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Frannys Hanne Haller Fan-Forum

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Elli Offline

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16.05.2011 18:11
#201 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 16.05.2011 - Dach ohne Spitze

Es gibt eine Reihe von Bibelstellen, die uns nur schwer einleuchten oder zu akzeptieren sind: "Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin." (Matthäusevangelium, Kapitel 5, Vers 39)

Der italienische Schriftsteller Gianni Rodari hat dazu eine erhellende Geschichte geschrieben:
Hänschen Leb-in-den-Tag kam in ein Land, wo die Häuserecken rund waren und die Dächer einen leichten Buckel hatten. Als er sich eine Rose abbrach, merkte er, dass die Dornen nur kitzelten, aber nicht stachen.

"Schau, schau", sagte da plötzlich ein lächelnder Polizist: "Wussten Sie nicht, dass es verboten ist, hier Rosen zu pflücken?" "Oh, das tut mir leid, daran habe ich nicht gedacht." "Na gut, in diesem Fall zahlen Sie nur die halbe Strafe", sagte der Schutzmann freundlich. Der Stift, mit dem er den Strafzettel ausstellte und auch sein Säbel hatten keine Spitze.

"Ja, aber was ist denn das hier für ein Land?", fragte Hänschen erstaunt. "Das Land ohne Spitzen", gab der Polizist zurück: "Aber nun, mein junger Herr, geben Sie mir zwei Ohrfeigen!" Hänschen blieb der Mund offen stehen, als hätte er eine ganze Torte verschluckt. "Nie im Leben, soll ich etwa im Gefängnis enden? Wenn, dann müsste ich doch zwei Ohrfeigen bekommen und nicht umgekehrt." "Nun, bei uns ist es so Sitte: Volle Strafe vier Ohrfeigen, halbe Strafe nur zwei."

"Kriegt der Polizist?" "Kriegt der Polizist!
"Ja, aber das ist doch ungerecht, das ist ja furchtbar!" "Natürlich ist das ungerecht, und ob das furchtbar ist", sagte der Polizist, "die Sache ist sogar so verwerflich, dass die Leute, um nicht einen Unschuldigen ohrfeigen zu müssen, lieber aufpassen, nicht mehr gegen das Gesetz zu verstoßen. Also, jetzt geben Sie mir schon die beiden Ohrfeigen und das nächste Mal passen Sie besser auf!"

Da Hänschen dem Polizisten aber die Ohrfeigen nicht geben will, muss er das Land verlassen und noch heute träumt er davon, einmal dorthin zurückzukehren, um in aller Bescheidenheit in einem schönen Häuschen zu wohnen, das ein Dach hat ohne Spitze.

Ihnen allen einen "spitzenmäßigen" Tag!


Andreas Martin

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Elli
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17.05.2011 09:07
#202 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 17.05.2011 - Wunderland

Manche Worte der Heiligen Schrift scheinen wirklich wie aus einem Märchen und nur fromme Wunschträume, sie haben geradezu eine Anti-Logik: "Macht euch keine Sorgen ... Euch muss es zuerst um das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben." (vgl. Matthäusevangelium, Kapitel 6, Vers 31 folgende)

Der Italiener Gianni Rodari erzählt die folgende Geschichte:
"Hänschen Leb-in-den-Tag kommt in ein fernes Land. Interessiert fragt er einen Bauern, der sich unter einem schattigen Baum ausruht: "Was ist denn das hier für ein Land?" - Der zeigt ihm als Antwort sein Taschenmesser und fragt: "Na, was ist das?" - "Na, ein Taschenmesser zum Abschneiden!" - "Oh, nein, das ist ein Messer zum Dranschneiden. Wenn du es benutzt wird der Bleistift wieder länger, den du anspitzen willst!" - "Das ist ja toll! Habt ihr noch andere solche Sachen?!" - "Ja, natürlich, wir haben Garderobehaken zum Abhängen." - "Du meinst zum Anhängen von Kleidungsstücken." "Nein, an unseren Kleiderhaken kannst du dir das, was du zum Anziehen brauchst, einfach abhängen und mitnehmen!" "Oi, da spart man ja 'ne Menge Geld, das ist ja super!"

"Und was habt ihr noch?" - Wir haben einen Fotoapparat, der keine Bilder macht, sondern Karrikaturen zeichnet, da müssen die Leute dann lachen und sind glücklich!
Tja und dann haben wir noch die Friedenskanone." "Ha, Kanone und Frieden, das glaubst du doch selber nicht!" - "Und ob, die kann sogar ein kleines Kind bedienen: Wenn es irgendwo auf der Welt einen Krieg gibt, dann blasen wir in die Friedenstrompete und schießen die Friedenskanone ab und schon ist der Krieg zuende."
Was ist das für ein Wunderland, wo alles ein anderes Vorzeichen hat. Wo mag es nur sein? Ob wir es finden könnten?!

Ihnen allen wünsche ich einen positiven Tag!


Andreas Martin

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Elli
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18.05.2011 08:12
#203 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 18.05.2011 - Veilchen

Worte der Bibel stellen uns in Frage, ja, sie irritieren uns dann und wann: "Wer sein Leben retten will, muss es verlieren, wer es aber verliert, der wird es retten" Johannes, ein Schüler Jesu, fügt hinzu: "Jesus hat sein Leben für uns hingegeben. So müssen auch wir für die anderen das Leben hingeben." (vgl. den Ersten Johannesbrief, Kapitel 3, Vers 16).

Gianni Rodari, ein bekannter italienischer Schriftsteller hat folgende, nach meiner Meinung dazu sehr passende Geschichte geschrieben:

Als die Eisbärmutter mit ihren Kleinen am Nordpol spazieren ging, fanden die mitten im Eis ein kleines violettes Veilchen, das dort vor Kälte zitterte. Aber trotz der Kälte hörte es nicht auf, seinen bezaubernden Duft zu verströmen.
"Was ist denn das?", meint die Eisbärin, "also ein Fisch ist es nicht!" "Und ein Vogel schon gar nicht", fügte der herbeigeeilte Eisbärvater hinzu. Bis zum Abend hatte sich die Nachricht von dem kleinen, duftenden Etwas, das auf nur einem Bein steht, am ganzen Nordpol verbreitet. Von überall her kamen die Tiere angelaufen: Robben, Seemöven, Wölfe aus Sibieren. Alle bestaunten die unbekannte Blume, die ohne Unterlass Wohlgeruch verströmte.
"Da muss doch eine Reservekanister drunterstecken, sonst könnte das kleine Ding doch nicht soviel Duft verströmen!", meinte eine Robbe. Eine Möve, die man als Kundschafter ausgeschickt hatte, berichtete nun, dass das Blümchen Veilchen hieße und im Süden Millionen davon wüchsen. "Wie mag dieses nur hierher gelangt sein?"

