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Elli Offline

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09.02.2011 08:45
#161 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 9. Februra 2011 - Ungewöhnliche Wege wagen

Ein befreundeter Musiker erzählte mir, Leonhard Bernstein hätte einmal gesagt: Viele Wege führen nach Rom, nur der goldene Mittelweg nicht.

Das ist eine witzige Kombination zweier Redensarten.
Zur Wahrheit kann man auf unterschiedliche Weise gelangen. Die Wege zum Ziel sind verschieden, die Wahrheit aber bleibt dieselbe. Viele Wege führen nach Rom.
Aber ist der goldene Mittelweg dazu wirklich immer der richtige? Sicher müssen wir ständig eine gute Balance finden zwischen Freiheit und Gesetzen in der Politik, zwischen Nähe und Distanz in Beziehungen, zwischen Aktivität und Geduld bei der Arbeit, zwischen Strafe und Barmherzigkeit in der Erziehung.

Aber sollten wir nicht viel mutiger einmal ungewöhnliche Wege wagen? Wer aalglatt immer nur den Weg des geringsten Widerstands sucht, wird kaum wichtige Erfahrungen machen. Wer immer nur nach dem nächsten kurzfristigen Erfolg strebt, geht möglicherweise am wahren Leben vorbei.

Mein Eindruck ist, dass wir uns in Fragen der Religion und des Glaubens auch nicht gern festlegen wollen. Lieber suchen wir in unterschiedlichen Weltanschauungen oder Religionen ein wenig Wahrheit hier und ein wenig Weisheit dort und basteln uns aus verschiedenen Versatzstücken unseren eigenen Glauben, den wir auch schnell wieder umbauen können, wenn die Lebensumstände sich ändern und es nützlich scheint. Wir machen uns selbst zum Orientierungspunkt für unser Glück und vertrauen uns keiner fremden Wahrheit an, die uns möglicherweise mehr über uns sagen könnte, statt uns nur in unseren Einstellungen zu bestätigen.

Der goldne Mittelweg ist eben nicht immer hart errungen zwischen Extremen, sondern manchmal einfach der bequemere.
Wir werden damit leben müssen, dass es viele verschiedene Religionen auf dieser Welt gibt. Möglicherweise führen auch verschiedene Wege zur einen Wahrheit. Wer sich aber nicht festlegen will und keinen Glauben wirklich kennen lernt, wird von göttlicher Wahrheit und Kraft nicht viel erfahren.

Pfarrer Holger Treutmann

Liebe Grüsse
Elli
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10.02.2011 10:18
#162 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 10. Februar 2011 - Geliebte Menschen sind schön

In einem Liebesgedicht von der chilenischen Dichterin Gabriela Mistral heißt es:
"Wenn du mich anblickst, werd’ ich schön –
Schön, wie das Riedgras unterm Tau.
Die Nacht ist da.
Aufs Riedgras fällt der Tau.
Senk lange deinen Blick auf mich.
Umhüll mich zärtlich durch dein Wort."

Wenn du mich anblickst, werd’ ich schön.
Da wird ein Mensch unter der Liebe eines anderen schön, wie ein Gras, das frisches Wasser bekommt. Das ist etwas Wunderbares.
Wir meinen ja oft, man müsse erst schön sein, um geliebt zu werden.

In der Tat lässt sich nachweisen, dass Menschen, die unseren Schönheitsidealen entsprechen, es leichter haben. Nicht wenige leiden darunter, dass sie vor dem Spiegel stehen und nicht recht einverstanden sind mit ihrem Aussehen. Und das färbt ab auf das Lebensgefühl und die eigene Ausstrahlung.

Die christliche Botschaft sagt:
Darin besteht die Liebe,
nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat.
(1. Joh. 4, 10)

Nicht nur Gott kann mit seinem liebenden Blick einen Menschen neu machen, auch wir sind in der Lage, einen anderen aufblühen zu lassen, wenn wir ihn in Liebe ansehen. Dann steht die Frage nach der objektiven Schönheit nicht mehr an erster Stelle.

Nicht weil ich schön bin, werde ich geliebt,
sondern weil ich geliebt werde, bin ich schön.
Schön werden Menschen dann, wenn man spürt, dass sie in sich selbst zu Hause sind, weil sie sich geliebt wissen.

Pfarrer Holger Treutmann

Liebe Grüsse
Elli
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11.02.2011 21:53
#163 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 11. Februar 2011

Diesel oder Benziner? Das war so etwas wie eine Bekenntnisfrage. Seit ein paar Jahren fahre ich auch ein Dieselfahrzeug.

Typisch für den Diesel war lange Zeit das Vorglühen. Dieselveteranen erinnern sich noch gut an die sogenannte "Rudolf-Diesel-Gedenkminute". Man stieg in das Auto, drehte den Zündschlüssel und verharrte andächtig eine knappe Minute, bis die Glühdrähte die richtige Temperatur zur Zündung im Zylinder bereitstellten. Besonders bei niedrigen Temperaturen erforderte diese Zeremonie vor dem Start ein wenig Geduld.

Heute steige ich in mein Auto und nutze die wenigen Sekunden des Vorglühens zum Anlegen des Sicherheitsgurts, aber dann springt der Wagen schon an. Bessere Einspritztechnik verkürzt das Vorglühen erheblich oder macht es ganz überflüssig.

