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Frannys Hanne Haller Fan-Forum

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Dieses Thema hat 290 Antworten
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Elli Offline

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14.04.2011 09:56
#181 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 14. April 2011 - Gottes Segen

Jeden Morgen ab neun Uhr läuft hier bei MDR 1 RADIO SACHSEN die Sendung "Wir gratulieren". Verwandte, Freunde und Kollegen rufen an und gratulieren zum Geburtstag. Oder zum Hochzeitstag. Als "Hörgeschenk" wird meist noch ein Lied gewünscht. Schön, dass es so etwas gibt. Nur ein kleines Lied – und doch kann es einem so viel bedeuten. Denn der oder die Gegrüßte weiß: Da meint es jemand gut mit mir! In manchen der Geburtstagslieder oder –grüße kommt die Zeile "Gottes Segen zum Geburtstag" vor.
"Gottes Segen". Vielleicht hat Ihnen das auch schon einmal jemand gewünscht. Was ist damit eigentlich gemeint?

Nun, wenn ich jemandem Gottes Segen wünsche, dann meine ich damit mehr, als nur "alles Gute". Vielmehr wünsche ich, dass Gott dem anderen jeden Tag beisteht. Dass er echte Freude schenkt, auch wenn die Geburtstagsfeier vorbei und die Gäste wieder heimgegangen sind. Dass er durch sein Wort, die Bibel, an den Tagen Trost spendet, wo menschliche Worte und gute Wünsche nicht mehr weiterhelfen.

Dabei sage ich das nicht einfach so dahin. Wünschen kann man sich oder anderen ja viel. Nein, ich vertraue darauf, dass Gott meinen Wunsch auch lebendig machen und erfüllen will.
Das alles meine ich, wenn ich jemandem "Gottes Segen" wünsche. Nur zwei kleine Worte – und doch steckt so viel drin! Alles, was man sich noch zum Geburtstag wünscht, ist da schon mit inbegriffen: Das "alles Gute", die Gesundheit, die Wünsche für Familie und Beruf. Denn Gott ist es ja, der all das geben kann. Jemandem Gottes Segen zu wünschen, ist ein großes, wunderbares Geschenk. Davon hat ein Mensch auch dann noch etwas, wenn der schöne Blumenstrauß verwelkt und die Pralinenschachtel leergefuttert ist.
Wenn ihnen also das nächste Mal jemand Gottes Segen wünscht, dürfen Sie wissen: Da meint es jemand gut mit mir.


Albrecht Hoffmann

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Elli
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Elli Offline

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15.04.2011 08:52
#182 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 15.April 2011 - Die Liebe Gottes

Wie würden Sie mit einem Wort beschreiben, worum es bei den allermeisten Schlagern geht? Ich würde sagen: "Liebe". Wahnsinn, wie viele Lieder über Liebe geschrieben werden! Auch Matthias Reim singt davon. Tausende Fans kaufen seine CDs, besuchen seine Konzerte. Für viele ist das, was er singt, sehr glaubwürdig. Er hat selbst erlebt, wie gut es tut, geliebt zu werden. Er war ganz unten. Nach großem Erfolg kam das Tief. 14 Millionen Euro Schulden hatten sich bei ihm angehäuft. Er berichtet davon, dass viele falsche Freunde von ihm abgerückt sind.

Doch er ist wieder da. Als einen ganz wichtigen Grund dafür nennt er die Liebe seiner Frau, die ihn aufgebaut hat. Er sagt in einem Interview: "Endlich, nach so vielen Wanderjahren, habe ich das Gefühl, ein Zuhause gefunden zu haben." Ihm nimmt man es ab, wenn er auf seinem aktuellen Album singt: "Deine Liebe macht mein Leben neu, nicht ein Tag geht ohne Glück vorbei, keine Stunde, keine Sekunde. Ich sag nie wieder, es gibt keine Wunder."

