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Frannys Hanne Haller Fan-Forum

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Elli Offline

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Beiträge: 600

13.01.2011 10:09
#141 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 13.01.2011 - Guten-Morgen-Grüße

Es ist noch dunkel,
doch im Halbschlaf sehe ich einen kleinen bunten Schlafanzug, der unter meine Zudecke kriecht.
"Oh ne!", denke ich mir, und dreh mich noch mal um. Einfach weiterschlafen.
"Mama, soll ich dir mal was verraten? Ich verrat dir was: ich hab dich lieb!" flüstert es in mein Ohr.

Was für ein schöner Tagesanfang! Also nicht, dass ich gerne im Winter um kurz nach sechs im Dunkeln und in die Kälte hinein aufstehen möchte, aber lieber mit dieser Tagesbegrüßung als oh ne!
Liebe Hörer, vermutlich würden wir uns alle über so eine Begrüßung freuen! Dass mir einer am Morgen zuerst mal sagt, dass er mich gern hat. Ach ja, das wäre sooo schön ...

Aber überlege ich, wie ich selbst andere am Morgen oft begrüße, dann ist das für die bestimmt alles andere als schön.
Mit meiner Muffel-Laune nerve ich nur – mich selbst und andere. Dabei ist das Geheimrezept doch so einfach. 'Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.' Oder positiv formuliert: Was du dir für dich selbst wünschst, das tu du (auch) den anderen.

Was sind also die kleinen Dinge, über die ich mich selbst freue und durch die ich einem anderen v.a. zum Tagesbeginn auch etwas Gutes tun kann?
Das ist das vielgenannte aber selten realisierte Lächeln in der Straßenbahn, oder die aufgehaltene Tür am Kaufhaus oder eben ein liebes Wort am Morgen.

Alles Dinge, die gar nicht so schwer umzusetzen sind. Es gilt den inneren Schweinehund, die eigene Schüchternheit oder das Warten darauf, dass der andere zuerst ein gutes Wort an mich richtet, zu überwinden.

Am besten ist, SIE fangen gleich damit an. Heute, jetzt gleich, ohne Ausrede und Einwände. Setzen Sie eine kleine Weltrevolution in Gang, durch aufmerksame Gesten, die den Tag verschönern. Sagen Sie ihrem Partner, ihrem Kind, wie lieb sie sie haben; ihrem Arbeitskollegen, dass sie ihn mögen und schätzen, oder danken Sie dem Busfahrer, dass er Sie bei Wind und Wetter sicher ans Ziel bringt.
Und vergessen Sie nicht, es sich auch selbst zu sagen, wenn sie in den Spiegel schauen.

Und wenn sie morgens beten, sagen Sie es doch auch ihrem Gott einmal, dass sie ihn recht gern haben.
Sie dürfen sich sicher sein, im Grunde sagt er es ihnen auch jeden Morgen. Manchmal auch durch einem bunten Schlafanzug.


Steffi Hoffmann

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Elli
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14.01.2011 11:45
#142 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 14.01.2011

Bemerkenswert! Jemand sagt ungeniert: „Ich glaube.“ Er bekennt sich dazu, Gott sein Vertrauen zu schenken. Nicht von Gott zu lassen. Nicht von ihm lassen zu können. Und nicht von ihm lassen zu wollen. Ich glaube. Ungeniert bekennt sich dieser Mensch zu Gott. Und er bekennt freimütig: „Ich liebe den Herrn.“

Glaube meint in der Bibel eine Beziehung des Vertrauens. Oft ist unser Verständnis von Glaube meilenweit davon entfernt! Glaube als Mutmaßung, als unsicheres Wissen. Oder Glaube als Für-wahr-Halten von irgendwelchen Sätzen. Glaube findet im Kopf statt. Die Bibel aber verortet den Glauben im Herzen. Der Glaube des Herzens kennt letzte Gewissheiten. Und er wagt auch, diese Gott hinzuhalten und ihn daran zu erinnern, was er zugesagt hat.

Bewundernswert! Der Beter des 116. Psalms sagt sein „Ich glaube“ ohne Wenn und Aber. Er kann sein Leben nicht ohne seinen Gott denken. Und nichts kann ihn davon abbringen, seinem Herrn zu vertrauen. „Denn der Herr tut dir Gutes!“ erinnert er sich. Und er bezeugt in Anlehnung an ein Grundbekenntnis des Gottesvolkes: „Der Herr ist gnädig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig.“ Das ist seine letzte Gewissheit. Die lässt er sich nicht nehmen. Davon ist sein Herz erfüllt. Davon kann ihn darum nichts abbringen.

Die Lebenserfahrungen dieses Glaubenden sind sehr gemischt. Da ist nicht alles eitel Sonnenschein. O, nein! Erfahrungen von Dunkel und Todesbedrohung, von Schwachheit und Geplagtsein, Jammer und Not, Tränen und Verzagtheit klingen an. Würde der Beter klagen und Gott anklagen, könnten wir es ihm nicht übel nehmen. Aber kein Ton in diese Richtung.

„Ich glaube, auch wenn ich sage, ich werde sehr geplagt.“ Dieser Mensch hält nicht Gott seine beschwerlichen Lebenserfahrungen hin und macht sie ihm zum Vorhalt oder Vorwurf. Dieser Beter macht es gerade anders herum: Er widerspricht den Schwierigkeiten seines Lebens mit seinem Glauben. Er vergewissert sich in seinen Nöten, dass Gott da ist. Sein Gott, der ihm schon so viel Gutes tat. Sein Gott, der sein Bestes will. Sein Gott, der Heil und Leben schenkt, wie wir an Weihnachten sangen.

Vielleicht denken Sie jetzt: beneidenswert! Das kann ich gut verstehen. So glauben können, ja, das wär’s. In Schwierigkeiten und auch in äußerster Lebensgefahr so gelassen bleiben können, das wäre schön. Sich so loslassen können. Sich in solchem Vertrauen fallen lassen zu können. Sich Gott überlassen können. Wer das kann, ja, der ist beneidenswert.

Der Glaube kann’s. Liebe Hörerinnen und Hörer, ich wollte schon sagen: ein großer Glaube kann’s. Aber da habe ich mich ganz schnell korrigiert: Das kann der Glaube. Das kann der Glaube an unseren großen Gott. Unser Glaube kann schwach und klein sein. Unser Gott jedoch ist groß und auf ihn ist Verlass.