Schade eigentlich. So eine Gedenkminute vor dem Autofahren täte uns im Grunde ganz gut. Das Autofahren ist so selbstverständlich geworden, dass wir kaum noch wahrnehmen, was wir da tun. Vieles geschieht in Routine. Und wir vergessen, dass wir kleine Geschosse durch den öffentlichen Raum steuern. Wir bringen uns und andere in Situationen, die wir kaum noch realistisch einschätzen können. Erst bei einem Unfall oder in Gefahr schlottern uns die Knie vor Schreck und wir ahnen die Dimensionen der Kräfte, mit denen wir hantieren.

Christen kennen die Tradition des Reisesegens. Es war ein Innehalten vor dem Aufbruch, bei dem man Gott um Schutz und Segen für die Reise gebeten hat.
Im evangelischen Gesangbuch finde ich ein Gebet, das man auch heute beten könnte, vor dem Start in den Urlaub oder vor dem Weg zur Arbeit:

"Herr, am Beginn meiner Fahrt bitte ich dich:
Sei mir nahe und umgib mich mit deinem Schutz.
Bewahre mich davor, dass ich andere oder mich selbst in Gefahr bringe.
Schenke mir Umsicht und Geistesgegenwart.
Führe mich sicher ans Ziel."

Und dann Zündschlüssel rumgedreht, viel Freude beim Fahren und gute Reise!


Pfarrer Holger Treutmann

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Elli
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12.02.2011 09:39
#164 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Sonnabend, 12. Februar 2011

Der Brief vom Amtsgericht führt es unausweichlich vor Augen: Links und rechts von dem Trennungsstrich mit Punkten, steht der gleiche Name.

Wir gehörten doch zusammen, waren eine Familie, ja ein Leib im Glück der Lust, ein Herz und eine Seele, so schien es manchmal. Aber jetzt ein Trennungsstrich nicht nur auf dem Papier zwischen unseren beiden gleichen Namen, sondern Gegnerschaft im Streit um das eigene Recht, unterfüttert von Verletzungen über Jahre. Es bleibt offensichtlich nur die Trennung, weil auch das Zusammenbleiben die Schuld aneinander nur vergrößern würde.

Wenn eine Ehe geschieden wird, dann ist das ein tiefer Einschnitt, nicht nur für die Ehepartner und Kinder, sogar für die Eltern und für das Gefüge der Freundschaften, in das man eingebunden war. So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Leib, heißt es in den biblischen Lesungen zur Trauung in der Kirche. Um so mehr schmerzt es, wenn Eheleute sich gegenseitig vor Gericht ziehen.

Das Ideal vom einen Leib zerbricht, und es geht wie ein Riss durch die Betroffenen. Lässt sich der schmerzhafte Prozess dennoch in Liebe gestalten?
Ist es wirklich nötig, um jede Vase zu kämpfen, die noch heil geblieben ist; oder die Kinder zum Streitobjekt werden zu lassen? Läge nicht auch eine große Chance im Verzicht? Muss alles ein fremder Richter entscheiden, oder könnten wir uns nicht auch einem Schlichter anvertrauen, der versucht, die Ansprüche beider Seiten zu moderieren, bevor Gerichtskosten uns weiter in den Ruin treiben?

Manchmal sind Scheidungen nicht zu verhindern. In jedem Fall aber sollten wir uns gegenseitig nicht die Würde absprechen, die uns von Gott geschenkt ist. Die Bibel sagt: Ihr seid Heilige, weil ihr von Gott geliebt und erlöst seid. Und ihr bleibt Heilige, auch wenn viel zerbrochen ist. Schuld und Verhängnis können Gottes Liebe zu uns nicht zerstören. Ich wünschte mir, auch Zerstrittene und Geschiedene könnten sich bei aller Entfremdung solche Heiligkeit vor Gott weiterhin zugestehen.


Pfarrer Holger Treutmann

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Elli
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14.02.2011 10:30
#165 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 14. Februar 2011 - Alles, was du brauchst, ist Liebe

Die Liebe war ihm ein ganz besonderes Herzensanliegen. Als Bischof hat er Paare getraut, obwohl das im dritten Jahrhundert nach Christus im römischen Reich streng verboten war. Die Rede ist von Valentin. Nach ihm ist der heutige Tag benannt.

Am Valentinstag haben Liebeserweise Hochkonjunktur. Mit roten Rosen, mit herzverzierten Spruchkarten - wie auch immer wird der Partnerin oder dem Partner gesagt: Ich liebe dich. Das vermittelt ein Hochgefühl. Wenn man weiß, dass einen jemand ganz besonders lieb hat und wenn man selbst diesen Menschen innig liebt, dann geht vieles locker von der Hand. Die Welt sieht irgendwie bunter aus. Sprichwörtlich gesagt: Es werden einem Flügel verliehen.

Heute, am Valentinstag, ein Gruß an die Liebespaare und der Wunsch, dass ihre Liebe zueinander für sie ein beständiger Wert bleibe. Doch das Wort "Liebe" bringt nicht nur die enge Zuneigung und intime Verbindung zwischen zwei Menschen zum Ausdruck. Es ist umfassender zu verstehen. Es hat eine Bedeutung als gute Basis für menschliches Leben überhaupt: Nicht Hass und unversöhnlicher Streit müssen uns bestimmen. Als von Gott geliebte Wesen können wir untereinander vielfältige liebevolle Beziehungen haben.

In einem Bibeltext heißt es: "Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen." Ich finde das bemerkenswert: Letztlich steht die Liebe über dem Glauben und über der Hoffnung. Denn wenn es keine Liebe gäbe, dann wäre alles andere nicht das, was es eigentlich sein soll. Und da denke ich auch an die Beatles, die gesungen haben: "All you need is love" – "Alles, was du brauchst, ist Liebe."


Pfarrer Stephan Brenner

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15.02.2011 08:55
#166 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 15. Februar 2011 - Vertrauen

"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser." Das soll Lenin gesagt haben.