In dieser Nacht ging durch das Polareis ein furcherregendes Knirschen. Das ewige Eis erzitterte. Unser Veilchen stieß soviel Wohlgeruch hervor, als wolle es alles Eis schmelzen und in gesundes blaues Wasser verwandeln oder in eine Wiese von seidigem Grün. Doch die Anstrengung erschöpfte es. Bei Morgengrauen sah man es erblassen, sein Blütenhaupt neigen und sein Leben aushauchen. Seine letzten Gedanken waren – in unsere Sprache übersetzt – ungefähr die: "Nun, jetzt sterbe ich ... Aber es muss ja einer anfangen ... Eines Tages werden die Veilchen hierher zu Millionen kommen. Das Eis wird verschwinden und es wird Inseln geben, auf denen Häuser stehen und wo Kinder spielen."

Ihnen allen einen duften Tag!


Andreas Martin

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Elli
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19.05.2011 07:48
#204 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 19.05.2011 - Kinder sind anders

Seltsame Worte der Heiligen Schrift. Viele sind zu Sprichwörtern geworden. Doch das heißt noch lange nicht, dass wir sie verstehen: "Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen" (Matthäusevangelium, Kapitel 18, Vers 3).

Axel Kühner, ein begnadeter Geschichtensammler und -erzähler hat dazu die folgenden, von mir etwas abgewandelten Gedanken geschrieben:
"Kinder sind laut. Sie rufen und raufen, lärmen und lachen, schreien und singen. Wir Erwachsene nennen das ein schlechtes Benehmen. Selber aber nehmen wir Auto- und Maschienenlärm in Kauf. Aber Kinder müssen still sein und Ruhe geben.
Kinder sind unruhig. Sie rennen und rasen, toben und balgen, springen und zappeln. Das ist unerträglich für uns Erwachsene. Aber selbst sind wir ständig auf Achse, haben nie Zeit, reisen umher, shoppen und suchen Wellness und Ablenkung aller Art. Kinder müssen brav sein und stillsitzen.
Kinder sind dreckig. Sie manschen und matschen, kleckern und kleistern, schmieren und schmoddern. Wir nennen das unanständig. Selber aber schauen wir abends schmutzige Filme und den letzten Dreck an, haben eine vergiftete Phantasie und schmutzige Gedanken. Kinder müssen saubere Hände haben und reine Sachen tragen."

Kinder sind ehrlich. Sie sagen, was sie denken, und zeigen, was sei empfinden. Wir nennen das unhöflich und naiv. Selber tragen wir Masken, ein Pokerface und lügen höflich. Kinder sollen angepasst und nett sein.
Kinder sind liebebedürftig und brauchen Wärme, liebende Hände, einen Schoß und ein Gesicht. Wir nennen das nervig und störend. Selbst sind wir ständig auf der Suche nach Anerkennung, Beifall und Schmeicheleien. Kinder sollen mit Spielsachen und teuren Geräten zufrieden sein.

"Wenn ihr nicht werdet wie die Erwachsenen, dann ...!" Oder?

Ihnen allen einen schönen "Kinder"tag.


Andreas Martin

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20.05.2011 09:04
#205 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 20.05.2011 - Wunderschöne Musik

Die Bibel birgt Weisheiten, die nicht immer gleich einleuchten. Und ein Satz wie der folgende fordert uns heraus: "Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast." (Lukasevangelium, Kapitel 10, Vers 21)

Die folgende kleine Geschichte kann hier vielleicht hilfreich sein:
Eine große Mäusefamilie hatte sich in einem Klavier gemütlich eingerichtet.
Ihr schönes Zuhause war dann und wann von wunderbarer Musik erfüllt.
Die Mäuse lauschten andächtig den herrlichen Klängen. Dabei fragten sie sich, von wem die fröhlichen Melodien wohl stammten.
Sie dachten an einen Klavierspieler, den sie zwar nicht sehen konnten, der ihnen jedoch hörbar nahe sein musste.

Eines Tages wagte sich eine Maus weiter nach oben in das Klavier. Und da entdeckte sie das Geheimnis der Musik. Metalldrähte von unterschiedlicher Länge zitterten und durch ihre Schwingungen entstanden die Töne.
So mussten die Mäuse ihren alten Glauben an einen Klavierspieler aufgeben. Erzeugten doch schlichte Metalldrähte die schöne Musik.
Später brachte eine andere Maus noch neuere Erkenntnisse mit. Kleine Filzhämmerchen tanzten auf den Drähten, erzeugten die Schwingungen und damit die Musik. Nun war der alte Glaube vollends überholt und die Mäuse lebten in einer aufgeklärten, wissenschaftlich durchschaubaren Welt.

Aber der Klavierspieler machte auch weiterhin seine wunderbare Musik.

Ihnen allen wünsche ich eine Tag voller Klang!


Andreas Martin

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Elli
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23.05.2011 08:54
#206 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 23.05.2011 - Das brauche ich: Einen, der mir zuhört

Was brauchen wir zum Leben? Viele Reisende auf der Via Regia, jenem großen Weg, dem die 3. Sächsische Landesausstellung in Görlitz gilt, hätten auf diese Frage wohl ganz überraschend geantwortet: Einen, der mir zuhört. Einen Platz, an dem ich meine Geschichte erzählen kann.

Denn gerade wer unterwegs ist, wer aus dem Vertrauten und Gewohnten herausgegangen ist, weiß, wie wichtig es ist, mit der eigenen Geschichte nicht alleine zu bleiben. Unterwegs werden ja so oft Erfahrungen wach, die lange verdrängt oder verborgen waren. Auf dem Weg lösen sich Verkrampfungen, die uns vielleicht lange sprachlos gemacht haben. Wir bewegen uns – und bewegen das Erlebte. Wir sehen in die Weite – und mit den Perspektiven, die sich da ergeben, entdecken wir wohl oft auch die Perspektiven für unser Leben neu.