„Ich glaube, auch wenn ich sage, ich werde sehr geplagt.“ Dieses Wort steht in einem der Psalmen, die Jesus Christus beim letzten Mahl mit seinen Jüngern betete. Im Vertrauen, das aus ihm spricht, ging er den Weg durchs Leiden ans Kreuz. Sein Vertrauen wurde nicht enttäuscht. Er hat sich in dem, den er den Vater nannte, nicht getäuscht. Zwar wurde er sehr geplagt. Die Gottesferne des Kreuzes musste er ertragen. Und qualvoll sterben. Aber am dritten Tag wurde er von Gott mit „Heil und Leben“, mit unvergänglichen Leben beschenkt. Gottvertrauen wird belohnt!

Ich will glauben. Heute meinem Gott mein Vertrauen schenken. Heute mich meinem Gott ganz überlassen. Ja, ich will erfahren, dass mein Gott mich hält – und mich auch durch Schwierigkeiten durchträgt. Ich will sagen: ich glaube.


von Dekan Harald Klingler


"Ich glaube, auch wenn ich sage: Ich werde sehr geplag"
Psalm 116,10

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Elli
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15.01.2011 10:33
#143 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Samstag, 15.01.2011

,,Ruf doch mal an!” Unübersehbar war diese Aufforderung quer über die ganze Seitenwand eines Transporters geschrieben, der oft an unserem Haus vorbei fuhr. Ruf doch mal an! Die von der Telekom verstehen es, mit diesem freundlichen Hinweis Werbung für sich zu machen. Sie wollen mich animieren, noch öfter zum Telefonhörer zu greifen, als ich es ohnehin schon tue. Das erhöht den Umsatz.

Und trotzdem. Ruf doch mal an. Recht haben sie mit dieser Einladung. Wer anruft, nimmt Kontakt auf mit andern, bleibt nicht allein.
Wie wichtig das ist, erleben wir immer wieder im Seniorenkreis unserer Gemeinde. Bei jedem wöchentlichen Treffen gibt es regelmäßig einen ganz wichtigen Programmpunkt. „Grüße” heißt der. „Wer hat Grüße auszurichten?” wird gefragt. Und dann gibt es jedes Mal einige Grüße, die etwa so klingen: „Ich habe heute bei Frau Sowieso angerufen. Es geht ihr im Moment nicht besonders gut. Aber sie lässt herzlich grüßen und wünscht uns einen schönen Nachmittag.”

Und alle Zuhörenden spüren: Wie gut, wenn ich einen anrufen kann, um ihn zu informieren, oder wenn ich selbst Rat oder Hilfe brauche. Wie gut, wenn ich angerufen werde und merke: Ich bin nicht allein. Anrufen stellt Verbindung und Nähe her.

Das ist nicht nur im Verhältnis zu unseren Mitmenschen so. Anrufen stellt auch die Verbindung zu Gott her. ,,Der HERR Ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen.

Was heißt das? Unsere Kinder spielten früher manchmal ein Spiel, das mit der Frage begann: „Wenn ich zaubern könnte...!? Und dann malten sie sich aus, welche ungeahnten Möglichkeiten das Leben dann böte. Die Schulaufgaben würden von alleine fertig. Eltern und Lehrer würden alle kindlichen Wünsche erfüllen... Das wäre herrlich.

Ich habe den Eindruck dass manche Leute dieses „den HERRN anrufen” wie eine kindliche Zauberformel gebrauchen, die sie überall dort anwenden, wo sie in Schwierigkeiten oder in unangenehmen Situationen stecken. Sie meinen, sie könnten über Gott verfügen und ihn sich mit ihrer Formel dienstbar machen für ihre Pläne, Ziele, Wünsche.

Doch zum Anrufen gehört nicht nur das Reden, das Hören ist dabei genauso wichtig. „Beten ist nicht nur für Redegewandte, sondern für Hörfähige”, hat Jörg Zink einmal geschrieben. „Ernstlich beten” heißt also dabei auch hören auf den, der meine tiefsten Nöte und Bedürfnisse besser kennt als ich selber.

Wer hören gelernt hat, der wird das „den HERRN anrufen” nicht mehr missverstehen können als Formel, mit der man sich seine Wünsche erfüllen kann. Der wird diese Verheißung verstehen als das große Angebot Gottes, mit ihm ins Gespräch zu kommen über das eigene Leben, über seine Nöte und Freuden. Wer hören gelernt hat, der wird erfahren, dass Gott antwortet, dass er das Leben des Beters umgestaltet und neu macht. Der wird erfahren, dass Gott in allen Lebenssituationen nahe Ist. Der HERR Ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen.” Im Telefonbuch steht der Name dieses HERRN nicht. Macht nichts. Er ist auch ohne Telefon zu erreichen. Jederzeit Und der Anruf ist gebührenfrei. Ruf doch mal an! Zum Beispiel so:

„Lieber Vater im Himmel, ich danke dir, dass ich zu dir, dem HERRN „Vater” sagen darf und dass du weißt, was ich heute am Nötigsten brauche. Ich danke dir, dass ich mit dir reden darf und dass du mir antworten willst. Lass mich ein offenes Herz haben für dich. Lass mich deine Stimme hören können. Amen.“


von Pastor i. R. Harald Stein

Der HERR Ist nahe allen, die ihn anrufen,
die ihn ernstlich anrufen.

Psalm 145,18

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17.01.2011 08:57
#144 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 17.01.2011 - Mach mich zu Deinem Nächsten!

Es war ein einem verschneiten Januarmontag früh. Alle hatten es eilig, zur Arbeit zu kommen. Das Auto muss von Schnee und Eis befreit werden. Die, die zu Fuß unterwegs sind, brauchen auch länger, denn die Wege sind vereist und glatt.

Das ist kein guter Start in eine neue Woche. Und was ist das? Da liegt doch tatsächlich ein Mann im Schnee. Die Kleidung ist verschmutzt, die Plastiktüte abgewetzt. Was tun? Lieber schnell weitergehen. Lieber einen Bogen um ihn machen. Lieber die Straßenseite wechseln ... Das tun die meisten. Aber ein junger Mann im schicken Mantel geht nicht weiter. Er beugt sich zu dem Mann im Schnee, spricht ihn an. Er organisiert ein Taxi, das den anderen nach Hause bringt. Dann erst geht er weiter.

