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 Alltagsgeschichten
Herbstbube2 Offline




Beiträge: 1.030

06.07.2010 13:30
Das Herz Zitat · antworten

Das Herz

Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich, und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm recht, es war wirklich das schönste Herz, was sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte lauter über sein schönes Herz.

Plötzlich tauchte eine ältere Frau vor der Menge auf und sagte: "Nun, dein Herz ist nicht mal annähernd so schön, wie meines." Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz der älteren Frau an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig, und es gab einige ausgefranste Ecken. Genauer an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten.

Die Leute starrten sie an: Wie kann sie behaupten, ihr Herz sei schöner?, dachten sie.
Der junge Mann schaute auf das Herz der Frau, sah dessen Zustand und lachte: "Du musst scherzen" ,sagte er, "Dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen."

"Ja", sagte die Frau, "deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen, und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten. Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde. Und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?"

Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf die ältere Frau zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es der Frau mit zitternden Händen an. Die ältere Frau nahm das Angebot an, setzte es in ihr Herz. Sie nahm dann ein Stück ihres alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte. Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe der älteren Frau in sein Herz fließen.

Wie kommt es eigentlich immer wieder, dass uns Menschen fehlen, dass das Leben ohne sie ein klein wenig dunkler zu sein scheint? Sind wir uns selbst denn nicht genug? Ich denke, dass es nicht die Menschen sind, die uns fehlen, es sind die Teile von uns, die wir ihnen mitgegeben haben. Wir haben so viele wundervolle Stunden mit diesen Menschen verbracht und verstehen nicht, dass alles, was kommt, auch wieder geht; hängen unser Herz an Erinnerungen. Es ist leicht gesagt, dass man vergisst - nein - vergessen sollen wir gar nicht. Es ist schön, sich mit einem Lächeln daran erinnern zu können, was war. Nur war es und ist nicht mehr. Es ist schon seltsam, wie wertvoll uns manchmal unser Leid ist. Warum weigern wir uns behende, die Teile, die nun diesem Menschen gehören, ihm zu lassen und durch neue zu ersetzen? Warum sind wir nicht bereit, Platz zu schaffen in unserem Herzen für 1000 neue Erfahrungen? Wir haben Angst, etwas einmalig Wertvolles zu verlieren, doch darf es deshalb unserer Seele beherrschen?

Verloren geht der Mensch nur, wenn die Erinnerung an ihn stirbt, und das liegt in unserer Macht. Es ist schwer zu verstehen, dass loslassen nicht gleich vergessen ist. Wie kann ein Mensch so viel Macht über uns haben, dass seine Bilder nicht weichen wollen, nicht durch Tränen, nicht durch Ignoranz, nicht durch Zorn? Denn im Zorn wird es schließlich enden. Wir, die wir nicht bereit sind, loszulassen, wenn auch nur unbewusst (was wohl meistens der Fall ist), peinigen uns mit unseren eigenen Stacheln, reagieren reizbar, wie ein verletztes Tier oder ertrinken in unserer Traurigkeit. Nimm ein Bild von diesem Menschen, stecke es in einen blauen Luftballon und lasse ihn fliegen, erfreue dich an seinem Flug und kehre dann zu dir zurück, denn das bist nicht du. Von Zeit zu Zeit wird er wieder bei dir ankommen auf seinem Flug um die Erde, nur kurz vorbei fliegen, und du wirst sagen können: Der da war eine Zeit lang bei mir und es war wunderschön, doch ich ließ ihn ziehen und machte uns beide dadurch frei.

Menschen kommen und gehen wie die Sonne am Abend, nur kehren sie oft nie mehr zurück. Es liegt an uns, wie viel Bedeutung wir ihnen geben und wie viel Macht über uns. Wir können uns freuen über ihre Liebe und ihr Da-sein und zugleich bereit sein, sie auch gehen zu lassen. Mit ihnen sperren wir uns nur selber ein.

Wir können selber entscheiden, wie wir mit dem Vergangenen umgehen, nur eines können wir nicht verhindern: Ihre Fingerabdrücke auf unserer Seele.


(Verfasser mir nicht bekannt)

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