Und wenn ich dann erzählen kann, wenn dann einer da ist, der zuhört, gewinnt meine Geschichte eine ganz eigene Kraft: Das, Schwere, das ich hinter mir habe, ist beim Erzählen eben nicht mehr so unüberwindbar groß, wie es einmal schien. Es ist durchstanden, gehört zu mir und meinem Weg. Das Schöne, das sich mir unter Umständen nur von Ferne gezeigt hat, ist dann ein Teil von mir. Was erst keinen Zusammenhang hatte, was mich immer wieder fragen ließ: Was soll das jetzt? Warum geschieht das mir? – Eben das, was für mich so unübersichtlich und verwirrend schien, kommt beim Erzählen in einen spürbaren Zusammenhang. Wenn ich erzählen kann, wenn sich ein Platz für meine Geschichte findet, dann tut das einfach gut.

Die Marktplätze, die Gassen, die Brunnen und die Tränken einer Stadt waren deshalb einmal auch so wichtige Erzählorte. Und bis heute ahnen wir an ihnen, dass wir mehr zum Leben brauchen als das, was sich kaufen oder einverleiben lässt. Ja, wenn einer zu uns sagt: Erzähl doch mal … Sag doch mal, wo kommst du eigentlich her? Was ist dir denn passiert? – leben wir auf, selbst auf schweren Wegen.

Ich denke, das gilt sehr konkret und alltäglich nah – und gilt zugleich in einem tiefen Sinn: Wir leben davon, dass uns einer zuhört.


Dr. Hans-Wilhelm Pietz

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Elli
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25.05.2011 09:11
#207 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 25.05.2011 - Den Lebensdurst löschen

Was brauchen wir zum Leben? Wer beim Besuch der 3. Sächsischen Landesausstellung in Görlitz davon etwas erfahren will, sollte unbedingt bei den Brunnen, die in der alten Stadt auffällig dicht zu finden sind, inne halten. Man könnte die Geschichte der Via Regia, man könnte wohl die Geschichten der großen Straßen unserer Erde überhaupt als Wasser- und Brunnen-Geschichten erzählen. Die Entstehung früher Ansiedlungen und die Existenz von Märkten waren immer mit dem Vorhandensein von gutem, frischem Wasser verbunden.

In alter Zeit war die Sorge darum so verbreitet, wie sie es heute wieder neu werden muss: Frisches Wasser stand und steht ja nicht grenzenlos zur Verfügung. Im auf starke Felsen gebauten Görlitz etwa finden sich Spuren von Röhrwasserleitungen, durch die das kostbare Nass von weiter her in die Stadt kam. So war einmal jedem in der Stadt klar, wieviel darauf ankommt, dass das frische Wasser geachtet wird, nicht verdirbt oder versiegt. Gerade das Gute, das so elementar da und elementar wichtig ist, braucht Pflege und einen sorgsamen Umgang.

Besonders erhellend ist es, einmal darauf zu achten, an welchen Stellen in unseren Städten und Regionen Brunnen und Wasserspiele begegnen. In einer tiefen Symbolik hängen ja die Brunnen mit dem zusammen, was den Lebensdurst löscht, wonach wir am meisten begehren. Ich entdecke, dass heute etwa große Einkaufszentren mit einem Wasserspiel verbunden werden. Banken zieren sich schon mal mit Brunnen. Und auch die Aufmarschplätze der Diktaturen des 20. Jahrhunderts haben sich dieser Symbolik bedient.

Auf der Via Regia in Görlitz aber gibt es Brunnen dort, wo Nachbarn sich treffen – an der Verbindung zweier Straßen etwa. Oder bei einer Apotheke. Und ganz auffällig neben den großen gotischen Kirchen. Was löscht den Lebensdurst? Was brauchen wir zum Leben? Einander begegnen und Ansehen schenken, einander Wege zur Hilfe und zur Heilung zeigen, ein Vertrauen, das aufblicken lässt.


Dr. Hans-Wilhelm Pietz

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27.05.2011 11:31
#208 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 27.05.2011 - Barmherzigkeit

Was brauchen wir zum Leben? – Barmherzigkeit. So lautet eine Antwort, die sich den Besuchern der 3. Sächsischen Landesausstellung in Görlitz nahelegt. Bei den dort aufgenommenen Dokumenten zur großen europäischen Verbindungsroute, der Via Regia, fällt mir auf: Kaum eine Gruppe von Menschen, die auf der Straße unterwegs waren und sind, ist so sorgfältig erforscht worden, wie die Gruppe der Bettelleute und Armuts-Migranten. Seit es die Straße gibt, so wird deutlich, gibt es Menschen, die durch Elend, Schicksalsschläge, Entwurzelung oder auch schlimme Gewalt regelrecht auf die Straße gezwungen werden. Und immer dann kommt Menschlichkeit auf den Weg, wenn die Straßenkinder, die Straßenfrauen und die Straßenmänner Barmherzigkeit erfahren.

Zu allen Zeiten findet man das Bild des "liederlichen Gesindels", das Bild des "faulen" und "bösen" Bettlers. Zu allen Zeiten aber ist auch im Blick, was Menschen so zum Bitten und Betteln zwingt. Und doch sind weder eine abwertende Pauschalisierung noch eine verklärende Romantik angemessen. Die Görlitzer Ratsrechnungen aus dem 16.-18. Jahrhundert etwa lassen schnell erkennen, welche Unterstützungsempfänger sich da auf der Via Regia fanden: Magister, Studenten, Schulmeister, Witwen mit Kindern, arme Frauen, entlassene Soldaten, Brandgeschädigte, Blinde, Opfer von Unfällen und Raubüberfällen, arme Handwerker und mittellose Pilger. Ja, so häufig reichte schon eine Krankheit oder ein Unfall aus, um Menschen an den Bettel zu bringen.

Oft versuchten sie dem größten Elend auf einem Doppelweg zu entgehen: durch die Annahme von Almosen und die Annahme von Gelegenheitsarbeit. Mitunter konnte die Stadt für das Nötigste sorgen. Und immer ist ein jeder von uns selbst gefragt: Können wir abgeben und stützen? Es gibt manche Argumente, die dabei hin- und herschwanken lassen. Und es gibt einen Satz, der klare Orientierung bringt: Was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut auch ihnen.