In der Bibel finde ich eine ähnliche Geschichte, die vom barmherzigen Samariter. Beide ließen mich neu darüber nachdenken, was es heißt, seinen Nächsten zu lieben, wie es uns als Gebot gegeben ist. Da steht geschrieben: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Wer ist mein Nächster? Ich kann ja unmöglich die ganze Welt retten. Ich kann mich nicht um alles und jeden kümmern. Damit würde ich mich maßlos überschätzen und überfordern. Wer ist mein Nächster? Ist das der, um den ich mich zu kümmern habe, für den ich mich verantwortlich fühle?

Es ist der, der Anspruch auf meine Zuwendung, meinen Zuspruch, meine Gegenwart hat. Und ich muss immer wieder neu entscheiden, wer das im konkreten Fall ist. Genau genommen lautet die Frage anders. Sie lautet: wem werde ich zum Nächsten? Der Impuls geht vom anderen aus. Der Andere beansprucht uns. Die Not des Anderen trifft mich. Er fragt mich an: Du kannst mich doch hier nicht liegen lassen! Mach mich zu Deinem Nächsten!


Katrin Hutzschenreuter

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18.01.2011 18:41
#145 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 18.01.2011 - Sich aufeinander verlassen

Freunde haben eingeladen. Sie sind gerade von einer Wüstentour in Marokko zurückgekommen und wollen uns einige Fotos zeigen. Wir hatten verabredet, dass wir auch landestypische Gerichte kochen, um ein wenig von der Atmosphäre des Landes ins kalte Mitteleuropa zu holen. So werkelten wir gemeinsam in der Küche, der Duft nach fremdländischen Gewürzen und Kräutern durchzog das Haus.

Schließlich saßen wir gemeinsam am Tisch. Es war ein fröhlicher Abend, und die gezeigten Fotos beeindruckten alle. Endlose Weite, rötlicher Sand und ein funkelnder Sternenhimmel waren da zu sehen. Es gab Bilder von den Kamelen, die das Gepäck und die Zelte trugen, andere zeigten den Koch, der mitten in der Wüste ein Abendessen zubereitete.

Eine Woche lang war die Wüste das Zuhause der Touristen. Sie beschrieben uns sehr anschaulich die Wunder dieser faszinierenden Landschaft. Jeden Tag schliefen sie an einem anderen Ort in einem Zelt oder unter freiem Himmel, bis sie schließlich wieder die Zivilisation erreichten. Jemand aus der Runde fragte: "Wusstet ihr denn, in welche Richtung ihr laufen musstet?" Die Antwort überraschte mich nicht: "Nein", sagten unsere Gastgeber. "Wir mussten uns darauf verlassen, dass der Leiter der Gruppe uns sicher an unser Ziel bringt".

Sich aufeinander verlassen, das hat viel mit Vertrauen zu tun. Unsere Gastgeber haben sich dem anderen ausgeliefert. Sie hatten eine Entscheidung getroffen und rückten nicht davon ab. Sie waren überzeugt, dass der, der den Weg kannte, sie nicht im Stich lassen würde. Wenn jemand schon einem Menschen so viel Vertrauen entgegenbringt, wie viel leichter sollte es dann mir fallen, meinem Gott zu vertrauen und ihm zuzutrauen, dass er weiß, welcher Weg gut für mich ist und mich ans Ziel bringt. So nehme ich heute den Satz aus der Bibel mit in den Tag, der heißt: "Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen!"
(Psalm 32, 8)


Katrin Hutzschenreuter

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19.01.2011 10:54
#146 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 19.01.2011 - Vorhaben fürs neue Jahr

Das neue Jahr ist gerade erst drei Wochen alt. Ich erinnere mich noch gut an die Tage zwischen den Jahren, wie man so schön sagt. Ein wenig Zeit wollte ich mir nehmen, um das Jahr in Gedanken an mir vorbeiziehen zu lasse. Ich dachte an Menschen, die mir wichtig geworden sind und die mich begleiten, ich dachte an fröhliche und traurige Erlebnisse. Begegnungen fielen mir ein, die mich prägten, Ereignisse, die meinem Leben eine andere Wendung gaben. Es tat mir gut, das alte Jahr zu verabschieden. Es war ein wenig Wehmut dabei, aber auch viel Freude und Dankbarkeit.

Dann schaute ich in meinen neuen Kalender und überlegte, was das neue Jahr wohl bringen wird. Ich übertrug Geburtstage und Adressen, schrieb schon jetzt feststehende Termine ein. Dann kam der schwere Teil. Was sollte ich mir für das neue Jahr vornehmen? Ein neues Jahr ohne gute Vorsätze scheint mir nicht rund zu sein. Vielleicht sollte ich mir vornehmen, öfter Sport zu treiben? Erfahrungsgemäss haben die meisten dieser Vorhaben eine kürzere Lebensdauer als die Reste der Silvesterraketen, die noch immer im Rinnstein liegen. Natürlich ist es löblich, sich etwas Gutes vorzunehmen. Aber ich bin auf der Suche nach einem Vorsatz, der länger hält als die Üblichen.

Vielleicht etwas, was sowohl dem Körper als auch dem Geist gut tut? Kontakte pflegen, Briefe schreiben fällt mir da ein. Aber ist das wirklich ein Vorsatz, eines neuen Jahres würdig?
Da fällt mein Blick auf den Spruch, der auf dem ersten Blatt des Kalenders gedruckt ist. Es ist die Jahreslosung, die die Christen der unterschiedlichen Glaubensrichtungen eint und sie durch das Jahr begleiten soll. Da muss ich schmunzeln. Hier finde ich etwas, was mir alle Kriterien zu erfüllen scheint, die ein Vorsatz haben sollte. Er soll ein ganzes Jahr füllen und der Seele gut tun. Dennt: "Lasse dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten."

Katrin Hutzschenreuter

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20.01.2011 17:41
#147 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 20.01.2011 - Für Gott ein Wohlgeruch

"Den kann ich nicht riechen", so sagt man oft, wenn man jemanden nicht besonders gern mag. Tatsächlich ist es durch Studien belegt, dass der Geruch eines Menschen über Sympathie oder Antipathie des Gegenübers entscheidet. Das läuft in Bruchteilen von Sekunden ab. Eine ganze Industrie hingegen lebt davon, dass die Menschen gut duften wollen. Meine Stimmung hebt sich, wenn ich mein Lieblingsparfüm benutze. Selbst ganz kleine Kinder erkennen ihre Mütter am spezifischen Geruch. Mein Patenkind borgt sich manchmal das Kopfkissen seiner Mutter aus, wenn die Eltern unterwegs sind. Der Geruch sei so tröstlich, sagt sie, sie kann dann ganz ruhig schlafen.

