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Elli Offline

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16.12.2010 10:09
#121 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 16.12.2010 - Ehrliche Stimme

Haben Sie heute Morgen schon eine Stimme?
Oder sind Sie noch ganz verschlafen ... Zugegeben – am Morgen haben die Wenigsten von uns ihre Stimme parat ...

Viele müssen erst einmal ihre Stimme finden.
Eine warme Dusche, eine gute Tasse Kaffee, ein gemütliches Frühstück – jetzt kann der Tag beginnen.
Unsere Stimme wird munter – kein Kratzen, kein Räuspern, kein Hüsteln ist notwendig.
Im wahrsten Sinn des Wortes sind wir jetzt in Stimmung – und werden offen für andere Stimmungen und Stimmen um uns.

Wie aber werden wir durch den Tag gehen – mit unserer Stimme?
Werden wir – wo es nötig ist, unsere Stimme erheben?
Oder wird es uns die Stimme verschlagen?
Vielleicht bleiben wir hier und da auch lieber stumm?

Und wie viel Belangloses wird unsere Stimme heute formulieren und zur Sprache bringen?
Am Ende kommt es heute sogar auf meine Stimme an und sie hat eine ganz wichtige Rolle in dem Konzert der Stimmen, die uns heute umgeben werden.
Mit unserer Stimme werden wir erkennbar.

Nicht nur an dem Laut und dem Klang hören wir, wo der andere ist.
In dem wir hören, was unser Gegenüber sagt, und wie der Klang seiner oder ihrer Stimme ist, erfahren wir, wie es ihm geht:
Fröhliche Stimmen klingen anders als niedergeschlagene, traurige anders als unbekümmerte und wütende wieder anders als liebevolle Stimmen.

"Wie will ich wissen, was du denkst, bevor ich nicht höre, was du sagst?", hat einmal ein Freund, der mit seiner Stimme gut umzugehen wusste, gesagt.
Da fühle ich mich als Christ besonders angesprochen.
Werde ich an dem, was und wie ich es sage, erkennbar sein – auch als Christ?

Oder schweige ich dann lieber, wenn es drauf ankommt, sich erkennen zu geben.
Wir leben in einer Zeit, in der es auf jede Stimme ankommt, die sich friedlich, gerecht und verantwortlich zu Wort meldet.
Vor allem sind es nicht immer unbedingt die lauten Stimmen, die im Recht sind.
Bekanntlich hört der Mensch zu denken auf, wenn er brüllt.

Oft sind es viele leise Stimmen, die die Welt verändern können.
Entscheidend ist, dass unser reden und unser Leben stimmig ist.
Darum wünsche ich Ihnen für diesen Tag eine gute, eine erkennbare, eine ehrliche Stimme.


Christoph Seele

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Elli
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Elli Offline

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17.12.2010 14:41
#122 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 17.12.2010 - Gelassenheit

"So eine Frechheit, so eine Gemeinheit" – denke ich oft – wenn sich wieder einmal ein Autofahrer frech und dreist an mir vorbeischmuggelt.

Ich stehe in einer langen Autoschlange, die sich an einer Ampelkreuzung auf einem der Dresdner Plätze jeden Tag bildet. Ganz vorne – ich kann es gerade noch erkennen – ganz vorne springt und schnippelt sich dieser Mitbürger in die Reihe der geduldig Wartenden ein und zack ist er bei dunkelgelb noch über den Platz gekommen. Dem würde ich jetzt gerne meine Meinung sagen, oder ihn auch mal so ausbremsen – Gleiches mit gleichem vergelten. Wer kennt das nicht?

Oft beschleicht uns ja dieses Gefühl besonders intensiv dann, wenn wir in der Rolle des Unterlegen, des Benachteiligten, des Ungerecht Behandelten sind. Das alte und bekannte Wort "Wie du mir, so ich dir" bringt dann alle Gefühle auf den Punkt.
Warum auch immer nur einstecken?

Wehren, widersprechen, protestieren, mindestens verbal zurückschlagen – all das sind Gefühle, die dann oben auf liegen. "Auge um Auge, Zahn um Zahn" – steht das nicht sogar schon in der Bibel?

Dabei weiß ich nur zu gut – wer Gleiches mit Gleichem vergilt, wird nie zu einer friedlichen Lösung kommen. Mit solch einem Schlagabtausch beginnt nur ein Kreislauf von Schlägen und Gegenschlägen, der oft in einer endlosen Spirale von Gewalt endet. Gut, dass es da auch noch andere Worte gibt, die nicht so militant, sondern viel mehr friedensstiftend sind:

Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, hat Jesus einmal seinen Zuhörerinnen und Zuhörern mit auf den Weg gegeben. Ist das nicht aber vollkommen Lebensfremd und steht gegen jede Vernunft? Lässt es sich danach leben?

Ich meine: Ja – weil nur mit solch einer Lebensmaxime und mit solchem Handeln der alltägliche Kampf um Sieg und Gewinn, um Erfolg und erste Plätze, durchbrochen werden kann. Wer zuletzt lacht, lacht am besten oder – in der Sprache der Bibel übersetzt: Die Letzten werden die Ersten sein. Nicht der Unterlegene ist immer der Dumme, nicht die Erfolgreichsten sind immer die Ersten. Darum hilft es auch, manchmal einen Schlag wegzustecken und – vielleicht sogar zu absoluten Erstaunen der Gegner – die Hand auszustrecken zur Versöhnung.

Christoph Seele

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Elli
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18.12.2010 10:01
#123 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Sonnabend, 18.12.2010 - Ohne Rast und Ruhe

Schnell weiter, weiter und weiter; nur nichts verpassen. Heute hier und morgen da. Immer auf der Suche, immer auf der Jagd, immer in Eile und Unruhe und Rastlosigkeit…

So jagen und hetzen, so fliegen und fahren, so planen und treiben wir rastlos durch unser Leben. Kein Wunder, dass die Zeit im wahrsten Sinn des Wortes wie im Flug vergeht. Ich weiß nicht mehr genau, wo ich diesen Satz gehört habe – er lässt mich seitdem nicht mehr los: "Manche Menschen haben Uhren und manche haben Zeit…." Das ist ein gewaltiger Unterschied. Uhren sind unbarmherzig. Sie zeigen uns an, wie unaufhaltsam die Zeit vergeht, Sekunde um Sekunde, Stunde um Stunde, Tag um Tag.