Ich versteh das so: Wenn man etwas kontrolliert, dann hat man eine höhere Sicherheit, als wenn man lediglich vertraut. Das leuchtet ein: Ich sollte z.B. nicht nur darauf vertrauen, dass der Luftdruck in meinen Autoreifen schon stimmen wird, sondern ihn gelegentlich an der Tankstelle auch kontrollieren. Dann weiß ich: Ich habe aufzupumpen - oder eben auch nicht.

Doch wenn wir alles mögliche immerzu nachprüfen wollten, dann kämen wir aus der Kontrolliererei gar nicht mehr raus. Misstrauen und Angst wären unsere ständigen Begleiter. Wir brauchen auch eine große Portion Vertrauen.

Und Vertrauen ist nicht nur gut, sondern manchmal sogar noch besser als Kontrolle. Es schafft eine Atmosphäre, die mit Kontrolle nicht erreicht wird. Mit Vertrauen geht es zwischen Menschen herzlich und offen zu. Da ist eine gute Basis, die das Leben erst richtig lebenswert macht.

Vertrauen ist übrigens auch ein anderes Wort für glauben. In der Bibel ist das an vielen Stellen so. Denn wenn es dort um den Glauben an Gott geht, dann ist meist nicht nur gemeint, dass für wahr gehalten wird, dass es einen Gott gibt. Es bedeutet vielmehr, dass man Gott vertraut, dass man in dem Bewusstsein lebt, von Gott nicht vergessen zu sein.

Vertrauen untereinander zwischen Menschen. Vertrauen auf Gott.

Ich wünsche uns an diesem Morgen, dass wir überall dort ordentlich kontrollieren, wo es aus Sicherheitsgründen notwendig ist. Sie wissen schon: Der Luftdruck und so.

Ich wünsche uns aber auch, dass wir den Wert des Vertrauens nicht unterschätzen, damits unverkrampft, locker und wirklich lebendig bleibt – unser Leben.


Pfarrer Stephan Brenner

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Elli
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16.02.2011 08:54
#167 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 16. Februar 2011 - Kinder sind unsere Zukunft

Die Kinder sind unsere Zukunft. - Gelegentlich höre ich diesen Satz, weil ja die jetzt noch kleinen Leute später die Geschicke der Welt in der Hand haben werden.

Darin steckt die Mahnung, die jungen Menschen nicht zu vernachlässigen, sie zu achten und ernst zu nehmen. Damit wird Anstoß gegeben in Richtung einer Politik, die die Fragen nach Betreuung, nach guten Freizeitangeboten und nach Bildung als ganz wichtig ansieht.

Doch möchte ich an diesem Morgen noch was hinzufügen:

Nicht nur die jungen Leute sind die Zukunft, sondern auch die alten.

Ja, Sie haben richtig gehört, auch die alten Menschen, auch die vermutlich nicht mehr zig Jahre auf der Erde zu leben haben, auch die gebrechlich Gewordenen haben sozusagen Zukunftswert.

Denn die haben früher die Grundlagen dazu gelegt, dass es später weitergehen kann. Sie haben in schwerer Zeit Aufbauarbeit geleistet und sich für ihre Kinder eingesetzt.

Ja, auch wenn sie eines Tages nicht mehr unter uns sind, die alt Gewordenen: Sie sind nicht nur Teil der Vergangenheit. Sie gehören auch zu unserer Zukunft.

In der Bibel gibt es unter den zehn Geboten eins, in dem der Zusammenhang zwischen den Alten und der Zukunft deutlich zum Ausdruck kommt. Da heißt es: "Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass es dir wohl ergehe und du lange lebst auf Erden."

Koppeln wir sie also nicht ab, unsere Eltern, unsere Vorfahren. Sehen wir sie nicht als zweitrangig an. Sie hängen auch mit unserer Zukunft zusammen.

Aber davon abgesehen ist jeder Mensch gleich viel wert - ob jung, ob alt, ob gerade geboren oder schon auf dem Sterbebett.


Pfarrer Stephan Brenner

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Elli
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17.02.2011 09:38
#168 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 17. Februar 2011 - Neue Wege

Als ich aus dem Fenster schaute, habe ich es entdeckt: das leere Vogelnest, gegenüber im kahlen Baum. Irgendwie ein trauriger Anblick. Wo vor kurzem noch Leben war, wo junge Vögel gierig ihre Hälse reckten, wenn ihre emsigen Eltern mit Futter einflogen: jetzt leises Wehen des Windes, winterliche Kälte, Leere – ausgeflogen.

Ja, so ist das eben: Bestimmte Orte haben zu bestimmten Zeiten ihre Bedeutung. Doch dann kann es sein, dass sie verlassen werden.

Das trifft nicht nur auf Vogelnester zu. Manch leer stehendes Haus sagt uns das auch – oder manche kahle Fläche, auf der vor einigen Monaten noch ein Plattenbau aus der DDR-Zeit stand.

Doch auf einmal habe ich einen Vogel am Rand des leeren Nestes gesehen. War es vielleicht die Vogelmutter oder der Vogelvater von damals? Oder war es ein inzwischen groß gewordenes Junges?

Mir kam in den Sinn: Alte Orte besuchen, oder sich an frühere Lebensorte erinnern: Das weist auf Wurzeln und Wege des eigenen Lebens hin. Das kann einen dankbar stimmen: in Bezug auf erfahrene Geborgenheit oder in Bezug auf gehabte Lebensmöglichkeiten – und wenn man schlimme Erinnerungen hat: dankbar, dass das hinter einem liegt.