Geruch ist häufig mit Gefühlen verbunden und weckt Erinnerungen: Der salzige Geruch des Meeres lässt mich vom Urlaub träumen, der Duft von Lavendel erinnert mich an den wohl geordneten Wäscheschrank der Großmutter. Tausende von Gerüchen kann ein Mensch erkennen und sich merken. Das Riechen können hat noch eine weitere Funktion: Es kann vor Gefahren warnen. So kann erkannt werden, ob Lebensmittel verdorben sind oder gar etwas auf dem Herd anbrennt.

Aber Wohlgerüche ziehe ich eindeutig vor! Und ich wünsche mir, dass die Menschen, die mir wichtig sind, mich auch gut riechen können. Dazu ist es allerdings wenig hilfreich, mehr Parfüm aufzulegen. Was also kann ich tun, damit mich die anderen mögen, mich riechen können? Sicher fällt dazu jedem etwas anderes ein, niemand braucht dafür meine Tipps. Ermutigend finde ich, dass Gott mich gut riechen kann, so wie ich bin: Wir sind für Gott ein Wohlgeruch.

Katrin Hutzschenreuter

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21.01.2011 07:40
#148 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 21.01.2011 - Sehnsucht nach dem Gewohnten

Die Feiertage sind vorbei, der Weihnachtsbaum längst entsorgt, die Wohnung beinahe frei von Tannennadeln. Dabei können wir uns noch Zeit lassen mit dem Aufräumen, denn der sogenannte Weihnachtsfestkreis endet erst am 2. Februar. Solange darf der Stern im Fenster bleiben und auch die Himmlischen Heerscharen müssen noch nicht wieder in die Bodenkammer umziehen. Jedoch sind viele auch froh, dass die Feiertage vorbei sind, und damit meine ich nicht nur die Mitarbeiter des Einzelhandels.

Irgendwann kann das Außergewöhnliche zu viel werden, es kommt die Sehnsucht nach dem Gewohnten. Der Alltag braucht das Fest und das Fest den Alltag. Nur Alltägliches wäre ganz schön langweilig, aber nur Fest wäre auf Dauer ganz schön anstrengend. Die Rückkehr in die Normalität, ins Berufsleben, zum gewohnten Tagesablauf wird von vielen herbeigesehnt. So wie die Hirten von der Krippe zu ihren Herden zurückgingen, die Weisen sich auf den Heimweg machten, die Engel wieder in den Himmel zurückkehrten, so wird es auch für mich Zeit für den gewohnten Trott.

Ja, wir brauchen die Feiertage, sie waren dicht, schön und intensiv. Entscheidend ist für mich die Frage nach dem, was bleibt. Hat das Fest meinen Alltag verändert? Weihnachten ist ein Fest mit Konsequenzen, und wenn wir Weihnachten gefeiert haben, dann können und dürfen wir uns auf diese Konsequenzen einlassen. Wir dürfen zuversichtlicher, getrösteter, hoffender in unser normales Leben gehen. Ich verlasse mich darauf, dass Gott mit mir mitgeht, in meinen Alltag hinein, auch wenn Weihnachten längst vorbei ist.

Das Licht, das von der Krippe her scheint, will weiter strahlen, auch wenn längst aller Schmuck weg ist. Es will mein und Ihr Leben heller machen. Gott will mit uns sein, an jedem Tag des Jahres.


Katrin Hutzschenreuter

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22.01.2011 12:07
#149 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Sonnabend, 22.01.2011 - Hingabe

Kürzlich las ich von einer Frau, die in ihrer Wohnung Kärtchen mit Worten platziert hatte.
Ausgefallene Worte fanden sich da, Worte, die wahrscheinlich leider kaum noch verwendet werden, und solche, die es wert sind, bewahrt zu werden. Eines davon hieß "Hingabe". In Schönschrift geschrieben, lehnt es auf dem Schreibtisch an einer Bücherreihe, so schreibt sie. Als ich das las, war ich selber rastlos, unruhig und gehetzt. Dieser Begriff passte gar nicht zu mir, zu meiner Situation.

Hingabe? Was steckt alles darin! Sich geben steckt darin, viel Gefühl. Zu viel Gefühl? Soll ich nur in diesem Moment leben, mich ihm ganz geben? Mich hin – geben? Dazu fehlte mir die Ruhe. Ich musste noch so viel schaffen! Dennoch nahm ich dieses Wort in mich auf. Es lies mir keine Ruhe, klang in mir nach. Plötzlich schlich sich die Hingabe in meinen Alltag. Hingabe an ein Thema, an eine Aufgabe. Ich versuchte, mich nicht mehr ablenken zu lassen. Eines nach dem anderen sollte erledigt werden, aber eben nicht mehr alles gleichzeitig. Es gibt Dinge, die aufgeschoben werden können: die Mail kann ich später lesen, der Anrufer, der in der Leitung wartet, kann zurückgerufen werden. Genießen, was man tut, das wurde plötzlich wichtig für mich. Ich war erstaunt. Ich merkte, wie sich Ruhe in mir ausbreitete.

Hingabe. Ein Wort, das mir vom Aussterben bedroht scheint. Sich geben, in dem Moment leben, das Innehalten gönnen. Für meinen Tag heute möchte ich es so sagen: Alles, was ich heute tue, ist wichtig. Schließlich gebe ich einen ganzen Tag meines Lebens dafür.


Katrin Hutzschenreuter

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24.01.2011 10:10
#150 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 24.01.2011 - Träume verwirklichen

Sie hatten einen Traum. Wollten das erste deutsche Passagierflugzeug mit Düsenantrieb bauen. Und das in Sachsen. Die Hamburger Zeitung "Welt" sprach von einem Wirtschaftswunder in den Flugzeugwerken Dresden. Mein eigener Vater hat mit dafür gearbeitet. In meiner Kindheit erzählte er mir davon. Ich spürte, wie er begeistert und zugleich betroffen war. Denn vier Menschen hat es das Leben gekostet. Sie sind bei einem Testflug abgestürzt und starben. Ein tragischer Unfall. Für mich nie ganz und gar aufgeklärt. In diesem Jahr sind es 60 Jahre her, dass das Projekt beendet wurde. Kostengründe und die politische Situation ließen die weitere Entwicklung der B 152 nicht zu. Schade.