Sie ticken weiter, sie führen uns die Vergänglichkeit vor Augen, sie bestimmen weitestgehend unser Leben. Zumindest richten wir uns voll und ganz nach ihnen aus: Wann welcher Termin beginnt, wann wir beim Arzt sein müssen, wann der Bus abfährt, wie viel Zeit wir zum einkaufen haben, bis wann wir hier oder da sein müssen. Ohne Uhren wäre unsere Zeit undenkbar.
Aber es gibt ihn – diesen kleinen und feinen Unterschied zwischen Uhren und der Zeit. Was ihn ausmacht? Ob erst die Uhr und dann die Zeit, oder ob erst die Zeit und dann die Uhr kommt.

Wenn es so ist, dass wir uns Zeit lassen im Leben, dann können uns Uhren auch nicht drangsalieren. Dann nehmen wir uns die Zeit – zum Gespräch, zu ruhigen Begegnung, zur Entspannung und gelassenen Bewegung. Uhren sind dann allenfalls jener Mechanismus, der Verbindlichkeit untereinander schafft und den Tag und unser Tun in Ruhe strukturiert.

Es liegt an uns, zu welcher Menschengruppe wir uns zählen: Zu denen, die nach der Uhr leben oder die sich Zeit nehmen.

Solche Gelassenheit können wir uns leisten, denn die große Zeit unseres Lebens, die Spanne zwischen unserem Lebensanfang und Lebensende liegt ohnehin nicht in unseren Händen. Diese Zeit liegt allein in Gottes Hand.


Christoph Seele

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20.12.2010 12:40
#124 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 20.12.2010 - Das Warten hat ein Ende!

Schon am Montag auf Freitag warten. Man kann es auch das Robinson Syndrom nennen. Was sonst für wenig Arbeitseinsatz steht, dürfte sich in dieser Woche ins Gegenteil umkehren. Wir dürften diese Woche alle davon betroffen sein. Heute verbringt ein Mensch im Durchschnitt jeden Tag eine halbe Stunde mit warten. Ich warte auf grünes Licht an der Ampel im Berufsverkehr schon doppelt so lange wie sonst, ich warte an der Kassenschlange im Supermarkt, ich warte am Bahnhof auf den ICE und hoffe, dass er pünktlich abfährt oder ich warte auf den Anruf meines Arztes zuhause und hoffe das die Befunde gut sind. Umgerechnet auf meine Lebensjahre ergibt das mehr als zehntausend Stunden. Nicht immer habe ich aus ihnen das Beste gemacht. Ich bin meist sehr ungeduldig und warte nicht besonders gerne. Geradezu provozierend mutet da die Adventszeit an.
Ganze 4 Wochen warten wir nun schon. Vielleicht sind wir gerade deshalb so hektisch, weil wir das Warten nicht mehr aushalten können.
Und doch bin ich überzeugt, wo nicht mehr gewartet wird, da gibt es nicht auch nichts mehr zu erwarten, keine Zukunft, keine Wünsche und keine Hoffnung mehr. Alles muss in Null Komma nichts funktionieren, auch der Mensch. Pausenlose Betriebsamkeit ist Pflicht, und Warten ein Luxus, den sich nur noch wenige leisten können. In der Bibel wird viel und oft gewartet. Da sind Menschen in freudiger Erwartung: Maria etwa. Sie ist schwanger und wartet auf die Geburt ihres Kindes, dass Sie Jesus nennt. Auf ihn Warten Christen nicht nur an diesem Montag.


Thomas Borst

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21.12.2010 09:58
#125 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 21.12.2010 - Gott mit uns!

Riesige Erwartungen werden an Weihnachten gestellt. Die Sehnsucht nach Frieden und Geborgenheit eint oder trennt viele Menschen und Familien gerade in den kommenden Tagen.
Für viele ist es oft noch die einzige Gelegenheit im Jahr, wo sich die Familie versammelt und Gemeinschaft erlebt. Mal mehr oder weniger harmonisch.

Es ist auch eine Zeit in der sich viele schwer tun. Besonders für Menschen die alleine leben und oft keine oder wenig Anbindung an Ihre Familie haben. Andere Lebensentwürfe als die Eltern, den falschen Freund oder die falsche Freundin, straffällig im Gefängnis oder einfach abgetaucht. Ausgestoßen – vergessen.

Für Sie alle kann es eine Zeit der Krise und der Traurigkeit sein. Wenig nützt Ihnen da der Glanz der Weihnachtsmärkte, die mit Ihrem Gedränge und Geschäftstummel auch belastend sein können.
Wer aber beruflich stark eingebunden ist für den bleibt wenig Zeit selbst zur Ruhe zu kommen. Aber auch das Gegenteil kann bedrückend sein: gesellschaftlich ausgeschlossen durch Krankheit, Arbeitslosigkeit oder ein persönliches Schicksal.
Und gerade jetzt vor Weihnachten sehnen sich viele nach Wärme und Geborgenheit, nach Liebe und Zuneigung. Diese Sehnsucht ist in den Menschen seit ewigen Zeiten vorhanden.

Schon die Propheten im Alten Testament kannten diese Sehnsucht der Menschen. Sie lebten ganz in der freudigen Erwartung auf die Ankunft des Messias, des Erlösers.
Vieles davon kommt in den Advents- und Weihnachtsliedern zum Ausdruck. Oh komm, oh komm Immanuel.

Der Name Immanuel den der Prophet Jesaja hier benutzt heißt auf deutsch: Gott sei mit uns. Auch für uns heute morgen gilt diese Zusage. Auch für unsere Sorgen und Nöte des Alltags, für unsere Angst und Traurigkeit. Diese Zusage will uns verwandeln. Es ist die Begegnung mit etwas Tieferem und Größerem als wir.