Und als ich wieder hinsah zum Nest: Da war der einsame Vogel nicht mehr da – weitergeflattert. Vielleicht hat er sich gesagt: Schön und gut – aber genug jetzt hier, das Leben geht weiter.

So wie es auch ein Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch zum Ausdruck bringt, das im Wendejahr 1989 gedichtet wurde:

"Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt!
Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land.
Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit.
Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit."


Pfarrer Stephan Brenner

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Elli
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Monika Offline



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18.02.2011 00:29
#169 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Danke, liebe Elli, danke Euch allen, für Eure so berührenden Beiträge

Brigitte

Elli Offline

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20.02.2011 11:10
#170 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 18. Februar 2011 - Schönes Wochenende!

Immer spätestens ab Freitag höre ich den Wunsch an vielen Stellen: An der Kasse im Einkaufszentrum, beim Verlassen meines Büros, an der Tankstelle oder wo auch immer.

Schönes Wochenende!

Ich höre das gern und erwidere es ebenso gern. Ja, auch für Sie, auch für Dich: Ein schönes Wochenende!

Allgemein ist die Zeit zwischen Freitagabend und Sonntagabend gemeint. Streng genommen ist aber der Sonntag schon der erste Tag der Woche. Denn der Sonntag bezieht sich als christlicher Feiertag auf die Auferstehung Jesu von den Toten. Und die war nach der Bibel am ersten Tag der Woche.

Doch davon mal abgesehen:

Gut, dass wir die freie Zeit haben, die allgemein als Wochenende bezeichnet wird. Gut, dass es nicht immerzu ohne Pause aktiv durchgehen muss.

Mal ausspannen, sozusagen abschalten – das kann man bereits der alten Schöpfungserzählung aus der Bibel entnehmen. Denn da steht ganz vorn im ersten Buche Mose, dass es schon von Gott so praktiziert wurde: Es heißt, dass er die Welt in sechs Tagen geschaffen hat und dass er sich am siebenten Tag von all seinen Werken ausruhte.

Nun bin ich nicht der Auffassung, dass unsere Welt tatsächlich in so kurzer Frist entstanden ist. Aber trotzdem sind die biblischen Worte aus alter Zeit wichtig. Man kann ihnen unter anderem entnehmen: Der Wochenrhythmus mit seinen sieben Tagen ist ein guter Schaffensrhythmus. Und zu dem gehört eben auch das Ausspannen einmal innerhalb dieser sieben Tage.

M.a.W. gesagt: In dem Schöpfungstext aus dem ersten Buch Mose steckt ein göttliches Argument für die Pause, für das Durchatmen - gegen die Tendenz, die wöchentliche Alltagsunterbrechung mit viel Geschäftigkeit einzuebnen.

Also, wie gesagt: Schönes Wochenende!


Pfarrer Stephan Brenner

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Elli
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Elli Offline

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21.02.2011 09:53
#171 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 21. Februar 2011 - Gute Besserung

Ich hatte mich erkältet. An sich nichts Dramatisches - ich hoffte auf baldige Genesung. Freunde die mich anriefen, wünschten mir: "gute Besserung".

Diese banale Höflichkeitsfloskel, die ganz sicher ernst gemeint war, hatte es in sich.
Die physische Gesundheit stellte sich erwartungsgemäß bald wieder ein - und doch geht mir dieser Satz immer noch durch den Kopf.
Was wäre, wenn nicht nur meine Erkältung, die körperlichen Beschwerden, durch Medizin, Vitamine und Bewegung heil würden, sondern ebenso mein inneres "Ich" kuriert würde?

Einige von uns Christen, wählen einen "Leitsatz" aus der Bibel, der uns durchs Jahr begleitet. "( ... ), ( ... ) überwinde das Böse mit Gutem", ist ein "Schlüsselgedanke" daraus.
Nun – meine Bilanz Ende Februar: es gibt in meinem Alltag Situationen, in denen eher Eigensucht, Rücksichtslosigkeit oder Gleichgültigkeit dominieren. Nicht selten meine ich, dass die "anderen" schuld sind.

In der Regel handelt es sich auch eher um banale Dinge - wenn mir der letzte freie Parkplatz vor der Nase weggeschnappt wird, oder die Schlange im Supermarkt so lang ist und ich es eilig habe.
Trotzdem enttäuschen mich solche Situationen, denn genau das Gegenteil ist mein Ziel.

Ich entdecke, wie dünn die Grenze zwischen gut und böse ist.
Mir geht es wie Paulus, einem großen christlichen Vorbild. Sinngemäß sagt er: "Das Gute, das ich will, tu ich nicht, aber das schlechte, das ich vermeiden will, das fällt mir ganz leicht." Ich spüre, wie zerbrechlich und begrenzt meine Möglichkeiten sind - wie fehlbar ich bin.
Paulus rät gegen das Böse und die Gewalt, das Gute und die Liebe zu setzen. Und dabei ist Erfindungsreichtum und Kreativität gefragt.
Funktioniert das denn? – Ganz sicher!

Klar – ich versuche es viel zu selten. Aber, wie oft habe ich schon erlebt, wie befreiend Gespräche mit Freunden, Geschwistern, Kollegen – mit meiner Frau waren, wenn Versöhnung geschieht und einander vergeben wird. Ein Neubeginn gewissermaßen.


Frank Stenzel

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22.02.2011 09:50
#172 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 22. Februar 2011 - Keine Zeit

Eben genieße ich noch die gemütliche Frühstücksatmosphäre mit meiner Frau bei Brötchen und Kaffee – ruhig, fast idyllisch - nun haben mich die alltägliche Routine und der Stress wieder im Griff. Ein flüchtiger Blick in meinen Kalender verrät: Keine Zeit heute.