Hatten jetzt die Skeptiker recht? Die sagen: Träume sind nur Schäume. Nein. Dieses Team um Brunholf Baade und Fritz Freytag waren ihrer Zeit voraus. Ihr Traum war nicht umsonst. In einer von Krieg deprimierten und von sowjetischer Fremdherrschaft diktierten Zeit schauten sie in die Zukunft. Die Bibel nennt so etwas Zuversicht. Aus Trümmern heraus die Zukunft sehen, obwohl sie noch nicht da ist. Und etwas tun, um die Träume zu verwirklichen.

Es gibt viel zu viele, die sagen: Das klappt sowieso nicht. Dies kann nicht funktionieren. Ein Chor der Resignierten. Zuversicht, Träume haben. Diese Fähigkeit braucht es auch heute. Im persönlichen Leben und in der Gesellschaft. Gott hat soviel an Kreativität und Ideen in uns Menschen gelegt. Manches kommt einem verrückt und unmöglich vor. Dennoch! Fangen Sie an in ihrer Phantasie Unmögliches als möglich zu denken. Setzen sie den ersten Schritt um einen Traum zu verwirklichen. Das Team der Flugzeugbauer von Dresden tat es.

(Sie haben das erste deutsche düsengetriebenen Passagierflugzeug konstruiert, gebaut und geflogen. Von Kindheit an bis ich von zu Hause auszog hing das Flugzeugmodell der B 152 in meinem Zimmer.
Es hat mich daran erinnert: Unmögliches ist machbar. Träume kann ich angehen.)


Michael Kuhn

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25.01.2011 09:08
#151 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 25.01.2011 - Fanatisch

Er war ein religiöser Hartliner. Andersgläubige hat er verhaften lassen. Klar ging alles korrekt zu. Die Obrigkeit war auf seiner Seite. Und er selbst hat sich die Hände nicht schmutzig gemacht. Der von ihm gelenkte Volkszorn erledigte das für ihn. Ja, es gab auch Tote.

Aber er kämpfte ja für die richtige und gerechte Sache. Er tat es für Gott. Der war auf seiner Seite. So dachte er. Fanatiker wie ihn gibt es auch heute wieder. Leute, die meinen im Namen Gottes andere bevormunden, einsperren und sogar töten zu können. Aber Gott hat nicht mit gespielt. Schoss ihm einen vor den Bug.

Holte ihn runter vom hohen Ross. Ließ nicht zu, dass er ihn für seine eigenen Interessen missbrauchte. Gott entlarvt die Motive solcher Wächter des Glaubens. Ihnen geht es um eigene Macht gepaart mit Geltungsbedürfnis. Gott machte deutlich, dass dies nicht sein Weg ist mit anders Denkenden umzugehen. Christen aller Konfessionen denken.

Heute an diesen Mann Saulus von Tarsus. Obwohl er eine hohe Bildung erfahren hatte. Und mit allen Wassern der Philosophie gewaschen war, wurde er ein gefährlicher Radikaler. Bis ihn Gott stoppte. Saulus machte eine Erfahrung mit Jesus Christus. Dies veränderte sein Leben grundlegend. Aus dem Saulus wurde ein Paulus.

Ein Christ - einer von denen, die er so lange bekämpft hat.
Für Gott kämpfe er weiter. Aber jetzt nicht mehr mit den Mitteln der Macht und Gewalt. Er setzt auf Dialog mit anders Denkenden. Argumentierte mit Worten. Paulus brachte das Christentum nach Europa. Dies beeinflusst unser Leben bis heute. Und er entdeckte die Macht der Liebe Gottes. Die harte Herzen aufbrechen lässt. Menschen so nachhaltig verändert, wie er es selbst erlebt hat. Von ihm haben wir den grandiosesten Text über die gewaltige Kraft der Liebe. Sie finden ihn im zweiten Teil der Bibel. Im ersten Brief an die Korinther im 13. Kapitel. Das zu lesen und zu bedenken lohnt sich.
Selbst wenn man kein Christ ist. Und Gott noch nicht kennt.

Michael Kuhn

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26.01.2011 12:35
#152 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 26.01.2011 - Liebe im Alter

Schmetterlinge im Bauch. Dass sie das noch mal erleben würden, hatten die beiden nicht mehr geglaubt. Sie waren sich beim spazieren gehen begegnet. Irgendwie hat es gefunkt. Nach mehreren Jahren des Alleinseins, kam es wie ein neuer Frühling. Und das mit 78 und 82 Jahren. Häufige Treffen. Bis sie es nicht mehr aushielten. Sie wollten jeden Tag zusammen sein. Gemeinsam leben, die vielleicht wenigen Tage, die ihnen noch blieben.

Schon auf den ersten Seiten der Bibel lesen wir: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Das gilt auch für Menschen im reifen Alter. Viele Fragen brachen auf. Soll man eine Wohnung aufgeben? Zusammen ziehen? Oder braucht man sein Rückzugsgebiet? Und wie wird die Umgebung reagieren? Vor allem die Kinder. Seine fanden es gut. Die Söhne der Frau unterstützten am Anfang ihre Mutter. Aber als deutlich wurde, dass es keine Freundschaft oder nur eine platonische Beziehung ist, wurde es schwierig. Das ihre Mutter mit 78 noch einmal den Wunsch nach sexueller Zärtlichkeit und Intimität hat, passte nicht ins Bild. Diese Vorstellung war so fremd. Die Söhne der Frau sind nicht die Einzigen, die in unserer Gesellschaft mit Sexualität im Alter in ihrem Denken Probleme haben. Aber warum eigentlich? Ist doch die Liebe in all ihren Äußerungen, auch denen der Sexualität, eine große Kraft. Ja – ein Jungbrunnen. Die beiden sind noch mal so richtig aufgeblüht. Gemeinsame Theaterbesuche, Ausflüge und ein schöner Urlaub am Mittelmeer in trüben Tagen. All das haben sie sich gegönnt. Und dann im Urlaub bei einem schönen Abendessen hat er ihr einen Heiratsantrag gemacht. Ganz romantisch.

Die Hochzeit war ein großes Fest. Das ganze Programm mit Kleid, Kirche und Glocken. Alle Kinder mit ihren Familien waren da. Ein Nach- und Umdenken hatte eingesetzt. Na klar sind zwischen den Beiden auch Probleme aufgetaucht. Alte Gewohnheiten sind schwer abzustellen. Vor allem wenn man viele Jahre allein gelebt hat.