Thomas Borst

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22.12.2010 12:20
#126 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 22.12.2010 - Genuss ohne Reue

Fernsehköche werden wie Popstars gefeiert und Promikochen ist in! Kochbücher sind ein äußerst beliebtes Geschenk – nicht nur an Weihnachten. Die kulinarischen Verführungen und Rezepte sind kaum noch zu übertreffen: Entenbrust auf Lebkuchenrisotto mit Hummerschaum.

Das Wasser läuft uns beim Zuhören schon im Munde zusammen. Dann gibt es immer noch die Klassiker wie knusprigen Gänsebraten mit grünen Klößen und Rotkraut, Karpfen, Schlesische Weißwürste oder Neunerlei im Erzgebirge. Die größte Küche ist häufig die Einfachste.

Wie vielfältig die Rezepte und Essenstraditionen sind zeigt schon eine Umfrage im Bekanntenkreis. In der Küche trennen sich Welten. Während die Einen stundenlang am Herd stehen, ist den Anderen die Zeit in der Küche zu schade und Sie bereiten schon vorher lieber Würstchen mit Kartoffelsalat vor, damit Sie Zeit für die Familie haben. Jede Familie hat bis heute Ihre eigene Tradition und gibt Sie von Generation zu Generation weiter. Gilt für die Einen exclusiv und genussvoll, steht bei Anderen traditionell und gut im Vordergrund. Essen drückt auch unsere Lebenseinstellung aus. Was solls, schließlich ist Weihnachten und unter dicken Pullovern lässt sich das Eine oder Andere Gramm Fett gut verstecken. Dabei ist Genuss nicht Alles!

Eigentlich weiß ich ja dass Dieses oder Jenes mir nicht guttut. Aber auch hier gilt, weniger ist oft mehr! Genuss ohne Reue ist eine Kunst.
Der Kampf gegen Plätzchen und Gänsebraten bekommt nicht nur meiner Gesundheit, sondern macht mich frei, dem zu danken, der mich auch sonst mit dem täglichen Brot versorgt und satt macht. Dabei dürfen wir unbedingt die nicht vergessen, für die ein Stück Brot immer noch Luxus ist.


Thomas Borst

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23.12.2010 10:02
#127 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 23.12.2010 - Keine Geschenke?
Wer jetzt noch keine Geschenke gekauft hat, der ist arm dran, könnte man meinen. Da hilft nur noch eins: rein ins Gewühl der Städte, der Parkhäuser, der Kaufhäuser. Das Weihnachtsgeschäft brummt in diesem Jahr wie noch nie berichtet mir die Verkäuferin im Kaufhaus. Am besten gehen Handys, Spielsachen und Parfüm. Für jeden etwas dabei, aber alles keine preiswerten Geschenke. Heben Sie den Kassenbon gut auf, falls Sie es umtauschen wollen, ruft Sie einer Kundin zu. Und dazu erst die üppigen Verpackungen, Schachteln und Einkaufstüten, Schleifchen hier, Glitzersterne dort.

Der Kaufrausch hat seinen Höhepunkt erreicht und spült heute und morgen nochmal etliche Millionen in die Kassen des Einzelhandels. Irgendwie merkwürdig, denke ich, weil ich immer wieder höre: Wir schenken uns nichts in diesem Jahr. Weil uns nichts einfällt oder weil wir alles haben oder weil wir uns keine Geschenke leisten können. Dann müsste eigentlich gähnende Leere in den Tempeln des Konsums sein.
Bei manchen Menschen in unserem Land bleibt der Platz unter dem Weihnachtsbaum leer – wenn Sie denn überhaupt in der warmen Wohnung und mit Baum feiern. Wenn das Geld weder für Ferien noch für den Zahnarzt reicht, gibt es auch keine Geschenke.

Für ein Weihnachtsgeschenk ist es nie zu spät: Eigentlich müsste Jesus Geschenke bekommen, denn an Weihnachten feiern wir seinen Geburtstag. Und Jesus hat gesagt welche Geschenke er haben will. Was Ihr den ärmsten meiner Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan. Liebe verschenken, Zeit opfern, anfangen zu teilen. Das sind die Geburtstagsgeschenke für Jesus und die Weihnachtsgeschenke für unsere Mitmenschen. Dass es jeder spürt: Gott hat uns lieb

Thomas Borst

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28.12.2010 09:40
#128 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 28.12.2010 - Fest der unschuldigen Kinder

Fest der unschuldigen Kinder, heißt es heute im liturgischen Kalender. Dazu passt eine Zeitungsmeldung von vor wenigen Tagen:

"Der israelische Archäologe Ehud Netzer, der 2007 das Grab von König Herodes dem Großen entdeckt hatte, ist tot. Der sechsundsiebzigjährige Emeritus war vor einigen Tagen bei einer Grabung im Festungspalast Herodium, unweit des Toten Meeres, die in die Tiefe gestürzt, als ein Geländer einbrach."

Der Name Herodes erscheint in der Bibel mehrmals und es gibt fünf verschiedene Herrscher, die so hießen. "In den Tagen des Herodes" heißt es bei Lukas als Zeitangabe für die Geburt des Täufers Johannes und seiner Enthauptung. (LK 1,5) Es ist dies Herodes-Antipas.

Auch wird der gleiche Herodes genannt in der Erzählung von den Weisen aus dem Morgenland (MT 2,1-12) und dem Kindermord in Bethlehem (Mt 2,15-18). Das entspricht in allem dem, was wir über den Herodes wissen, als eines misstrauischen und rücksichtslosen Charakters.