Dr. Hans-Wilhelm Pietz

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31.05.2011 08:27
#209 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 31.05.2011 - Woran du dein Herz hängst

Was ist wichtig im Leben? Das Engagement für die Schöpfung im Blick auf die Katastrophen der letzten Wochen, der Glaube an die eigene Familie als ein Ideal, welches über allem anderen stehen kann. Oder die Erfüllung des Lebenssinnes durch den Beruf – ich arbeite, also bin ich. Vielleicht aber auch der Sport oder die Gesundheit und das Wohlbefinden. Die Gesundheit ist die Hauptsache, so höre ich es oft. Oft geht das einher mit der Absolutsetzung dieser oder anderer Schwerpunkte im Leben.

"Woran du nun, sage ich, dein Herz hängst und worauf du dich verlässt, das ist eigentlich dein Gott.", schrieb einmal Martin Luther. Die Frage, woran ich mein Herz hänge, wer also mein Gott ist, stellt sich für jeden.

Im Ersten der zehn Gebote steht: "Ich bin der Herr, dein Gott; du sollst keine anderen Götter haben neben mir." Und es gibt keine bessere Auslegung als diejenige, die Martin Luther in seiner Erklärung dazu gefunden hat: "Ein "Gott" heißt etwas, von dem man alles Gute erhoffen und zu dem man in allen Nöten seine Zuflucht nehmen soll. "Einen Gott haben" heißt also nichts anderes, als ihm von Herzen vertrauen und glauben."

Übrigens stellt Luther den Sinn des Glaubens an den einen Gott der Haltung gegenüber, in der wir unser Herz an Geld und Besitz hängen. "Es ist mancher, der meint, er habe Gott ..., wenn er Geld und Gut hat; er verlässt sich darauf und brüstet sich damit ..."

So schreibt Luther im Jahr 1529 – ziemlich weitsichtig, wie ich finde.
Denn uns Menschen ist das Hemd oft näher als der Rock. Wir werden umso egoistischer, je näher es an den eigenen Geldbeutel geht. Dabei wissen wir doch, dass die wichtigen Dinge im Leben, wie echte Freundschaft, uneigennützige Anerkennung und Liebe nicht zu kaufen sind. Deshalb möchte Gott, dass wir unser Herz an ihn hängen. Damit wir dafür frei werden.


Andreas Beuchel

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01.06.2011 09:42
#210 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 01.06.2011 - 33. Deutscher Evangelischer Kirchentag - " ... da wird auch dein Herz sein."

Heute beginnt der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag in Dresden. Nach 1997 in Leipzig ist er wieder in unserer Region zu Gast. Das große Treffen evangelischer Christen steht unter der Losung " ... da wird auch dein Herz sein". Ein biblisches Wort, aus der Bergpredigt Jesu im Neuen Testament (Matth. 6,21).

Die Worte stehen in einem größeren Zusammenhang:
"Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz." (Math. 6,19-21)

So sind wir in der Zeit des Kirchentags eingeladen, Schätze zu entdecken, die das Herz bewegen und erfüllen können. Mit der Losung schauen wir, ob wir "das Herz auf dem rechten Fleck haben". Wir blicken damit nicht allein auf uns, sondern auch auf unsere Mitmenschen und auf Gott. Und wir werden ermutigt auf die "Stimme des Herzens" zu hören.

In der Predigt Jesu kommt das zur Sprache. Dabei steht im Mittelpunkt nicht eine moralische Forderung, sondern die vertrauensvolle Ausrichtung auf Gott.
Worauf ist das Herz gerichtet? Was ist der Grund des Lebens?
Die Worte Jesu zeigen:
Der Glaube und die Bindung an Gott überwinden menschliche Grenzen.

Denn wer alles von Gott erwartet, der wird von ihm versorgt und ist somit von der Selbst-Sorge befreit. Und das trotz der realen Gefahren, die benannt werden. Denn das Hab und Gut des Menschen bedroht ist von Motten, von "Fraß" und von Dieben, wird nicht verheimlicht. Solche Verluste können Existenz bedrohend sein. Umso wichtiger ist es dann, einen bleibenden "Schatz" zu haben. Die Worte Jesu sind konsequent sowohl im Anspruch als auch im Zuspruch: wer alles Vertrauen auf Gott setzt, der darf auch alle Unterstützung von ihm erwarten. Das Herz, das sich bindet, wird frei. Darin besteht die heilsame Spannung, welche es gerade in Zeiten wirtschaftlicher Zwänge täglich neu zu entdecken gilt.


Andreas Beuchel

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09.06.2011 09:58
#211 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 09.06.2011 - Kreisläufe

Kennen Sie auch dieses Gefühl, alles müsste mal anders werden.
Oder wenigstens vieles.
Jedenfalls manches.
In der Welt sowieso.
Und in unserem Land erst recht.

Selbst vor dem eigenen Leben macht der Wunsch nach Veränderung nicht Halt.
Mal aus der eigenen Haut rauskönnen.
Einfach mal ein bisschen anders sein.
Schlanker und attraktiver und klüger und reicher.
Das sind alles Sachen, die vielleicht machbar sind ...

Mit denen wir auch notfalls leben können.
Oder muss, weil nun mal die Welt und die Politik nicht von heute auf morgen zu verbessern ist.
Aber es gibt auch ganz andere Situationen.
Ich denke an Menschen, deren Leben durchzogen ist von extremen Abhängigkeiten.

Die anders leben möchten, aber gar nicht mehr anders leben können:
Weil die Schulden groß und von Tag zu Tag unüberschaubar größer werden.
Weil dem Griff zu den Drogen nichts entgegenzusetzen ist und von Tag zu Tag eine höhere Dosis nötig ist.
Situationen, in denen man vielleicht gerne will, aber auf keinen Fall anders kann.
Das Leben wird so zu einer unheimlichen Qual.
Ein allgemeines Rezept dagegen gibt es nicht.
Aber eine Hilfe kann es schon sein, für diese Menschen ein offenes Ohr, einen wachen Blick zu haben.