Ich merke, wie leichtfertig mir dieser Standardsatz über die Lippen geht. Er gehört zu meinem Wortschatz und wird regelmäßig gebraucht, vor allem wenn ich mich vor etwas drücken will, oder etwas lästig ist.

"Ich hab keine Zeit." Was für ein Blödsinn. Sie ist mir geschenkt – jeden Tag neu. Zeit ist lebensnotwendig. Wer keine Zeit hat, ist tot für das Leben. Freundschaften, Ehen, Familien leiden nicht selten unter "Zeitdruck". Liebe braucht Zeit!

Genau genommen ist mein Tag vollstopft mit Aktivitäten. Arbeit, Organisation, Verkehr, Bildung, Einkauf, Unterhaltung, oft beschäftigen mich auch lästige, aber notwendige Nebensächlichkeiten – es ist irgendwie chic geworden, keine Zeit zu haben. Nicht selten fehlen Erholungszeiten und Tage verlaufen unter "Hochspannung". Ich begegne meinen liebsten und wichtigsten Menschen nur noch flüchtig – fast nebenbei. Um ihnen aber nahe zu sein, ist Zeit das Wichtigste. Ignoriere ich diese Tatsache, dann verliere ich die Perspektive für die Zukunft und werde kurzsichtig fürs "Morgen".

"Meine Zeit steht in deinen (in Gottes) Händen", heißt es in der Bibel im 31. Psalm. Das beruhigt mich und vermittelt mir ein Gefühl von Geborgenheit. Hektik, Stress, Zeitnot sind für mich weder attraktiv, noch lebensverlängernd.

Ich bin bereit – völlig freiwillig – in meinem Alltag, Gott lenken zu lassen. Dabei verändert sich die Perspektive. Aus der Monotonie: "Ich habe keine Zeit", wächst die Erwartung: "Herr, lass mich erleben, wie sich dein Wille und dein Sinn heute entfaltet."

Es ist gut, Pläne für Tage und Jahre zu haben. Wichtiger ist es jedoch, damit einverstanden zu sein, dass in meinen Plänen etwas gestrichen oder eingefügt werden darf.


Frank Stenzel

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23.02.2011 19:11
#173 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 23. Februar 2011 - Winterdienst

Ein wunderschöner Anblick, wenn es frisch geschneit hat. Plötzlich ist alles so herrlich weiß und sauber. So manche Dreckecke vorübergehend verschwunden. Wenn dann noch die Sonne dazu scheint. Was braucht man noch mehr, um gut gelaunt in den Tag zu starten. Verstärkt wird dieses gute Gefühl, wenn wir uns darauf einstellen, alles etwas langsamer angehen zu lassen.

Gerade als Autofahrer ist das eine gute Empfehlung. Da hilft Hektik überhaupt nicht weiter. Sicherlich: Über den Winterdienst zu schimpfen ist eine Option. Das könnte dann aber auch ganz schnell die angenehme Grundstimmung trüben. Wir haben uns so daran gewöhnt, dass jedes Problem sofort beseitigt werden muss.

Ein überforderter Winterdienst kann dabei helfen, neu zu entdecken, wie angenehm es sein kann, selbst oder gemeinsam mit anderen anzupacken. Mir ist aufgefallen, dass die Hilfsbereitschaft bei hohem Schnee viel größer ist. Menschen helfen sich bereitwillig und sind dabei sehr freundlich und entspannt.

Ist es auf diesem Hintergrund wirklich in jedem Falle richtig, wenn sofort der Schneepflug kommt und jeden Schneeberg aus dem Weg schiebt?
Ich habe gerade in diesem Winter beim Schneeschieben meine Nachbarn viel besser kennengelernt. Ohne solche Gelegenheiten, laufen wir oft nur mit kurzem Gruß aneinander vorbei.

Auch in der Bibel werden wir ermutigt, Schwierigkeiten gemeinsam zu überwinden. Es heißt zum Beispiel. "Helft euch gegenseitig bei euren Schwierigkeiten und Problemen, so erfüllt ihr das Gesetz, das wir von Christus haben." Dieses Gesetz ermutigt uns liebevoller miteinander umzugehen und dabei Gottes Hilfe nicht außer Acht zu lassen.

Der viele Schnee in diesem Winter ist eine ideale Gelegenheit, das ganz praktisch auszuprobieren. Ich darf anderen helfen und dankbar annehmen, dass auch mir geholfen wird.


Rainer Klotz

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24.02.2011 09:24
#174 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 24. Februar 2011 - Schneeschieben

Das bringt der Winter so mit sich. Bei Neuschnee müssen Straßen und Fußwege beräumt werden. Je unmittelbarer wir das tun, desto leichter geht es von der Hand. Mühsam wird es erst, wenn der Schnee festgetreten oder festgefahren wurde. Natürlich wäre eine Alternative, diesen Job der Sonne zu überlassen. Irgendwann im Frühling erledigt sich das Problem von selbst. Bis dahin sind aber vielleicht viele Menschen zu Schaden gekommen. Deshalb wird in dieser Jahreszeit bei den Straßendiensten Winterbereitschaft eingeteilt, um zeitnah aktiv werden zu können.

