal einen der Jungen sagen: ,Schau doch mal, wie schön der ist!` .Ja das ist wirklich ein wunderschöner Kerl´ pflichtete der andere ihm bei. Was machen wir mit ihm ?` Sollen wir ihn nicht einfach wieder schwimmen lassen? . Wenn du meinst…von mir aus.` Und damit begannen sie auch schon, den Angelhaken vorsichtig aus dem Fischmaul zu lösen. Dann setzten sie den Karpfen im Käscher wieder ins Wasser. Der hatte schnell die Öffnung gefunden und strebte eilig dem tieferen Wasser zu. Er blieb aber an der Oberfläche und kam geradewegs auf mich zu geschwommen. Direkt vor mir verharrte er eine Weile unmittelbar unter der Wasseroberfläche. Ich konnte seine Augen sehen. Danach verschwand er langsam in der Tiefe. Kannst du verstehen, dass mir das nicht aus dem Kopf will, oder hältst du mich jetzt für verrückt?“

Nein, ich hielt Wolf nicht für verrückt, obwohl ich zugeben muss, dass seine Erzählung mich eigenartig berührte. Im Grunde war ich nicht besonders empfänglich für Übersinnliches; andererseits kannte ich meinen Freund zu lange, um am Wahrheitsgehalt seiner Geschichte zu zweifeln. Er neigte auch nicht zu Übertreibungen und war eher realistisch in der Beurteilung seiner Erlebnisse. Ich selbst hatte in seiner Gegenwart aber schon Dinge erlebt, die ich ins Reich der Fabel verweisen würde, wenn jemand anders sie mir erzählt hätte.

Da waren beispielsweise Vögel in seinem Garten, die ihm nicht nur auf die Hand geflogen kamen, wenn darauf ein Leckerbissen lag. Es gab Kohlmeisen, die sein Auto schon von weitem erkannten, sich an die Autoantenne hingen, ihn beim Aussteigen freudig begrüßten um ihm dann in die Wohnung zu folgen. Da war das Amselpaar, das über Tage beharrlich versuchte, in seinem offenen Bücherregal zu brüten, obwohl er das Nest täglich entfernte. Und seine Freundschaft mit dem Amselweibchen, das ihn allabendlich besuchte und ihm die Haare zerzauste, wenn er sich nicht genügend um sie kümmerte. Weil nicht einmal ich ihm das so recht glauben wollte, präsentierte er mir eines Tages ein Foto, das er mit der Amsel auf dem Kopf vor dem Spiegel gemacht hatte. Die Haarsträne im Schnabel der Amsel war deutlich zu erkennen. Natürlich duldete er das normalerweise nicht, weil Menschenhaare im Schnabel einem kleinen Vogel sehr gefährlich werden können. Aber er wollte nicht, dass ich ihn für einen Münchhausen hielt und schien sogar ein wenig gekränkt wegen meiner Zweifel.

Auf seine Erlebnisse mit anderen Tieren einzugehen, würde den Rahmen dieser Geschichte sprengen. Doch ich habe sicher deutlich gemacht, dass Wolfs Beziehung zu Tieren zu außergewöhnlich ist um seinen Bericht über den Karpfen nicht ernst nehmen zu müssen. Aber hier kommt noch etwas anderes hinzu. In seiner Ohnmacht der Not des Fisches gegenüber hatte Wolf gebetet, und das Unglaubliche geschah. Der Karpfen wurde gerettet. Natürlich kann seine Rettung auch ganz natürliche Gründe haben. Ich wüsste zwar nicht zu sagen welche, doch obwohl ich mich immer noch sträube, Wolfs Erlebnis als ein Wunder zu betrachten, hat mich seine Erzählung sehr nachdenklich gemacht. Und sie geht mir bis heute nicht aus dem Kopf.


(Autor: Theo Schulz)



Ganz liebe Sonntagsgrüße von




(Herbstbube)

Monika Offline



Beiträge: 148

02.05.2010 14:56
#2 RE: Das Karpfenwunder Zitat · antworten

Lieber Roland,
ganz herzlichen Dank für Deine Geschichte, die mich wirklich nachdenklich stimmen kann.
Von einem Wunder spricht man dann, wenn etwas Unerwartetes, Unvorhergesehenes, eintritt, das nicht in unserer Vorstellungswelt zu finden ist.
Wir wissen aber auch, dass der Mensch mit Ur-Instinkten ausgestattet ist, die ihm und der Tierwelt ein Überleben gesichert haben. Leider sind diese Instrumente durch die Zivilisation und die Gier des Menschen (mehr als das Notwendige für sich zu beanspruchen) teilweise verkümmert und verschwunden.
Alte Kulturvölker, wie beisp. die Indianer, betrachteten die Erde und ihre Bewohner als etwas Heiliges und erkannten Tieren und Pflanzen eine eigene Seele zu.
Warum sollte es nicht möglich sein, mit der Seele eines Tieres stumm zu kommunizieren?
Vielleicht besteht das Wunder darin, dass durch eine plötzliche Verbundenheit mit dem Tier (von Seiten des Beters und der Kinder) - und der geistigen Kraft des Gebetes - dem schon dem Tode geweihten Karpfen das Leben geschenkt werden konnte!

Fest steht für mich, dass alle Geschöpfe eine eigene Würde, vielleicht auch eine Seele, besitzen, die unsere Achtung und unseren Schutz verdienen.
Hanne brachte die Einheit der Schöpfung in ihrem Lied: "Mother Earth" mit folgenden Worten zum Ausdruck:
"Zeige uns allen, dass alles Eins ist, Schöpfung, Du und ich."

Lieber Roland, herzlichen Dank für "das Karpfenwunder!" - wunderbar ist es allemal!

Liebe Grüße
von Monika, von Brigitte

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