Bei Matthäus heißt es: "Als Herodes merkte, dass ihn die Sterndeuter getäuscht hatten, wurde er sehr zornig, und er ließ in Bethlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten, genau der Zeit entsprechend, die er von den Sterndeutern erfahren hatte." (Mt 2,16)

Unrühmlicher konnte dieser Herrscher nicht in die Geschichte eingehen. Deshalb klingt es wenige Zeilen später geradezu tröstlich, wenn es heißt: "Als Herodes gestorben war, erschien dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und zieh in das Land Israel, denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben, sind tot." (Mt 2,19-21)


Monsignore Eberhard Prause

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29.12.2010 18:24
#129 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 29.12.2010 - Bettelnd unterwegs

Harry heißt sein Hund. Bis auf ihr Alter passen sie irgendwie zusammen. Bescheiden, zurückhaltend und immer bettelnd unterwegs. Der Hund ist noch ganz jung und kam erst vor Kurzem dazu. Noch nie habe ich den Mann, den ich auf etwa 30 schätze, lachen gesehen, auch nicht, wenn ihm jemand etwas in seine ausgestreckte Hand legt. Immer dominiert sein bekümmertes Gesicht. Mit leicht schleifendem Gang ist er scheinbar den ganzen Tag unterwegs, immer bettelnd. Er stellt sich unaufdringlich jedem in den Weg, wobei man bei dem Stadtlärm kaum hört, was er sagt. Man weiß ja ohnehin, was er will. Das Wort Geld nimmt er nicht in den Mund, aber dass er sich etwas zu Essen kaufen möchte. Die Frage bleibt, wie viel er bekommen mag an einem Tag. Die meisten gehen kopfschüttelnd vorüber. Ihn entmutigt das scheinbar nicht. Auch nicht nach mehreren Jahren. Wer sich über erneutes Anbetteln beschwert, bekommt gesagt, er könne sich die vielen Menschen nicht merken.

Er sitzt nie, wie seine bettelnden dunkelhäutigen Konkurrenten, die sich alle so ähnlich sehen. Sie verschwinden schnell, wenn die Polizei kommt. Er nicht. Sie alle haben es in den Tagen schwer, wenn die Caritas und die Innere Mission ihre Helfer mit Sammelbüchsen und einem Ausweis ausgerüstet auf die Straßen und Plätze schicken. Da weiß man, wofür man gibt und dass geordnete Verhältnisse dahinter stehen. Aber wem gibt man bei dem Herrn mit dem Hund? Sein eingegipster Arm macht mich stutzig. "Ich hatte einen epileptischen Anfall und dabei ist es passiert", erklärt er ganz ungerührt.
Haben wir die Bettler, die wir verdienen? Mit welcher inneren Einstellung gehen wir an ihnen vorüber? Sind alle von ihnen Alkoholiker und undurchschaubare Gestalten, denen man nichts geben sollte? Was sagen wir zu den Bettlern unseren Kindern? Die meisten wirklich Armen bleiben zu Hause, sie zeigen es nicht. Viele schämen sich betteln zu gehen.

Als Kind musste ich betteln gehen. Ist das schwer. Es ist leichter einem Bettler Geld zu geben, als selbst zu betteln. Aber neben jedem Geld in meiner Tasche steht ein Bettler, ob ich ihn sehe oder nicht.


Monsignore Eberhard Prause

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30.12.2010 10:07
#130 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 30.12.2010 - Neubeginn mit sich selbst

Es ist die Zeit der jährlichen Rückblicke. Politik, Sport und das Showgeschäft haben es schon hinter sich. Es ist erstaunlich, was da alles zum Vorschein kommt, was ich schon längst vergessen hatte, besonders aus dem ersten Halbjahr 2010. Und so manches höre ich da zum ersten Mal. Vieles habe ich nicht mitbekommen und es interessiert mich auch nicht.

Was hat Ihnen, liebe Hörer, dieses Jahr gebracht? Was wird davon bleiben für die Zukunft? Wäre nicht auch ein ganz persönlicher Rückblick gut? Obwohl, Rückblicke sind eigentlich langweilig. Da wird aufgewärmt, was längst vorbei ist. Das soll interessant sein? Was interessiert mich das Gestern, sprechen wir lieber vom Morgen. Tja, aber da wissen wir so verdammt wenig. Wir können doch nicht Prophet spielen. Ich sehe was, was du nicht siehst - und das wird schön. Nein, das klappt nicht.

Also, was machen wir jetzt am Ende des Jahres 2010. Rückblick ist langweilig, Vorausblick geht nicht. Wie wäre es mit Standort, also was ist jetzt und heute am 30. Dezember mit uns? Eine Standortbestimmung wäre doch nicht schlecht. Das ist aber sehr anstrengend, sagen Sie? Ja, ich glaube da haben Sie recht. Lieber rückwärts gucken und vorwärts spekulieren, als mich im Jetzt und Heute und hier erwischen lassen. Das ist mir peinlich und ich habe auch keine Ausreden. Ich müsste selber für mich geradestehen und kann es auf keinen anderen schieben, warum ich so bin, wie ich bin.

Darum die erste Frage an mich und an Sie, liebe Hörer: Fühlen sie sich wohl in Ihrer Haut, heute am Ende des Jahres - und am Anfang eines neuen? Wollen wir uns mitnehmen, so wie wir sind? Oder möchten wir lieber raus aus dieser Haut, an Neujahr ein Neuer sein? Schluss mit allem und totaler Neuanfang?

Heute bin ich neu, kommt alle mit, die ihr das auch wollt, wir feiern ein großes Silvester- und Neujahrsfest mit Gesang und Tanz und ohne Alkohol, ganz frei im Kopf, und voller Freude im Herzen. Endlich ein neuer Mensch sein, eine neue Frau und ein neuer Mann. "Gott hilf mir, dass das glückt und ich glücklich werde." So meine Bitte heute.


Monsignore Eberhard Prause

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31.12.2010 10:37
#131 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 31.12.2010 - Silvester

Der letzte Tag des Jahres ist angebrochen, liebe Hörer. Und keiner ist darüber traurig. Es ist ein festlicher Tag, an dem gefeiert wird, dass die Schwarte kracht. Er endet meistens im Nebel des Alkohols und unter millionenfachem Krachen von Raketen und Böllern. Und die kosten sehr viel Geld und hinterlassen verdreckte Städte und Dörfer. Wozu das Ganze?

Sieht man es positiv, so offenbart sich darin geradezu grenzenlose Freude, die sich Luft machen willen durch Krach und Glanz der Raketen. Wir stehen an der Schwelle zu einem neuen Jahr und dürfen das noch erleben. "Und wieder beginnt ein neues Jahr und wir sind noch" heißt es in einem alten Gebet. Das ist angesichts der vielen, die das nicht mehr erleben können ein Grund zu überschwänglicher Freude. Wir sind noch da, wir leben noch. Das ‚noch’ zeigt aber an, es wird mal nicht so sein.