Ihre Liebe hat die Kraft auch das zu meistern. Sie wissen, wie wichtig diese Beziehung für sie ist. Es ist nicht gut wenn der Mensch allein sei.


Michael Kuhn

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27.01.2011 11:50
#153 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 27.01.2011 - Menschenwürde

Vieles, was uns im Leben selbstverständlich ist, vermissen wir erst, wenn es uns genommen wird oder wir es verlieren. Einer dieser kostbaren und doch nicht immer bewussten Werte ist die Menschenwürde. Weil ich Mensch bin, habe ich das Recht in Würde zu leben. Das Recht mich entfalten und entwickeln zu können. Für uns so selbstverständlich. In der Verfassung garantiert. Und doch immer wieder bedroht. Vor 78 Jahren wurden die Menschenrechte für eine Zeit in Deutschland sogar völlig abgeschafft. Es begann 1933 mit den Arierparagraphen. Jüdische und nicht arische Beamte und Mitarbeiter in leitenden, öffentlichen Positionen wurden ausgegrenzt.

Die Nürnberger Rassengesetze von 1935 klangen harmlos. "Gesetz zur Reinhaltung der arischen Rasse". Darin wurden die rechtlichen Grundlagen für die Verletzung der Menschenwürde geschaffen. Es muss ja alles seine Ordnung haben. Menschen wurden nach ihrer Rasse klassifiziert. Juden, Sinti und Roma wurde das Recht Mensch zu sein abgesprochen. Begriffe wie Untermensch oder Ungeziefer wurden verwendet. Später führte das in die millionenfache Vernichtung von "lebensunwertem Leben", wie es die selbsternannten Herrenmenschen bezeichneten. Der Wahnsinn endete erst 1945.

Heute am internationalen Holocaustgedenktag erinnern wir uns daran. Die rote Armee befreite vor 66 Jahren die überlebenden Häftlinge des Vernichtungslagers Auschwitz. In vielen Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Lesungen und Gottesdiensten wird in unserem Land des Völkermords gedacht. Denn wir müssen sensibel bleiben.

Für mich läuten alle Alarmglocken, wenn Menschen wieder klassifiziert werden. Ob aus rassistischen, religiösen oder ökonomischen Erwägungen. Der Mensch hat eine Würde, weil er Mensch ist. Geschöpf Gottes - mit einem Wert an sich. Unantastbar. Wenn sie heute an öffentlichen Gebäuden vorbei gehen, und die Fahnen auf Halbmast sehen, erinnern sie sich an das so Wertvolle und immer wieder bedrohte Gut der Menschenwürde.

Michael Kuhn

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31.01.2011 11:42
#154 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 31.01.2011 - Der Don Bosco von Dachau

Verehrte Hörer! Die katholische Kirche gedenkt heute des heiligen Johannes Bosco, der sich in den schlimmen Jahren des aufblühenden Industriezeitalters in Turin der gefährdeten Jugendlichen annahm. Seine Ausstrahlung muss faszinierend gewesen sein. Schon als Kind und Jugendlicher hat er durch artistische Kunststücke und Zaubertricks Menschen fasziniert.

Den jungen Dresdner Kaplan Alojs Andritzki bezeichneten Zeitgenossen als den "Don Bosco von Dachau". Er war mit 26 Jahren von der Gestapo verhaftet und nach einer halbjährigen Gefängnisstrafe wegen angeblicher Volksverhetzung in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert worden. Dort starb er am 3. Februar 1943 durch eine Giftspritze. Er war ein vielseitig begabter Mann, der als Jugendseelsorger in Dresden nur kurz Zeit wirken konnte. Aber er begeisterte. Aus einem tiefen Glauben, lebte er überzeugend sein Christsein. Er war sportlich. Sein Wagemut begeisterte viele. Der Sprung vom Zehnmeterturm war für ihn eine Selbstverständlichkeit. Bei den Kapellknaben, deren Präfekt er war, wurde er seiner akrobatischen Leistungen wegen bewundert. So kam es vor, dass er im Handstand über die voll gedeckte Mittagstafel lief.

Pater Maurus Münch, ein Mitgefangener im KZ, schrieb nach seiner Entlassung:
"Alojs war ein glänzender Turner. Mit einigen Saltos schwang er sich leicht auf seinen Strohsack im dritten Stockwerk. Mit seinen tollen akrobatischen Leistungen war er ein Don Bosco mitten unter den Mitgefangenen. Sein zuvorkommendes frohes Wesen heiterte auf und steckte an. Wo andere beim Waschraumdienst stöhnten, hatte er nur ein helles Lachen. Und immer hatte er auch dabei noch ein frohes Wort und einen feinen Witz auf den Lippen. Wer ihn am Morgen sah, ward froh für den ganzen Tag."

Verehrte Hörer, vielleicht können auch wir heute etwas von dieser inneren Freude weitergeben.


Dompfarrer Klemens Ullmann

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01.02.2011 10:14
#155 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 01.02.2011 - Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen

Verehrte Hörer,

ich möchte Ihnen heute von Alojs Andritzki erzählen, einem jungen katholischen Geistlichen aus Dresden.
Aus dem sorbischen Volk stammend, wurde er 1939 im Dom von Bautzen zum Priester geweiht und als Jugendseelsorger an der Hofkirche in Dresden eingesetzt. Besonders die Kapellknaben waren ihm anvertraut. Er war hochbegabt und sportlich. Wie ein Magnet zog er in den Jahren des ideologischen Kampfes der Nazi-Zeit junge Menschen an, denen er den wahren Weg zum Glück weisen wollte. Nach einem Weihnachtsspiel, das er mit Jugendlichen einstudiert hatte, wurde er im Januar 1941 bei der Gestapo vorgeladen und schließlich wegen angeblicher "Volksverhetzung" zu einem halben Jahr Gefängnis verurteilt.

Am Tag seiner Haftentlassung wurde er wiederum von der Gestapo ins Polizeigefängnis in Dresden gebracht.

Für Alojs Andritzki war das eine sehr ernste und entscheidende Stunde, denn man machte ihm das verlockende Angebot, seine Fähigkeiten und Begabungen nun nicht mehr der christlichen Jugend zuzuwenden, sondern sich in die Arbeit bei der faschistischen Hitlerjugend einzubringen. Wenn nicht, drohte ihm die Einlieferung in das Konzentrationslager Dachau, wo man die meisten Geistlichen inhaftiert hatte. Alois hat das Angebot abgelehnt. Er wollte nicht zum Judas werden.
Welche konsequente Haltung! Welches Bekenntnis!