Oder sich als Betroffener einen Ort suchen, an dem das Schweigen gebrochen und einfach geredet und erzählt werden kann.
Solche Veränderung verlangt viel Mut.
Mut, Grenzen zu überschreiten.
Das ist nicht leicht und kostet Kraft.
Kraft, alte Wege hinter sich zu lassen.
Christen vertrauen darauf, dass Gott solche Kraft und solchen Mut zur Veränderung geben kann.
Ein Wort der Bibel erzählt diese Erfahrung in guter Weise: "Gott wird nicht müde noch matt. Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden."

Ich wünsche Ihnen immer wieder diese gute und helfende Erfahrung – wo und in welcher Situation im Leben Sie auch gerade sind.


Christoph Seele

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11.06.2011 10:12
#212 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Sonnabend, 11.06.2011 - 70 x 70

Sie hatten zwei Stunden Zeit.
Zwei Stunden, um aus dem zurück gelassenen Hab und Gut das Wichtigste zu suchen.
Das Allerwichtigste.
Dinge, die in eine Plastiktüte passen.
70 mal 70 Zentimeter groß.
Alles andere mussten sie zurücklassen in dem verstrahlten Gebiet.
Atomar verseucht auf unabsehbare Zeit.

Nie wieder, nie, würden sie das, was sie zurücklassen mussten je wiedersehen.
Haus und Hof, Tiere, Garten, Weideland, Sachen, Autos, Spielzeug, eigentlich doch fast das ganze Leben blieb zurück.
Nicht zerstört, nicht verbrannt, und dennoch durch Strahlen vernichtet.

Zum Schluss das Haus abschließen – aber wozu?
Es darf niemand je mehr hinein.
Was bleibt ist eine Tüte – 70 mal 70 Zentimeter.
Beim letzten Einkauf hatte ich diese Größe in der Hand.
Sie ist nicht groß.

Was würde ich mitnehmen, geht es mir seit dem durch den Kopf.
Was von Ihrem Leben würden Sie, liebe Hörerin, lieber Hörer einpacken?
Was – so lässt sich diese Situation erfragen – ist das Wichtigste im Leben?
Woran hängt das Herz?
Doch auf jeden Fall an mehr, als was allein in diese Tüte passt.

Es lassen sich so viele Sachen nicht mitnehmen.
Fotoalben bleiben zurück, Lieblingssachen müssen im Schrank hängen bleiben, Erinnerungen bleiben nur noch im Kopf denkbar, mit Händen lassen sie sich nicht greifen und befühlen.
Was ist so wichtig, dass ich es nicht zurückbleiben dürfte?

Vieles muss ich von meiner gedachten Liste streichen.
Weil es zu groß ist für eine Tüte, 70 mal 70 Zentimeter, oder zu schwer.
Oder weil ich feststelle, dass es doch wiederum noch Wichtigeres gibt.
Sortieren, auswählen und verwerfen: es ist so schwer, sich zu entscheiden.
Doch dann merke ich: Etwas lässt sich mitnehmen – und dazu bedarf es keiner Tüte, sondern nur des Herzens.

Es ist der Glaube an Gott.
Das klingt vielleicht für den einen oder anderen von Ihnen zu fromm und wenig trostreich?
Aber es ist an dem:
Den Glauben an Gott kann jeder mitnehmen.
Vielleicht gerät er manchmal in Frage oder auch bei dem einen oder der anderen hier und da verloren.
Aber im Grunde bleibt er doch tief im Herzen bewahrt.
Und Gott lässt niemanden zurück.


Christoph Seele


Freitag, 10.06.2011 - Mensch

"Was ist Dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen?" höre ich eine Frau ihre Freundin fragen.
Und sie setzt nach:
"Nimm Dir das doch nicht so zu Herzen."
Ich komme über solche Fragen ins Nachdenken und muss an andere – vergleichbare Fragen denken, die Teile unseres Körpers zur Hilfe nehmen, um Stimmungen auszudrücken:
"Das ging mir aber ganz schön an die Nieren."
"Ich bin mit dem falschen Bein aufgestanden."
"Sie hat ihm den Kopf verdreht.
"Das wäre fast ins Auge gegangen."

Leber, Niere, Augen – jedes dieser Teile unseres menschlichen Körpers verbinden wir mit bestimmten Gefühlen.
Da ist der Bauch mit den berühmten Schmetterlingen, wenn die Liebe zwischen zwei Menschen so richtig knistert.
Da ist das Herz, was drücken kann, wenn Sorge oder Stress überhand nehmen.
Die kalten Füße, die wir dann bekanntlich bekommen, wenn uns eine Angelegenheit zu heiß wird.
Es ließe sich noch mancher Körperteil finden, mit dem wir unsere Gefühle zum Ausdruck bringen.
Nicht nur die Hände, die tasten, die Zunge, die etwas schmeckt oder die Augen, die etwas sehen können.

Unser ganzer Körper ist in der Lage, etwas zu fühlen.
Mit Leib und Seele spüren wir uns – leben und empfinden wir.
Das Eine ist nicht von dem Anderen zu trennen.
Ein gutes Sinnbild nicht nur für unser eigenes Leben, für unsere eigene Befindlichkeit.
Ist es im Leben miteinander nicht ebenso?
Jeder empfindet anders.

Die Einen freuen sich wenn gleichzeitig andere sich furchtbar ärgern und ein Dritter niedergeschlagen und trostlos ist.
Erst miteinander gewinnt das Leben an Farbe.
Weil der Fröhliche den Deprimierten trösten kann.
Weil der Sensible den Hans-Dampf-in-allen-Gassen auf die kleinen Schönheiten des Lebens aufmerksam macht.
Jeder für sich wäre letztendlich nur einsam.
Miteinander erfährt das Leben einen Gewinn.
Menschen sind aufeinander angewiesen, so wie Auge und Kopf und Hand und Arme, Beine und Herz nur miteinander einen Menschen Mensch sein lassen.

In der Bibel wird das Zusammensein einmal mit dem menschlichen Körper verglichen:
"Gott hat den Menschen zusammengefügt, damit im Leib keine Spaltung ist, sondern die Glieder in gleicher Weise füreinander sorgen.
Wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit."

Ich wünsche Ihnen nicht nur heute Menschen an Ihrer Seite, mit denen Sie sich verbunden fühlen.
Verbunden fühlen in den wirklich wichtigen Fragen und Dingen, die das Leben kennt.