2011 tritt heut Nacht ungefragt in unser Leben. Es ist einfach da und macht uns um ein Jahr älter. Es gibt viele Menschen, die werden um Mitternacht sehr still. Sie wollen eher die Glocken läuten hören, als den Krach der Explosionen.
Mit diesem mitternächtlichen Lärm wollten abergläubische Menschen früher einmal die bösen und dunklen Geister vertreiben. Das ist heute nicht mehr so. Da ist es mehr die Freude am Spaß, einfach so, weil es viele so machen.

Dieses Jahr knallen wir nicht, sagt der Achtjährige, unsere Mutti ist doch gestorben. Wir gehen auf einen Hügel und sehen uns das Ganze von oben an. Das hatte auch Mutti sehr gern. Wir werden an diesem Abend für sie beten.

Und hast du an dem Abend keine Freude? Doch, ganz tief drinnen und ohne Worte, eher wie die Glocken und die ganz hohen Raketen, die die Nacht erleuchten. irgendwo da oben ist die Sonne und viel Licht ohne Krach.

Am Ende dieses Jahres, liebe Hörerinnen und Hörer, wünsche ich Ihnen, dass Sie ohne bittere und traurige Gedanken dieses Jahr 2010 verlassen und für das Schöne und Gute im Leben offen und dankbar sind. 2011 wird uns Gott näher bringen.


Monsignore Eberhard Prause

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03.01.2011 10:22
#132 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 03.01.2011 - Alltagstest für die guten Vorsätze

Die guten Vorsätze fürs neue Jahr müssen heute den ersten Alltagstest bestehen. Und? Wie geht es ihnen damit? Die Motivation ist groß und Ihr Wille stark? So eine Bewährungszeit hat ja durchaus ihren Reiz. Wenn man sich selbst überwindet, gewohnte Muster verlässt und sich Ziele steckt. In den Fitnessstudios herrscht ziemlicher Andrang. Und mancher Kioskbesitzer erwartet vor seiner Zigarettenauswahl und hinter den Schokoriegeln vergebens einige langjährige Stammkunden.

Das Schönste am guten Vorsatz ist die Vorstellung von der Veränderung, von dem, was sein wird, wenn ich ihn halten kann. Gesünder, leichter und fröhlicher werde ich dann sein. Schöner und attraktiver. Vielleicht wird das niemand sehen, aber ich, ich weiß, dass ich das kann: durchhalten, mein Ziel im Auge behalten und wirklich etwas ändern.

Viele gute Vorsätze sind von außen betrachtet eher eine Lachnummer. Früher ins Bett gehen, weniger Fernsehen, jeden Morgen etwas Gymnastik am offenen Fenster oder nur noch EINE Tasse Kaffee. Solche Vorhaben fordern den Spott der anderen beinahe heraus. Denn die meisten wirklichen Veränderungen gelingen kaum ohne zwingende Gründe. Wer es jedoch schafft, aus freien Stücken und eigenem Willen, liebgewordene Gewohnheiten aufzugeben, der verdient uneingeschränkte Bewunderung fürs Durchhalten, für die Willensleistung. Gelingen können solche guten Veränderungen aber nur, wenn man zu sich selbst gnädig ist und barmherzig. Gute Vorsätze brauchen Güte im Umgang mit dem eigenen Wollen. Gnade, Barmherzigkeit und Güte diese Regeln im Umgang mit seinen Menschen erwarten wir von Gott. Und wer will zu sich selber härter sein, als Gott? Der uns kleine Fehler verzeiht und so neue Kraft gibt zur Veränderung. Gnade, Barmherzigkeit und Güte vermitteln Hoffung und Zuversicht in das was kommt und lassen die Vorstellung von der Veränderung eines Tages wirklich zu dem werden, was dann tatsächlich anders und besser ist.


Karin Bertheau

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04.01.2011 10:08
#133 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 04.01.2011 - Partielle Sonnenfinsternis

Wenn heute die Sonne aufgeht ist es etwas dunkler als sonst. Wir finden diese teilweise Sonnenfinsternis interessant, denn wir sind darauf vorbereitet, wissen, was geschieht und dass es in wenigen Stunden vorbei sein wird. Und doch hat eine Sonnenfinsternis immer auch etwas Bedrohliches. Es wird dunkler und kälter und fühlt sich an wie der beginnende Weltuntergang. Die Bibel berichtet nur von einer einzigen Sonnenfinsternis, von Stunden in denen sich der Himmel vollkommen verdunkelte, in denen Gott sich von seiner Welt und seiner Schöpfung abwendete. Im Bericht über das Sterben Jesu am Kreuz heißt es: von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Mein Gott mein Gott, warum hast du mich verlassen! Und er starb. (Mt, 27,45 ff.) Diese Sonnenfinsternis kennzeichnet einen Moment der vollkommenen Gottverlassenheit. Sie ist der absolute Tiefpunkt des Neuen Testaments. In den ersten Jahrhunderten nach Jesu Tod hatten die Menschen solche Angst vor einer Sonnenfinsternis, dass der Kalender danach ausgerichtet wurde, dass niemals wieder eine Sonnenfinsternis auf einen Freitagnachmittag, auf die Sterbestunde Jesu, fallen sollte. Auch damals schon konnten die Astronomen dieses seltene Himmelsereignis genau berechnen. Warum? Auch hier hilft die Bibel. Denn der Herr, der Himmel und Erde geschaffen hat, hat auch Sonne und Mond geschaffen. Und Gott hat die Menschen den Lauf der Gestirne erforschen lassen.

Den Gang der Sterne und des Mondes und des Mittelpunktes des Himmels, der Sonne. Sie ist Sinnbild des Lebens, des Lichtes Gottes, ja Sinnbild für Gott selbst, für seine Verlässlichkeit und für den Tag der Auferstehung, den Sonntag. An dem das Leben den Tod überwindet wie das Licht die Dunkelheit und die Sonne heute morgen die etwas längere Dämmerung.