Diese winterliche Erfahrung lässt sich sogar auf menschliche Beziehungen anwenden. Es gibt nämlich Verhaltensweisen, die wirken sich sehr hinderlich auf unsere Seele aus. Da ist zum Beispiel ein kleines Missverständnis entstanden, weil ich etwas anderes gesagt habe als das, was ich eigentlich meinte. Vielleicht bin ich auch durch Worte verletzt worden oder ich wurde ungerecht behandelt. Ja manchmal schadet uns auch jemand ganz absichtlich. Das sind solche Momente, in denen eine reale Gefahr besteht, dass sich etwas in meiner Seele verhärtet. Es gilt zeitnah eine Entscheidung zu treffen. Kümmere ich mich nicht drum, dann wird diese Situation in mir vereisen. Oder fange ich sofort an, solchen "Schnee von gestern" wegzufegen. Das bedeutet für mich: Bin ich bereit Menschen, die mir weh getan haben, schnell zu vergeben. Kurz nach einem frostigen Ereignis ist das oft leichter, obwohl es schon auch Überwindung kostet.

Die Bibel sagt dazu: (Gal.4,26) Wenn ihr zornig seid, dann ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr unversöhnlich bleibt. Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt.

Ja nicht nur auf winterlichen Wegen gilt: Wenn erst so manches Andere darüber hinweg gegangen ist, wird es immer schwerer. Eine zunehmend verhärtete Beziehung zu heilen, ist wie vereiste Wege frei hacken. Anstrengend und genauso unnötig.


Rainer Klotz

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25.02.2011 09:16
#175 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 25. Februar 2011 - Skifahren

Seit langer Zeit ist es uns als Familie dieses Jahr endlich einmal wieder gelungen, gemeinsam mit Freunden einen Skiurlaub zu machen. Unsere Kinder sind bereits erwachsen und aus dem Haus. Solch ein Urlaub ist eine wunderbare Gelegenheit zur Gemeinschaft. Natürlich, am Hang habe ich die Ambitionen, mit ihrem Abfahrtstempo mitzuhalten, schon lange aufgegeben. Wir genießen aber diese Zeit des Miteinanders, besonders auch abends beim gemeinsamen Singen und Erzählen. Wir tauschen uns darüber aus, wie wir Gottes Liebe konkret in den verschiedenen Situationen unseres Lebens immer wieder erfahren haben.

In den Bergen zu sein und Gottes wunderbare Schöpfung zu genießen, erleben wir als echtes Geschenk. Besonders wertvoll finde ich es, dass wir lernen durften, solche Zeiten der Entspannung bewusst einzuplanen. Ich kenne Phasen in meinem Leben, da habe ich mir kaum Urlaub oder Pausen gegönnt. Möglichst sieben Tage pro Woche durcharbeiten und dabei immer noch mit dem Gefühl kämpfen, nicht genug getan zu haben. Unser guter Gott hat uns in seinen Geboten die dringende Empfehlung gegeben, auf die richtige Balance im Leben zu achten. Er rät uns, das Verhältnis 6 zu 1 zu praktizieren. Also 6 Tage arbeiten und einen Tag Pause. Viele Probleme, die wir heute als moderne Gesellschaft haben, wären schlicht nicht da, wenn wir dieser einfachen Wahrheit aus der Bibel wieder mehr Beachtung schenken würden. Wenn ich die Pausen dazu nutze, wirklich mal abzuschalten und aufzutanken, lebe ich so, wie sich Gott das gedacht hat.

Ich möchte wieder ganz neu lernen, in meinen Erholungspausen die Güte Gottes für mein Leben zu entdecken und zu genießen. Dabei darf ich mir sicher sein, Gott hilft mir dabei. Auch wenn meine Arbeit nie aufhört, darf ich zwischendurch immer mal wieder die Arbeit liegen lassen, sie rennt nicht weg. Regeneriert und aufgetankt geht es dann frisch und voller Freude ans Werk.


Rainer Klotz

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26.02.2011 10:03
#176 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Sonnabend, 26. Februar 2011 - Selber erleben ist besser

Ich erinnere mich noch gut an unseren ersten Winterurlaub vor über 10 Jahren. Wir hatten uns als Familie bei einer christlichen Gruppe für einen gemeinsamen Skiurlaub angemeldet. Wir waren mit unseren Langläufern im Tal unterwegs. Leider lag dort kaum Schnee und so richtig Spaß kam nicht auf. Am ersten Abend erzählten die anderen Gruppenteilnehmer von dem herrlichem Schnee und den wunderschönen Abfahrten. Ihre Begeisterung steckte richtig an. Und wir, wir hatten nichts Erzählenswertes erlebt. Als wir das hörten, überlegten wir, ob wir weiterhin im Tal unter widrigen Umständen bleiben und uns ärgern. Oder lassen wir uns motivieren mal mit auf den Berg zu gehen und es selber auszuprobieren. Wir hatten uns damals entschieden, den Anderen auf den Abfahrtshang zu folgen.

Wir borgten uns zunächst die Skiausrüstung und nahmen uns einen Skilehrer. Wie jämmerlich hilflos standen wir an dem ersten Tag da am Hang. Die 2-jährigen Schweizer Kinder flitzten an uns vorbei und wir konnten uns kaum auf den Brettern halten. Wie peinlich! Aber nach zwei, drei Tagen hatten wir die Grundbegriffe gelernt. Wir hatten es geschafft, die Angst und die Vorbehalte zu überwinden. Wir erlebten es selber, wie schön es ist, bei herrlichem Winterwetter die Berge runterzubrausen. All das, was die anderen uns erzählt hatten war nur wie ein winziger Ausschnitt im Vergleich zum tatsächlichen eigenen Erleben.