Aus dem Konzentrationslager schreibt Alojs Andritzki ein Jahr vor seinem Tod: "Wenn der Herr scheinbar sein Antlitz von uns gewendet hat und wir gleichsam zu Boden gedrückt sind, lassen wir uns nicht beirren in der Liebe unseres himmlischen Vaters. Wenn wir aber jetzt nicht gerade als Sämann wirken können, so wollen wir wenigstens das Samenkorn sein, um zur Zeit der Ernte vielfältige Frucht zu bringen. So sind wir allzeit an jedem Ort fähig, dem Herrn und seiner Kirche zu dienen."

Verehrte Hörer, ich wünsche Ihnen heute einen guten, gesegneten Tag.


Dompfarrer Klemens Ullmann

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02.02.2011 09:03
#156 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 02.02.2011 - Lichträger in der Finsternis

Verehrte Hörer!
Wir feiern heute das Fest Mariä Lichtmess. Die Tage werden länger. Der Frühling lässt sicher noch lange auf sich warten. Aber die Sonne steigt unaufhaltsam höher.

Ich möchte Ihnen heute von einer anderen Sonne sprechen. Seit urchristlichen Zeiten wird Christus als "die Sonne des Heils" bezeichnet.
Er ist das "Licht zur Erleuchtung der Heiden".
Er kam, um Licht in unsere oft so dunkle Welt zu bringen.

Von einem, der dieses Christus-Licht weitergetragen hat, möchte ich Ihnen erzählen.
Es ist der junge katholische Geistliche Alojs Andritzki, der mit 26 Jahren von der Nazi-Justiz wegen angeblicher böswilliger Äußerungen nach dem sogenannten "Heimtückegesetz" verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert wurde. Dort starb er als Märtyrer an den Folgen einer Giftspritze am 3. Februar 1943.

Ein überlebender Mitgefangener, der zur gleichen Zeit in Dachau eingeliefert wurde, berichtet uns von ihm:
"Auf der Fahrt nach Dachau trafen wir hinter Nürnberg zu zwölf Priestern im Zug zusammen. Am Fenster saß unser Benjamin. Er stellte sich vor mit den Worten: "Alojs Andritzki, Kaplan an der Hofkirche in Dresden".

Drei Dinge gelobten wir uns in den ersten Tagen im KZ: Wir wollen nie klagen! Wir wollen nie unsere Haltung preisgeben! Wir wollen keinen Augenblick vergessen, dass wir Priester sind! Alojs hat es gehalten, heroisch und groß!

Auf einer Spruchkarte las ich: "Es ist besser ein Licht zu entzünden als über die Dunkelheit zu klagen". Alojs Andritzki war ein Lichtträger in finsterer Zeit, weil er in seinem tiefen Glauben Christus als das Licht erkannt hatte, der ihm auch in der Dunkelheit leuchtender Stern war.
Zünden wir doch heute ein Licht an, das die Herzen froh machen kann.


Dompfarrer Klemens Ullmann

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03.02.2011 09:44
#157 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 03.02.2011 - Gestorben für das Evangelium Jesu Christi

Verehrte Hörer!

Ich erzähle Ihnen in dieser Woche von einem jungen katholischen Priester, der nur kurze Zeit als Jugendseelsorger in Dresden wirken konnte: Alojs Andritzki. Er stammte aus dem sorbischen Dorf Radibor bei Bautzen, wo er aufgewachsen ist. Heute vor 68 Jahren starb er im Konzentrationslager in Dachau. Er war erst 28 Jahre alt. Über sein Sterben und seinen Tod kennen wir Berichte von mitgefangenen Zeitzeugen, die das Grauen des KZ überlebt haben.

In den Hunger-Jahren 1942/43 erkrankten viele Gefangene durch Entkräftung an Hungertyphus. Pfarrer Hermann Scheipers, der letzte Überlebende des Priesterblocks, berichtet von seinem letzten Zusammentreffen mit Alois, wo dieser ihn bat: "Du, wir wollen sehen, dass wir zusammen bleiben."

Obwohl schon erkrankt, meldete er sich erst im Januar 1943 im Invalidenblock.
Jeder der Inhaftierten wusste: Wer auf diesem Revier landet, ist dem sicheren Tod ausgeliefert, denn von hier aus hat man die Arbeitsunfähigen in die Gaskammern zur Vernichtung geschickt. –

Durch die Erkrankung vom sicheren Tod gezeichnet, verlangte Alojs Andritzki nach den Sterbesakramenten. Diese Bitte wurde jedoch abgelehnt.
Wastl, der Wärter, selbst politischer Gefangener, verpasste ihm eine Giftspritze, an der er starb. Morgens um vier Uhr begann sein Todesröcheln. Dann hatte er ausgelitten. Das war am 3. Februar 1943.

Wenige Wochen vorher schrieb Andritzki aus Dachau an einen Jugendlichen, der inzwischen zum Kriegsdienst eingezogen war:
"Es ist wohl eine eigenartige Fügung Gottes, dass alles so gekommen ist. Der liebe Bruder Alfons - sein leiblicher Bruder - ist gefallen, ich bin hier in Bewährung und Geduld und Du im Feld des Kampfes, aber allzeit bekennend >Dein Wille geschehe<. Da kann nichts fehlgehen, alles ist gut und wird gut."

Ja, alles wird gut! Diese Zuversicht wünsche ich Ihnen für heute.


Dompfarrer Klemens Ullmann

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04.02.2011 09:52
#158 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 04.02.2011 - Gottes Reich in die Welt tragen

Verehrte Hörer,

von dem am 3. Februar 1943 im Konzentrationslager Dachau umgebrachten Dresdner Kaplan Alojs Andritzki ist des Wort überliefert: "Wenn sich die Zeiten wieder normalisieren, dann möchte ich das Reich Gottes als Flieger in alle Enden der Welt tragen."

Dieses Wort passte zu ihm.
Er war ein Draufgänger, der voll Begeisterung mit beiden Beinen in der Welt stand. Es war ja noch die Anfangszeit der Fliegerei. Wie sollte sich ein junger, sportlich begabter Mensch nicht dafür begeistern. Aber seine innere Stimme, die
ihn zum geistlichen Beruf führte, schloss für ihn diese neue technische Errungenschaft für die Verkündigung des Gottesreiches nicht aus.