Karin Bertheau

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Elli
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05.01.2011 10:05
#134 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 05.01.2011 - Tag der Wintergöttin Perchta

In diesen ersten Januarnächten sind die Geister unterwegs, berichten alte Erzählungen. Gespenster, Hexen und Dämonen, eine wilde Jagd ziehe von Haus zu Haus und von Hof zu Hof. In manchen Gegenden ist dieser alte Volks- und Aberglaube in der Form von Maskenumzügen erhalten geblieben. Denn noch ist das neue Jahr jung und in seinen ersten Tagen und Nächten können die Weichen für die kommenden Monate gestellt werden.

Heute am so genannten Perchtentag, dem Tag der Wintergöttin Perchta wurden früher Häuser und Ställe ausgeräuchert, um diese bösen Geister zu vertreiben und so Krankheiten und Unglück vorzubeugen. Ganz Mutige empfahlen früher sogar, die Geister anzusprechen, sie zur Krippe mit dem Christkind zu schicken und ihnen notfalls für den langen Weg und um sie milde zu stimmen noch einen Reisegroschen mit zu geben.

Es ist erstaunlich, dass es dem Christentum nicht immer gelungen ist, die alten Volksbräuche abzulösen. Vielleicht weil auch sie Himmel und Erde näher zusammenführen. Und auch wir glauben ja, dass es in diesem Bereich zwischen Winterdunkelheit und Weihnachtslicht mehr gibt, als das, was nur unser Verstand erfassen kann. Auch wir haben Vorahnungen, Angst vor dunklen Augenblicken und davor, dass die Zukunft nicht nur Gutes bereithält. Auch wir beugen gerne dem Unglück vor, soweit das nur irgendwie möglich ist wollen wir es zumindest berechenbar machen, uns gegen Risiken versichern. Wir wissen, dass wir verletzlich sind und unser Leben Risse bekommen kann. Denn unser Lebensglück ruht ja nicht alleine auf Reichtum und Wohlstand. Gesundheit, guter Umgang mit den Mitmenschen, Geborgenheit bei anderen und Vertrauen in das Gute sind lebensnotwendige Grundlagen für eine gute Zukunft. Manche geschnitzte Geistermaske zeigt genau diese Ängste, ist Seelenbild auch für unsere eigenen Ängste. Sie anzuschauen und auszuhalten kann helfen, sie im Licht von Weihnachten in Mut und Zuversicht zu verwandeln.


Karin Bertheau

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Elli
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06.01.2011 09:45
#135 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 06.01.2011 - Sternsinger

Die Sternsinger brachten Kälte mit ins Wohnzimmer des Ferienhauses. Die drei Könige und ihr Sternträger stellten sich auf und sangen. Manchmal schrecklich falsch aber immer mutig und textsicher. Ihre Lieder berichteten vom Stern, der ihnen den Weg gezeigt hatte in den Stall von Bethlehem an die Krippe des neu geborenen Jesuskindes. Im warmen Wohnzimmer im Gebirge wirkte das etwas merkwürdig aber durchaus anrührend. Jedenfalls sammelte die Gruppe mit ihren Besuchen gute Spenden für bedürftige Kinder in Afrika oder Asien. Einer hatte immer eine Büchse dabei. Und dort wo die Heiligen Drei Könige ihre Geschenke verpackt hatten, lagen nun bereits die Gaben der Nachbarn und gaben die Eltern und Großeltern ihren Teil dazu.

Die Sternsingerkinder bekamen noch Plätzchen und etwas Warmes zu trinken. Und aus den stolzen Königen wurden für einige Minuten Kinder mit roten Backen und neugierigen Blicken, aber vor allem mit einem ernsthaften Anliegen. So wichtig war es ihnen, Gaben für andere zu sammeln und gute Wünsche für das Neue Jahr weiter zu geben, dass sie durch Eis und Schnee zogen, von Haus zu Haus, Stunde um Stunde und manchmal noch einen weiteren Nachmittag und noch einen. Wir Kinder musterten sie genau.

Hatte der große König schon etwas zuviel Glühwein bekommen? Und der kleine Schwarze hatte tatsächlich Ruß im Gesicht, das nun in dunklen Flecken auf den Fußboden tropfte, neben die Pfützen rund um die festen Schuhe. Beim Herausgehen zog der Größte ein Stück Kreide aus der Tasche und schrieb die neue Jahreszahl und ein C M B auf die Haustür. Christus segne dieses Haus, heißt das, sagte er. Manche merken sich das mit Kaspar Melchior und Balthasar. Und dass ihr das ja nicht abwischt, denn dann geht der Segen wieder raus. Das ganze Jahr über, in allen Ferien begleiten uns die weißen Kreide-Buchstaben. Manchmal steht da noch eine alte Jahreszahl, manchmal bröselt die Kreide. Doch es ist bis heute immer gut, das CMB anzuschauen und zu wissen um den Segen Gottes für uns und alle anderen Feriengäste.


Karin Bertheau

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07.01.2011 09:39
#136 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 07.01.2011 - Beten hilft

"Guter Gott begleite mich heute auf meinen Wegen." Wenn es morgens sehr kalt und rutschig ist, dann geht mir diese Bitte beim Verlassen des Hauses durch den Sinn. Im Winter bete ich mehr – jedenfalls kommt es mir so vor. Vor Stürzen auf glatten Wegen habe ich ziemliche Angst. Ich habe mich einfach zu oft dabei ernsthaft verletzt. Und in jedem Winter nehme ich mir vor, endlich das richtige Hinfallen zu lernen bei einem Trainer oder in einem Kurs.