Manch einer hat schon von Menschen gehört, die von Jesus begeistert sind und im Glauben an ihn gute Erfahrungen gemacht haben. So berichtete mir zum Beispiel ein junger Mann fröhlich darüber, wie er sein Drogenproblem überwinden konnte, weil er es gewagt hatte, Gott konkret um Hilfe zu bitten. Ein anderer Mann, der lange sehr verbittert und einsam war, erlebte durch die reale Liebe Gottes echte Annahme und heute ist er ein völlig anderer Mensch. So ist es, wenn wir unsere Angst überwinden und uns darauf einlassen, Jesus Christus persönlich kennen zu lernen.


Rainer Klotz

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Elli
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28.02.2011 11:26
#177 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 28. Februar 2011 - Wer bin ich?

Liebe Hörerinnen und Hörer,

seit einigen Monaten gehöre auch ich zu denjenigen, die das soziale Netzwerk "Facebook" im Internet nutzen. Ich hatte schon so viel davon gehört und war einfach neugierig zu erfahren, wie das so ist. Inzwischen ist dieses erste Interesse gewichen und ich nutze den Dienst mehr oder weniger regelmäßig. Was ich von meinem Neuanfang bei "Facebook" allerdings noch gut in Erinnerung habe, war die Einrichtung meiner Seite in diesem Netzwerk. Denn gleich nach der Anmeldung wird man aufgefordert, jetzt sein eigenes Profil anzulegen. Das hat mich stutzen lassen. Ja, was ist denn eigentlich mein Profil? Wie würde ich das beschreiben? Gut, die Internetseite gibt Hilfestellungen, indem sie einiges abfragt: Name, Geschlecht, Wohnort, Alter, Sprachen und einen eher begrenzten Freiraum, um Persönliches über mich anzugeben.

Aber reicht das wirklich, um zu sagen, was einen Menschen ausmacht? Was sein Profil ist? Sicher nicht, aber was ist es dann? Sind es meine Fähigkeiten oder das, was ich bereits geleistet habe? Mein Schul- und Studienabschluss? Die Zahl meiner Kinder? Mein beruflicher Werdegang? Sind das die Dinge, mit denen wir uns profilieren, die uns unverwechselbar machen? Oder sollten nicht mehr die so genannten inneren Werte eine Rolle spielen? Diese sollten aber die Mitmenschen lieber bei mir entdecken, als dass ich sie in einer Selbstvorstellung präsentiere.

Was also ist mein Profil? Diese Frage hat mich, angestoßen durch die Anmeldung bei Facebook, wirklich eine Weile lang nicht mehr losgelassen – bis ich auf eine Antwort in der Bibel gestoßen bin. Gott sagt dort über seinen Sohn Jesus Christus. "Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen!" Man darf diesen Satz aber getrost auch auf sich anwenden. "Ich bin ein geliebtes Kind Gottes. An mir hat er Gefallen." Mit diesem Profil bin ich sehr zufrieden. Deshalb habe ich eine Zusatzfunktion bei Facebook noch nie benutzt. Diese Funktion heißt: Profil bearbeiten.

Pfarrer Gregor Giele

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Elli
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16.03.2011 09:20
#178 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 16. März 2011 - Gedenken an Gott
(von Markus Fischer)

Das wichtigste Fest der Christen ist Ostern, der Tag der Auferstehung Jesu Christi. Die Christen begehen jetzt dazu eine Vorbereitungszeit, die Fastenzeit. Meine Konfirmanden sollen die alten lateinischen Sonntagsnamen dieser Zeit auswendig lernen. Invokavit, Reminiszere, Okuli, Lätare, Judika, Palmarum. Ich werde gefragt, warum. Das sind doch alte, unverständliche Worte, mit denen früher mal bestimmte Gebete im Gottesdienst anfingen. Was soll das heute? Die Sonntage vor Ostern kann man doch wunderbar von eins bis sechs zählen.

Aber ich halte daran fest, an diesen alten Worten. Ich mag besonders den zweiten Namen: Reminiszere, auf deutsch, Gedenke, Herr. Das beschäftigt mich immer wieder. Offenbar kann man Gott an seine Barmherzigkeit erinnern. Ich möchte gar keinen anderen Gott haben. Keinen Gott ohne Gedächtnis, das ich anrufen, oder ohne ein Herz, das ich bewegen könnte. Ein solcher Gott käme mir unmenschlich vor. Wie ein Computer - ohne Gefühl. Wie ein unbarmherziges Schicksal. An einen solchen Gott glaube ich nicht.

Ich glaube an einen Gott, dem wir uns Gedächtnis rufen können, wann immer wir meinen, er habe uns vergessen: in Einsamkeit, von Schlimmem, Unvorhergesehenem getroffen. Natürlich weiß Gott alles, was vor sich geht, aber er läßt sich an einen jeden Menschen erinnern, auch an die Toten. Gedenke, Herr – das findet man oft in der Bibel, wunderbar, wie Gott da vorgestellt wird: "Da gedachte Gott an Noah." "Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkest? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott. Der Herr denkt an uns und segnet uns. Er gedenkt an seine Gnade und Treue."

Wenn ich bete, heißt das: ihn zu erinnern an das, was er ist und was er versprochen hat. "Und ob eine Frau ihres Kindes vergäße, so will ich doch deiner nicht vergessen." Eigentlich brauche ich ihm gar nicht mehr im einzelnen ellenlang aufzuzählen, was Gott für mich oder jemand anderen oder die Welt tun soll. Es ist genug, ihn zu erinnern.

Das hat auch jener Verurteilte gebetet am Kreuz neben Jesus im letzten Atemzug seines Lebens. "Herr, gedenke an mich." So eine Bitte ist genug, auch uns in den Himmel zu bringen. Der Himmel ist da, wo Gott an uns denkt. Reminiszere, gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit.