Aber wie anders ist der Lebensweg von Alojs Andritzki verlaufen. Nicht die "weite Welt" und die "Enden der Erde" waren Zielorte seines Lebens geworden, sondern die enge, grausame Welt des Konzentrationslagers Dachau.
Wie wichtig ist ihm dieses Leben gerade dort geworden, wo so viel Leid, Verbitterung und Verzweiflung zuhause waren. Hier sollte und konnte er durch sein Leben die frohmachende Botschaft verkünden.

Mit anderen aus dem Priesterblock las er, wenn die Kräfte nach der schweren Arbeit auf der Plantage es zuließen, abends in der Heiligen Schrift, um neue Kraft für die schwere Lage zu schöpfen.

Mit seinem frohen Wesen munterte Alojs die Niedergeschlagenen auf und half, wo es Not tat.
Ja, manchmal kann unsere Welt, in die wir gestellt sind, ganz anders aussehen, als wir sie uns vorgestellt haben. Unsere Träume gehen wahrhaftig nicht immer so auf, wie wir sie uns ausgemalt haben.

Vielleicht finden wir heute auch den Mut, unsere "Welt" anzunehmen und zu ertragen, in die wir heute gestellt sind.


Dompfarrer Klemens Ullmann

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07.02.2011 09:59
#159 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 7. Februar 2011

Bed and Breakfast steht auf dem bunten Vogelhaus. Es ist ein kleines Kunstwerk. Lang gestreckt ragt es in die Höhe. Oben unter dem Dach hat es ein Loch als Nistplatz für den Vogel. Und unten rund um das Haus einen kleinen Zaun, wo das Vogelfutter sich aus dem Hausinnern für die Tiere wie in einen Garten ausbreitet. Kost und Logis für den Winter. Ein Haus wie bei den Menschen, gemacht für einen Vogel zum Nisten und Fressen.

Wissenschaftler haben leider erforscht, dass die Überlebensrate der Vögel im Winter nicht spürbar steigt, wenn wir Futterhäuser aufbauen. Die Vögel würden wohl auch so überleben. Das ist ein wenig enttäuschend. Denn wie gern würden wir den Unterhaltungswert eines solchen Vogelhauses in der tristen winterlichen Natur durch ein wenig Hilfsbereitschaft krönen, die wir unseren Mitgeschöpfen angedeihen lassen.

So ein Vogel ist schließlich auch nur ein Mensch, sagen wir im Scherz, und bringen unsere Verwandtschaft, aber auch ein wenig Überheblichkeit zum Ausdruck. Unsere Sprache, die Möglichkeit, über sich selbst nachzudenken, die Anfertigung von Werkzeugen scheint uns über die Tiere zu erheben. Es bleibt in uns die Ahnung, dass die Tiere in ihrer Unbedarftheit ihrer Natur als Geschöpfe Gottes weniger entfremdet sein könnten, als wir es mit unserem menschlichen Verstand schon längst sind. Manche Fähigkeiten von Tieren übertreffen die des Menschen bei weitem. Und dazu lehren sie uns auch noch die Gottunmittelbarkeit. Jesus hat einmal gesagt: Seht die Vögel unter dem Himmel! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und unser himmlischer Vater ernährt sie doch.

Die Nachbarschaft der Tiere im Vogelhaus ist wohl auch so etwas wie der vorweggenommene Traum von einer Welt, wo Mensch und Tier und alle Lebewesen einmal im Frieden nebeneinander wohnen werden und sie das wahre Wesen des Lebens erkennen. Bei aller Verantwortung, die wir auch für andere Lebewesen in dieser Welt übernehmen müssen, können wir doch gelassen bleiben. Bed and Breakfast, Kost und Logis, hält Gott für alle Geschöpfe bereit.

Pfarrer Holger Treutmann

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08.02.2011 11:06
#160 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 8. Februar 2011 - Baustellen im Leben

Baustelle auf der Autobahn.
Die Geschwindigkeit wird gedrosselt: 80 km/h auf knapp 40 Kilometer.

Auf einem kreisrunden Schild am Fahrbahnrand zeigt mir ein Gesicht mit tief nach unten gezogenen Mundwinkeln an, wie meine Laune ist: Genervt.
Ein paar Kilometer weiter nochmals so ein Smily auf einem Schild, aber immer noch mit finsterer Mine. Doch nach weiteren Kilometern Baustellenfahrt scheint sich das inzwischen bekannte Gesicht ein klein wenig aufzuhellen. Der Mund wie ein waagerechter Strich zeigt an, dass sich mein kleiner Freund mit der langsamen Fahrt inzwischen wohl abgefunden hat. Und Kilometer um Kilometer wird aus dem Griesgram ein freundlich lächelnder Kollege, der sich mit mir freut, dass der Weg durch das Nadelöhr gleich geschafft ist.

Wer hat sich nur diese Baustellenbeschilderung ausgedacht! Die Straßenverkehrsordnung verlangt solche Smilys jedenfalls nicht. Und sie bilden auch einen charmanten Kontrast zu den Plakaten mit verunfallten Autos, die mich mit erhobenem Zeigefinger "Runter vom Gas" bringen wollen. Die runden Mondgesichter mit der Stimmungsanzeige über die Mundwinkel sind einfach nur wohlwollende Begleiter.

In der Bibel heißt es einmal:
Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.
Das macht viel aus: Wenn einer versteht, wie es mir geht. Die Bereitschaft mich zu verändern wächst, wenn einer mich nicht bedrängt, sondern an meiner Seite bleibt, und sich mit mir freut, wenn ich lache; oder es neben mir aushält, wenn ich traurig bin oder schlecht gelaunt.

Wer christlich leben will, muss nicht ständig von Gott reden. Es genügt, an der Seite der Menschen zu bleiben. Nichts anderes hat Gott durch Christus getan. Nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe mit den Menschen und nah an ihren Tränen oder ihrem Lachen. Alles aber, was uns bewegt, können wir im Gebet auch vor Gott bringen; für uns oder für andere, Frohes und Trauriges.
Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet fest am Gebet, heißt es im Römerbrief.

Schon wieder eine Baustelle – nicht nur auf der Straße, sondern auch im Leben?
Gut zu wissen, dass es Gott und Menschen gibt, die an unserer Seite bleiben.


Pfarrer Holger Treutmann

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Elli
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