Bisher hat ja Beten geholfen, aber Gottes guten Willen möchte ich nicht allzu sehr herausfordern. Die biblische Losung für heute trifft genau meine Angst: "behüte deine wunderbare Güte du Heiland derer, die dir vertrauen." (Psalm 17, 7 ff.) Und weiter heißt es in dem Psalm: "Erhalte meinen Gang auf deinen Wegen, dass meine Tritte nicht gleiten. Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel." Das ist DER passende biblische Zuspruch für alle, die so wie ich immer wieder mal auf eisigen Gehwegen und über glatte Fahrbahnen rutschen und doch versuchen, mit festem Tritt einen Fuß sicher vor den anderen zu setzen. – Manchmal findet sich in der Bibel eben genau das, was man braucht, so wie heute dieses biblische Lied unter der Überschrift ‚Hilferuf eines Unschuldigen’. Doch diese Worte jetzt als tägliches Gebet zu nutzen, traue ich mich nicht, das wäre zu einfach. Denn ich weiß, dass man biblische Sätze leicht missbraucht wenn man sie zu sehr für eigene Interessen benutzt. Statt aus dem Zitat nur meinen persönlichen Nutzen zu ziehen finde ich es deshalb viel spannender dass auch andere meine Ängste teilen. Schon vor langen Zeiten ähnliche Bitten an Gott hatten und die in Worte fassten, ja sogar in ein ganzes Lied. Ein Teil davon wird nun doch wohl auch mein Lied und Gebet um Beistand und Hilfe – jedenfalls so lange, bis ich wieder Zutrauen in die Sicherheit der eigenen Schritte habe.


Karin Bertheau

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08.01.2011 10:06
#137 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Sonnabend, 08.01.2011 - Frühlingsblumen im Winter

Jetzt ist wieder die Zeit der Tulpen. Schnittblumen habe ich unterm Jahr zwar nie zu Haue, aber in diesen Winterwochen, wenn die dunkelsten Tage vorbei sind, brauche ich einfach was Buntes und Lebendiges. Die Weihnachtsdekoration verschwindet wieder in den Kisten und in der leeren Wohnung fehlt dann ein bunter Akzent.

Einige Tulpen sind dann ein gutes Mittel für die Sehnsucht nach Farbe, nach steigenden Temperaturen und lebendigem Grün. Das frische Grün der Blätter und die großen leuchtenden Tulpenblüten im fahlen Januarlicht zeigen mir, dass die Tage länger werden und die Natur langsam wieder aufwacht. Und die Blumen sind so ein Zeichen der Hoffnung. In einigen Fenstern stehen nun auch Hyazinthen in bunten Gläsern, vorgezogen im Dunkel es Dezembers und nun in voller Blüte. Ein Wunder des Lebens, mitten im Winter. Sie verheißen, dass die Sehnsucht nach Leben die Dunkelheit überwindet und mit dem zunehmenden Licht Farben und Düfte wieder zurückkehren. Perfekt gegen das Grau überall.

Nun sind Tulpen ja schon lange keine Kostbarkeit mehr. So wie zu Beginn des 17. Jahrhunderts, als sie begehrte Modeblume waren, ihre Zwiebeln zu einem Spekulationsobjekt wurden und eine wahre Tulpenmanie entstand. Wenig später platzte diese Finanzblase. Und Tulpen wurden zur einfachen Zierpflanze. Bleibenden Wert jedoch haben sie als Frühlingsboten. Als Hoffnungsschimmer in trüber Winterzeit. Ihre Farben leuchten in die Dämmerung, geben Hoffnung auf das Gelingen der Zukunft und sind Vergewisserung, dass auch dieses Jahr des Herrn gut wird, Jahreszeiten haben wird und Sonnenschein.
In den ersten Versen des Johannesevangeliums heißt es von Jesus, in ihm war das Licht und das Leben war das Licht der Menschen und das Licht scheint in der Finsternis. Dieses Licht Gottes leuchtet aus seinen Geschöpfen, aus seinen Menschen ebenso wie aus seinen Blumen, ja, auch aus den Tulpen in der Vase auf meinem Wohnzimmertisch.




Karin Bertheau

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10.01.2011 11:27
#138 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 10.01.2011 - Ein Loblied auf die Toleranz

Gerhard Schöne, der Ihnen, liebe Hörer, sicher als Liedermacher bekannt ist, feiert heute seinen Geburtstag. In seinen Liedern feiert er das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen, mit all seinen Sonnen- und Schattenseiten und mit aller Gottnähe und Gottferne. Aber keines seiner Lieder rührt mich so sehr, wie das vom gelben Wellensittich und den Spatzen.

Gerhard Schöne singt: "Als mein gelber Wellensittich aus dem Fenster flog, hackte eine Schar von Spatzen auf ihn ein. Denn er sang wohl etwas anders und war nicht so grau wie sie, und das passt in Spatzenhirne nicht hinein."

Ich glaube nicht, liebe Hörer, dass es je einen von Spatzen verfolgten gelben Wellensittich im Leben vom Gerhard Schöne gab. Aber Spatzenhirnen ist er wohl allzu oft begegnet. An verschiedenen Beispielen wird in diesem Lied deutlich, wie Toleranz nicht aussieht!
In der letzten Strophe singt Gerhard Schöne von einer Mutter und ihrem behinderten Kind, die gemeinsam zum Kinderfasching gehen. Das Kind, ihr Sternentalerkind, freut sich an all den anderen Kindern und an der Musik, tanzt und ist glücklich – und mit ihm wohl auch die Mutter.

Aber dann treffen sie die Blicke der anderen Mütter: verächtlich, ablehnend, voll Unverständnis. Gibt es für eine Mutter etwas Schrecklicheres als zu spüren, wie das eigene Kind von anderen abgelehnt und ausgegrenzt wird? Mir kommen an dieser Stelle jedes Mal die Tränen, sosehr ergreift mich dieses Bild und so traurig macht es mich und so wütend. Immer wieder das gleiche Schema: wer anders ist, der wird zuerst einmal abgelehnt.
Wie kann man nur? Was soll denn das? Wo gibt’s denn so was?

Liebe Hörer, so was gibt es genau bei uns. Es wird immer Menschen geben, die nicht ins Bild passen, die anders sind und die uns verstören. Und das tut gut! Wie grau wäre es auf den Straßen und in unserem Leben. Wir brauchen die Andersdenkenden, anders Gekleideten, anders Lebenden. Im Nachhinein ehren wir sie oft als unsere großen Künstler, Erfinder und Reformer. Geht es nicht in Kirche und Gesellschaft, dass wir ihnen von Anfang an mit mehr Achtung und Respekt begegnen? Und dann wünsche ich mir so sehr und bete darum: "Du, unser Gott, schenke mir ein weites Herz! Nimm alles klein(Kariertes) und ängstliches Denken von mir. Lass mich dich im andern erkennen!"