Christoph Seele

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Elli
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14.06.2011 10:14
#213 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 14.06.2011: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

Die Tennisspielerin Andrea Petkovic war bis zu Beginn des Jahres 2011 nur einigen Kennern bekannt. Doch als sie nacheinander ein paar wichtige Wettbewerbe gewann, wurde sie mit einem Schlag populär, geradezu berühmt. Plötzlich war sie ein Medienliebling, zierte die ersten Seiten der Zeitungen, und man feierte sie bereits als künftige Weltranglistenerste.

Wie die Medien so sind, wollte man nun natürlich vom Star auch Privates wissen. Schließlich stellte ein Reporter eine einfache Frage: "Was empfinden Sie, wenn beim heutigen Tennis-Wettbewerb Ihre Eltern im Publikum sitzen?" Erwarten konnte man da eine ebenso simple Reaktion. Aber Andrea Petkovic gab darauf eine bemerkenswerte wie anrührende Antwort. Sie sagte: "Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass da jemand unter den Zuschauern sitzt, der mich auch dann noch liebt, wenn ich heute verliere."

Es passiert ja oft, dass man in der Gunst der anderen ganz schnell sinkt, wenn man erfolglos ist. Aber für Eltern ist das anders. Zwischen Eltern und Kindern besteht immer ein besonderes Band. Die Eltern geben dem Kind ihre Liebe, lassen es flügge werden und in die Welt gehen. Die Liebe ist immer da, auch wenn das Kind manchmal Wege geht, die die Eltern nicht verstehen. Auch als Erwachsener bleibt man für die Eltern immer das geliebte und zu behütende Kind. Und in einer "normalen" Beziehung gibt das Kind diese Liebe zurück.

In der Bibel gibt es dazu ein klares Wort: "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren." Unsere Eltern haben uns auf den Weg gebracht, manche Entbehrungen dabei auf sich genommen, von denen wir vielleicht gar nichts wissen. Eltern sind etwas Kostbares, so dass der liebe Gott diese Forderung an ganz besonderer Stelle formuliert hat, nämlich in den 10 Geboten, die die Grundregeln für unser menschliches Zusammenleben sein sollen. Wenn Sie, liebe Hörer, in der glücklichen Lage sind, Ihre Eltern noch zu haben, dann tun Sie Ihnen doch heute etwas Gutes. Das kann schon ein überraschender Anruf sein.


Christoph Pötzsch

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15.06.2011 10:04
#214 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mitwoch, 15.06.2011 - Mauern überspringen

Heute auf den Tag genau vor 50 Jahren wurde ein legendärer Satz gesprochen: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." Sie wissen, liebe Hörer, worum es hier geht. Walter Ulbricht, der damalige SED-Chef, sprach an diesem 15. Juni 1961 eine dreiste Lüge aus. Denn zu diesem Zeitpunkt hatte die DDR-Führung längst vor, die deutsche Teilung durch Minen, Stacheldraht und Todesstreifen zu vollenden. Nur knapp zwei Monate nach diesem Satz von Walter Ulbricht wurde dann die Mauer gebaut. Deutschland wurde auseinandergerissen, die Menschen auf beiden Seiten litten unsäglich darunter.

Viele Christen führten in diesen Jahren oft ein Zitat im Mund. Es stammt aus dem 18. Psalm und lautet: "Mit meinem Gott überspringe ich Mauern". Die offizielle DDR hatte mit diesem Text ihre Schwierigkeiten. Mit meinem Gott überspringe ich Mauern – damit war nicht gemeint, mit der Bibel in der Hand über die Berliner Grenzanlagen zu flüchten. Nein, gemeint war, dass keine von Menschenhand gezimmerte Mauer Gott von seinem Wirken abhalten kann. Neben der Betonmauer versuchte die DDR auch geistige Mauern aufzubauen, den Menschen das Gefühl für Freiheit zu nehmen und sie auf den Kommunismus einzuschwören. Das gelang nicht. Wer sich in dieser Zeit an Gott hielt, konnte eine eigene innere Freiheit aufbauen und leben.

Und auch im Hinblick auf die Berliner Mauer aus Beton hat sich das Wort aus dem Psalm schließlich erfüllt. Besonders von den Kirchen gingen die Impulse für die friedliche Revolution aus. Plötzlich konnte man im November 1989 tatsächlich die Mauer "überspringen". In einem Roman über die Schicksalstage lässt der Autor Erich Loest einen Stasioffizier im Angesicht der friedlichen Massendemonstrationen resignierend sagen: "Auf alles waren wir vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebete".

Mit meinem Gott überspringe ich Mauern. Das ist kein Wort, das 1989 seine Berechtigung abschließend erfüllt hat. Auch heute gibt es noch Mauern, weniger aus Stein, dennoch mitunter hoch. Mit meinem Gott kann ich auch die überspringen.


Christoph Pötzsch

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16.06.2011 09:48
#215 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 16.06.2011 - Fest des Heiligen Benno

Heute feiern die Katholiken in Sachsen das Fest des Heiligen Benno. Benno wurde im Jahr 1010 bei Hildesheim geboren, wurde Priester und blieb lange Zeit am kaiserlichen Hof in Goslar. Im Jahr 1066 berief ihn der König als Bischof nach Meißen. Das war in der Tat keine repräsentative Stelle, denn das junge Bistum Meißen befand sich am Rand des Reiches, wirtschaftlich unentwickelt und zumeist von den heidnischen Sorben besiedelt. Eine wahre Herausforderung für einen Bischof, der für damalige Verhältnisse mit 56 Jahren schon sehr alt war.
Benno nahm sein Amt mit Mut und Kraft an. Sein vorrangiges Ziel war es, den Menschen das Wort Gottes zu bringen. Glücklicherweise war er der sorbischen Sprache mächtig.

Über 40 Jahre konnte er in unseren Breiten wirken. Mutig positionierte er sich in den Auseinandersetzungen zwischen Papst und Kaiser und nahm dafür auch manchen Rückschlag in Kauf.
Die Menschen liebten ihn und vergaßen ihn auch nach seinem Tode nicht. Schließlich wurde er 1524 heiliggesprochen. Diese Heiligsprechung führte zu großen Auseinandersetzungen mit den Lutheranern, so dass man die sterblichen Überreste Bennos sicherheitshalber nach Bayern brachte. Dort liegen sie noch heute, in der Münchner Frauenkirche in einer eigenen kleinen Bennokapelle.