Liebe Grüsse
Elli
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12.04.2011 10:09
#179 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 12.April 2011 – Traumziele

"Schenk mir einen Stern", singt Andrea Berg zurzeit recht erfolgreich. In diesem Lied heißt es: "Flieg mit mir zum Mond! Mal seh’n, wer da so wohnt? ". Das wär’s doch, oder? Mit dem Menschen, den man liebt, zum Mond zu fliegen! Davon träumen viele. Ein echtes Traumziel also, der Mond. Man könnte allen Ärger, Streit und Enttäuschungen hinter sich lassen. Gemeinsam ein neues Leben beginnen. Neues entdecken und erleben. Auf dem Mond.

Aber mal ehrlich: Was wäre denn, wenn wir uns dann am Traumziel Mond absetzen ließen? Sicher, man hätte einen schönen Ausblick auf die Erde. Aber den Menschen, mit dem man hingeflogen ist, könnte man nicht einmal einfach so küssen. Wir müssten die ganze Zeit Raumanzüge tragen. Wenn ich mir Bilder von der Mondoberfläche anschaue, sieht das auch nicht gerade einladend aus. Eigentlich nur Staub, Geröll und Kälte. Da wohnt auch sonst niemand. Ich denke, wir wären schnell enttäuscht.

Aber Gott sei Dank: Ich habe als Christ ein Traumziel, von dem ich nicht enttäuscht sein werde. Er verspricht mir in der Bibel, dass ich einmal in den Himmel kommen werde. Nicht, weil ich so ein lieber Mensch wäre. Nein, sondern weil Jesus Christus das jedem schenkt, der ihm vertraut. Was ist das denn, "in den Himmel kommen"? Nun, ich war noch nicht dort. Aber eins ist klar: Es heißt nicht, dass ich als gelangweiltes, lockiges Englein auf einer Wolke für immer Harfe spielen müsste. Nein, Gott verspricht mir in seinem Wort, dass jeder, der den Himmel erlebt, vor Freude ausflippen wird. Völlig begeistert und glücklich über das, was wir da erleben werden. Da wird wirklich aller Ärger hinter mir liegen. Kein Stress mehr. Keine Tränen der Enttäuschung. Vollkommener Friede. Das nenne ich mal ein Traumziel!

Warum ich so gewiss bin, dass ich dann nicht doch enttäuscht sein werde? Weil mein Gott schon jetzt täglich beweist, dass er es gut mit mir meint. Dass er zu seinen Zusagen steht, auch wenn ich es manchmal nicht auf Anhieb verstehe. Er hat bis jetzt jedes einzelne seiner Versprechen gehalten. Darum vertraue ich ihm auch, wenn er mir das Traumziel beschreibt, auf das ich mich als Christ freue. Das ewige Leben im Himmel, in seinem Reich.

Albrecht Hoffmann

Liebe Grüsse
Elli
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13.04.2011 08:59
#180 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 13. April 2011 - Namen

Heute läuft im Radio ganz bestimmt ein Lied von DJ Ötzi. Vielleicht "Ein Stern, der deinen Namen trägt". Oder der Schlager "Lieb ich dich". DJ Ötzi. Meine Tochter würde fragen: "Wie kam die Frau Ötzi eigentlich auf so einen Namen für ihren Sohn?! Wenn ich mal groß bin, nenne ich mein Kind bestimmt nicht ‚Diedschäi’!" Da ist es an mir, zu erklären: Das ist gar nicht sein richtiger Name. Er heißt eigentlich Gerhard Friedle. "DJ Ötzi" ist sein Künstlername. So etwas legen sich viele Schlagersänger und andere Künstler zu. Weil die Hörer sich "DJ Ötzi" besser merken können als Gerhard Friedle. Oder "Michelle" statt Tanja Hewer, wie sie eigentlich heißt. Wer einen knackigen Künstlernamen hat, wird schneller berühmt.

Den eigenen Namen ändern. Das tun nicht nur Schlagerstars, um bekannt zu werden. Das wollen auch viele, um wieder vergessen zu können. Weil am eigenen Namen schmerzhafte Erinnerungen hängen. Darum bemühen sich zum Beispiel viele Frauen, nach einer Scheidung den Namen des Ex-Manns ablegen und den Mädchennamen wieder annehmen zu können. Oder man hat sich so sehr blamiert und unbeliebt gemacht, dass man den eigenen Namen am Liebsten aufgeben will. Einen unbelasteten annehmen. Neu beginnen.

Ich habe auch einen Namen, der anders lautet als der, der auf meinem Personalausweis steht. Diesen neuen Namen habe ich bekommen, als ich zum Glauben an Jesus Christus kam. Gott hat ihn mir geschenkt. Ich darf mich "Christ" nennen. Ich bin in eine große, weltweite Familie aufgenommen worden. Auf Jesus Christus zu vertrauen heißt, ein Kind Gottes zu sein. Er kennt mich. Auch meine Schwächen. Alle Fehler. Alles, was mir tief drinnen weh tut. Oder wie ich anderen weh getan habe. Wofür ich mich schäme.

Es tröstet mich sehr, dass ich da von meinem Vater im Himmel zugesichert bekomme: "Was auch immer in deinem Personalausweis steht: Du trägst nun meinen Namen. Du gehörst zu mir. Darum ist dir vergeben. Wenn du Trost brauchst, dann komm zu mir. Ich will dir helfen und wieder heil machen, was zerbrochen ist. " Mit diesem neuen Namen kann jeder Christ auch neu beginnen – jeden Tag.


Albrecht Hoffmann

Liebe Grüsse
Elli
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