Steffi Hoffmann

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11.01.2011 10:06
#139 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 11.01.2011 - Zum Geburtstag

Heute wird es drei Jahre alt – mein kleines Mädchen.
Liebe Hörer, das sind etwa 4.000 Mal Windeln wechseln, 20.000 Minuten Aufwischen und ein Urlaub weniger; so ein Kind kostet. Manchmal vor allem Nerven. Wenn der neue Parkettboden mit Filzstift großflächig bemalt wird und nicht wieder sauber zu kriegen ist, wenn anschließend die Blumenerde durch die ganze Wohnung getragen wird, und wenn dann noch nach minutenlanger Stille im Kinderzimmer plötzlich alle Taschenbücher zerrissen vorgefunden werden, wenn ... und so könnte ich noch stundenlang weitererzählen, und sie, liebe Eltern und Großeltern, nicken vielleicht gerade und stimmen mir zu – ja würden vermutlich gleich mit einstimmen und erzählen, was sie schon alles so erlebt haben!

Aber das ist nicht das Resümee, liebe Hörer, das ich heute anlässlich des Geburtstages meiner Tochter ziehen möchte.
Ich staune einfach.
Darüber, wie mein Kind wächst und reift, wie es lernt und begreift, wie es liebt und Liebe schenkt.
Ich staune darüber, wie ich durch dieses Kind beschenkt worden bin.

Dabei wäre es falsch zu glauben, der Zweck eines Kindes läge darin, die eigenen Eltern zu beglücken und deren Leben zu verschönern und angenehmer zu machen.
Elternsein, das ist vor allem eine lebenslange Verpflichtung: das heißt Dienst am Kind, und sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zurücknehmen.

Kinder sind keine Lückenfüller, kein Partnerersatz, keine eigene Lebensbestätigung. Sie müssen nicht die unerfüllten eigenen Lebenswünsche erfüllen, nicht werden wie die Eltern das wollen.

Durch uns Eltern sollen Kinder ahnen können wie Gott ist. Sie müssen spüren können, dass wir sie bedingungslos lieben, dass sie bei uns immer zuhause sind, egal was vorgefallen ist; sie sollen durch uns und durch unser Vorbild lernen, was es heißt, gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen, sich um andere Menschen und die Erde mit allem was auf ihr lebt, zu sorgen. Sie sollen durch uns Lebensmut und Lebensfreude erfahren und uns als Wegbegleiter an ihrer Seite wissen.

All das kann ich einer Dreijährigen vermutlich noch einfacher schenken als einer Dreizehn- oder Dreiundzwanzigjährigen. Ich hoffe, dass Gott mir dazu weiterhin Kraft und Tankstellen für mich und meine Nerven schenkt.

So wünsche ich heute allen Kindern gute Eltern und Erzieher, und allen Eltern und Erziehern, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden können, sich selbst von Gott beschenkt und geliebt wissen, und sie diese Liebe reichlich und bedingungslos an ihre Kinder weiterschenken können.


Steffi Hoffmann

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12.01.2011 16:54
#140 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 12.01.2011 - Adel verpflichtet

Wissen Sie, was mich ärgert?
Liebe Hörer, es bringt mich einfach jedes Mal auf die Palme. Ich kann mich gar nicht genug darüber aufregen. Immer wieder lese ich in Zeitungen davon, höre es im Radio oder sehe es mir im Fernsehen an, und es ärgert mich, wenn ich das Gefühl habe, dass einflussreiche Personen, nicht verantwortungsbewusst Stellung beziehen, unbedacht oder bedenkenlos ihre Meinung äußern. Wenn dabei Angst geschürt wird, Parolen wiedergekäut, Tatsachen falsch dargestellt werden.

Ich denke dabei an Politiker, aber auch an Unternehmer, an kirchliche Mitarbeiter, an Künstler, einfach an Personen, die – egal aus welchem Grund – innerhalb unserer Gesellschaft eine Funktion oder Position innehaben, die sie aus der Masse herausragen lässt.

"Noblesse oblige" – Adel verpflichtet.
Diese Redensart, dem Französischen entnommen, besagt, dass eine höhere gesellschaftliche Stellung zu entsprechender Verhaltensweise verpflichtet. Es geht also um gesellschaftliche Verantwortung, die jedem mündigen Bürger zuwächst. Doch je höher meine Position, je mehr Leute auf mich schauen, desto mehr verantwortliches Handeln wird von mir erwartet. Ich finde es deshalb in höchstem Maße unverantwortlich, wenn populäre Persönlichkeiten unbedacht ihren Senf zu brisanten Themen dazugeben ohne zu bedenken, welche Konsequenzen das mit sich bringt.

Einmal gehört oder gelesen bleiben Aussagen von bedeutenden Personen im Kopf und haben Einfluss auf die eigene Meinung.
Ich erwarte besonders von Politikern, aber auch von Führungskräften im Allgemeinen, angefangen vom Fußballtrainer, über den Chorleiter, hin zum Lehrer und Popstar, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Sie sind Menschen, auf die man schaut und deren Meinung Gewicht hat. Deshalb ist es so wichtig, dass gerade sie gut informiert sind, die Fakten kennen und sich dementsprechend ihre Meinung bilden und erst dann veröffentlichen.

Wie fatal ist es, wenn von Menschen in herausragenden Positionen populistisch, aufmerksamkeitsheischend oder sogar hetzend Stellung bezogen wird. Womöglich nur, um Schlagzeilen zu machen, gute Wahlergebnisse zu erzielen oder sich bei bestimmten Gruppen beliebt zu machen.

Doch ich will nicht nur mit dem Finger auf die anderen, auf "die da oben" zeigen. Wir alle haben Verantwortung. Jeder einzelne. Und das kann bedeuten: erst hören, dann erst einmal schweigen, dann antworten. Und das eigene Gewissen dabei nicht ausschalten.


Steffi Hoffmann

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