Obwohl die Lebenszeit von Benno schon fast Tausend Jahre zurückliegt, ist sein Wirken noch heute spürbar. Die Sorben, deren Missionierung er sich besonders verschrieben hatte, sind bis heute ein besonders christliches Volk.

In Dresden besuchen Schüler ein Benno-Gymnasium, in Schmochtitz bei Bautzen gibt es ein Bildungshaus, das seinen Namen trägt. An vielen Stellen Sachsens können wir Spuren seines Wirkens finden. Und da sich Benno vor fast tausend Jahren besonders um den Weinbau bei Meißen bemüht hat, gibt es heute als Rarität sogar Benno-Wein.

Liebe Hörer, machen Sie sich doch einfach mal in unserem Lande auf und suchen nach den Spuren, die Bischof Benno hinterlassen hat. Sie werden spannende Geschichten finden.


Christoph Pötzsch

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17.06.2011 09:43
#216 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 17.06.2011 - Salz ist die Würze

Wüssten Sie aus dem Kopf, was ein Päckchen Salz kostet? Ich muß zugeben, ich wüsste es nicht. Ich habs geprüft, im Supermarkt sind Sie mit 29 Cent dabei. Das ist ein Spottpreis.

Unseren Altvorderen hätte dies den Schweiß auf die Stirn getrieben. Früher, vor allem bis zum Mittelalter, war Salz ein ungeheuer wertvolles Produkt. Es wurde im Handel geradezu mit Gold aufgewogen. Ohne Gold ging es eher als ohne Salz. Man brauchte es nicht nur zum Würzen, auch zum Haltbarmachen von Lebensmitteln war Salz unabdingbar. Um Salz wurden Kriege geführt. Mahatma Gandhi brach mit seinem legendären Salzmarsch das Handelsprivileg der Engländer. Und ganze Städte wie zum Beispiel Halle an der Saale verdanken dem Salz ihre Bedeutung.

Bis heute ist kein vernünftiges Essen ohne Salz denkbar. Wir kennen es aus den wehmütigen Erzählungen derer, die aus gesundheitlichen Gründen salzlos essen müssen, wie fade es ihnen ist. Salz ist wegen seiner Würzkraft nicht ersetzbar. In jeder Gaststätte steht ein Salzstreuer auf dem Tisch.

Im Matthäusevangelium lesen wir einen merkwürdigen Vergleich. Jesus sagt zu seinen Gefährten: "Ihr seid das Salz der Erde." Menschen mit einem Gewürz zu vergleichen, ist schon seltsam. Aber wie immer: Die Vergleiche bei Jesus sind gewöhnungsbedürftig, sind schräg und manchmal auch schmerzhaft. Aber sie passen. Einem Menschen zu sagen, er sei wie Salz, kann eben auch bedeuten: Du gibst der Sache die richtige Würze, ohne Dich ist es langweilig und öde. So merkwürdig das klingt, mit Salz verglichen zu werden ist ein Kompliment. Bei Jesus geht’s weiter: "Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet." Also man muß darauf achten, dass das Salz, also in unserem Vergleich der Mensch, seine Kraft zum Würzen des Lebens behält. Das macht unverzichtbar und wertvoll.
Liebe Hörer, ich wünsche Ihnen heute ein gut gewürztes Essen. Und ich wünsche Ihnen für heute, dass Sie das Salz, die Würze, für andere sein können.


Christoph Pötzsch

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18.06.2011 08:15
#217 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Sonnabend, 18.06.2011 - Musik kann Wunder wirken

Die Orgel der katholischen Hofkirche in Dresden, der heutigen Kathedrale, ist weithin berühmt. Organisten aus ganz Europa bitten darum, auf diesem kostbaren Instrument aus der Barockzeit spielen zu dürfen. In den vergangenen Jahrhunderten haben große Komponisten wie Carl Maria von Weber, Richard Wagner und Wolfgang Amadeus Mozart dieses Instrument gespielt. Der Orgelbaumeister Gottfried Silbermann hat in der Mitte des 18. Jahrhunderts mit diesem Instrument sein Meisterstück geschaffen.

Aber nicht nur der Klang dieses Instruments ist von großem Wert. Auch optisch ist es ein Genuss. Ein prachtvolles Gehäuse mit weiß lackiertem Holz und Gold umschließt das Spielwerk. Nach barocker Tradition muss ein Orgelgehäuse symmetrisch sein. Man sollte sich eine fiktive Achse senkrecht durch die Mitte der Orgel denken können, alle Figuren, jedes Detail des Schmuckwerkes sollten wir auf der einen wie auf der anderen Seite identisch wiederfinden. Dennoch weicht die Gestaltung dieser königlichen Orgel von der üblichen barocken Symmetrie ab. Oben auf der Bekrönung der Orgel hat der Künstler rechts und links zwei Engel angebracht, die in große Trompeten blasen, wohl ein dezenter Hinweis darauf, dass eine Orgel eben kein, ein Tasten-, sondern ein Blasinstrument ist. Ein Engel hält die Trompete nach unten, der andere reckt sie in den Himmel. Eine empfindliche Störung der Symmetrie des Ganzen. Hier hat der Künstler einen Hinweis darauf gegeben, was wir unter Musik verstehen, besonders unter Kirchenmusik. Sie ist zum einen zur Ehre Gottes da und zum anderen zur Freude der Menschen.

Für viele ist Musik die göttlichste der Künste. Sie wirkt auch am unmittelbarsten. Nach einem Stresstag einfach eine beruhigende Musik zu hören, kann manchmal Wunder wirken. In der Medizin erfreut sich die Musiktherapie wachsender Bedeutung. In früheren Zeiten schrieben die meisten Komponisten unter ihre Werke die Buchstaben SDG: Soli deo gloria – Allein Gott die Ehre. Sie bedankten sich damit für das Geschenk, solche Musik empfinden und komponieren zu dürfen. Liebe Hörer, bald beginnt die Urlaubszeit. Vielleicht mal Gelegenheit für ein Orgelkonzert und die Besinnung darauf, dass Musik auch immer etwas vom Himmel ist.


Christoph Pötzsch

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20.06.2011 09:14
#218 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 20.06.2011 - Die Unendlichkeit Gottes

Weitblick ist gefragt in unseren Tagen. Da tut es mir gut, von Zeit zu Zeit von einem Strand aus über das Meer zu blicken. Die scheinbar unendliche Weite in mich aufzunehmen. Das muss einem biblischen Schreiber ähnlich ergangen sein. Er blieb allerdings nicht bei einer bloßen Naturbetrachtung, sondern schrieb: "Gott, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist. Deine Treue, so weit die Wolken ziehen." Unendlich. Dieses Wort bietet sich mir an. Wie mag Ulf Merbold darüber denken, der an diesem Tag 70 Jahre alt wird. Im thüringischen Greiz geboren war er der erste Astronaut der Bundesrepublik Deutschland, der in den Weltraum fliegen durfte. Von seiner Begeisterung, die Weite des Alls zu erleben, hat er vielen Menschen erzählt. Und überall, wohin er kommt, gibt es solche, die ihn um seine besonderen Ausblicke beneiden. Denn das Leben kann manchmal ganz schön eng werden. Nicht nur bei alt gewordenen Menschen, deren Bewegungsradius sich einschränkt.

Auch das tägliche Einerlei nimmt einen oft so in Besitz, dass man leicht betriebsblind wird, wie es der Volksmund so treffend ausdrückt. Deshalb tut es mir richtig gut, wenn ich ab und zu davon lese, wie die Unendlichkeit Gottes in mein kleines Leben hinein reicht. Das kann sich nur erfrischend auswirken. Auch, wenn ich nicht mal eben an die Ostsee fahren kann, um meine Augen über das Wasser schweifen zu lassen. Die Weite Gottes steht mir immer und überall zur Verfügung, so eng es in meinem Leben momentan auch aussehen mag. Ich muss auch nicht erst in den Weltraum fliegen. Sondern brauche den Hinweis aus der Bibel nur in mich aufzunehmen. Dass Gottes Güte, seine Freundlichkeit, weiter reicht als meine bescheidenen Versuche, die vielen kleinen Aufgaben am heutigen Montag zu bewältigen. Weitblick ist gefragt. Damit es vorwärts geht.


Christoph Maas

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21.06.2011 10:41
#219 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 21.06.2011 - Der längste Tag des Jahres

Den längsten Tag des Jahres haben wir heute. Bei wolkenlosem Himmel können wir sie richtig genießen, die Sonnenwende. Dabei erreicht die Sonne ihren mittäglichen Höchststand im Laufe eines Jahres. Wer sich gerade in skandinavischen Ländern aufhält, kann erleben, dass es überhaupt nicht dunkel wird. Die Sonne scheint die ganze Nacht durch. Was mich dabei staunen lässt, ist das pünktlich wiederkehrende Ereignis. Genau auf das Datum festgelegt. Dabei befinden sich die Planeten ständig in Bewegung. Und es könnte doch durchaus mal eine Verzögerung eintreten. Und wir hätten die Sonnenwende dann plötzlich am zehnten Juli oder am achten September. Autofahrer bräuchten die Winterreifen dann erst im Januar rauszuholen. Nein, wir können uns darauf verlassen. Es bleibt beim selben Datum. Weil alles von einem intelligenten Designer so eingerichtet worden ist.

Menschlich gesehen staune ich sowieso darüber, dass unser Globus immer noch in derselben Bahn bleibt. Bei allem, was Menschen sich so ausdenken. Da leuchtet mir ein, was ein Autor der Bibel geschrieben hat: "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Planeten verkündigen seiner Hände Werk." Wie man auch dazu stehen mag, ob das Universum von einem Gott erschaffen wurde oder nicht. Zum Staunen regt es doch an, dass Erde, Sonne und Mond immer in der vorgegebenen Bahn bleiben.

Pünktlich da, wo sie gerade sein sollen. Natürlich nicht für solche Leute, die scheinbar gar nichts begeistern kann. Oder die an allem etwas auszusetzen haben. Die mit einem Gesicht in der Straßenbahn sitzen, als würde die Welt heute noch untergehen. Immerhin werden viele Menschen heute die Sonnenwende feiern mit christlichen Johannisfeuern und mit heidnischen Festen. Weil es doch ein Empfinden dafür gibt, dass unser Leben in einem größeren Zusammenhang steht.


Christoph Maas

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22.06.2011 08:56
#220 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 22.06.2011 - Gotteshilfe in schweren Zeiten

Das Leben ist gefährlich. Ich brauche nur die Tageszeitung zu lesen oder die ausführlichen Nachrichten im Fernsehen anzuschauen. Da beschleicht einen schon dann und wann ein Gefühl von Unsicherheit. Epidemien, Unfälle, Terroranschläge. Um nur ein paar schreckliche Stichworte zu erwähnen. Alles das kann ein ganz normaler Tag hervorbringen. Immerhin leben wir in einer kriegsfreien Zone unserer Welt. Das ist schon ein Privileg den Völkern gegenüber, die zu den Krisengebieten unserer Zeit zählen.

Heute vor 70 Jahren haben die Nazis den militärischen Angriff gegen die Sowjetunion begonnen. Ein wahnsinniges Unternehmen, das schließlich mit der größten Niederlage für die Deutschen endete. Es ist also nicht selbstverständlich, dass wir in einer mehr oder weniger friedlichen Zeit leben. Auch wenn leider deutsche Soldaten ihr Leben in Afghanistan einsetzen müssen. Unsere Welt wird nie eine absolute Sicherheit bieten können. Deshalb gibt es vermutlich diese Aussage in der Bibel "Gott ist mein Fels und meine Burg, meine Rettung, mein Gott, auf den ich mich verlasse". Aussagen, die sich für Freigeister wie religiöse Schwärmerei anhören. Als würde man damit die Augen vor der Wirklichkeit verschließen.

Manchmal tut es ja tatsächlich gut, nicht alles mitzubekommen, was so passiert. Gott sollte man allerdings nicht als eine Art Bodyguard missverstehen, der vor jeder Gefahr schützt. Ihm liegt es daran, den Menschen in jeder Lebenslage zu begleiten, so schlimm sie auch sein mag. Manch einer hat schon in der größten Not ein Gebet in den Himmel geschickt. Und gespürt, dass da ein Halt ist, an den ich mich klammern kann. Jemand, der seine Hand ausstreckt. Dagegen wirkt es naiv, ein Leben ohne Leid für möglich zu halten. Das Vertrauen zu Gott schenkt eine neue Sicht.


Christoph Maas

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