Geliebt werden. Nicht, weil man berühmt und reich ist. Sondern auch, wenn man Schulden hat und Fehler macht. Durch die Liebe neuen Lebensmut bekommen. Das wünschen sich die meisten. Schön, dass Matthias Reim das erleben darf.

Ich wünsche ihm und uns allen, hinter der Liebe unter zwei Menschen die noch viel größere Liebe erkennen zu können, mit der Jesus Christus uns begegnet. Denn er liebt mich, obwohl ich nichts vorzuweisen habe. Obwohl ich bei Gott und so manchem Menschen in tiefer Schuld stehe. Bei ihm muss ich nie Sorge haben, dass er mich links liegen lässt, wenn ich in meinem Leben in einem Tief stecke. Stattdessen steht er für mich ein und bleibt an meiner Seite.

Diese unendlich große Liebe Gottes baut mich als Christ auf. Gibt mir neuen Lebensmut, auch wenn ich gerade Tiefschläge einstecken muss. Denn anders als bei Liebe unter Menschen hört Gottes Liebe niemals auf. Ich wünsche Matthias Reim, mir selbst und Ihnen, dass wir heute auch über Gottes Liebe froh mitsummen können: "Seine Liebe macht mein Leben neu"!

Albrecht Hoffmann

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Elli
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16.04.2011 11:03
#183 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Sonnabend, 16. April 2011 - Fernweh

"Hello again. Du isch möschte disch heut‘ noch sehn!" klingt es mir aus dem Radio entgegen. Howard Carpendale. Kurz darauf besingt Bata Illic eine mir unbekannte, aber anscheinend sehr angenehme "Mickaeeela". Und wenig später singt Nana Mouskouri mit leicht griechischem Akzent "Weiße Rosen aus Athen". Ich wundere mich: Wieso gibt es so viele Schlager, die zwar auf Deutsch gesungen sind, aber mit ausländischem Akzent? Was ist der Reiz daran?

Ich denke, es ist Fernweh. Unser Sachsen ist ja schon der schönste Fleck Deutschlands. Aber jeder von uns hat doch mal das Gefühl: Ich brauche Abwechslung. Einfach raus aus dem Büro und rein in den Flieger in den warmen Süden. Allen Streit und Ärger hinter sich lassen. Zusammenpacken und auf in den Urlaub.

Meist geht das nicht so einfach. Also hört man sich, bis es so weit ist, die Schlager an, in denen schon durch den fremden Akzent das Fernweh entfacht wird. Man stellt sich den Moment vor, an dem man sich dort tatsächlich ganz entspannt die Sonne ins Gesicht scheinen lässt. Herrlich. Nicht wenige lassen sich von einem Schlager anregen. Machen Urlaub in dem Land, in der Stadt, von der sie im Lied gehört haben.

Als Christ habe ich auch Fernweh. Ja, es gibt viel in meinem Leben, das mir Freude macht. Dafür bin ich meinem Schöpfer dankbar. Aber doch sehne ich mich nach dem Ort, an dem ich all meine Sorgen und Schwierigkeiten hinter mir lassen kann. Wo weder Streit noch gehässiges Gerede noch Krankheit mehr die Stimmung trüben. Dieser Ort ist der Himmel. Noch habe ich ihn nicht gesehen. Aber ich höre schon davon, wenn ich meine Bibel aufschlage. Und ich weiß, dass dieses Fernweh einmal zu Ende sein wird. Weil ich dann angekommen bin. Herrlich.
Noch bin ich unterwegs. Aber ich vertraue darauf, dass mich Gott sicher ans Ziel bringen wird. Bis es soweit ist, höre ich davon und freue mich darauf. Zum Beispiel morgen, im Gottesdienst meiner Kirchgemeinde. Da wird das Fernweh wieder geweckt und die Vorfreude neu entfacht.

Albrecht Hoffmann

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Elli
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18.04.2011 09:54
#184 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 18. April 2011 - Das Kreuz, das wir tragen

In katholischen Kirchen fallen mir immer wieder eine Reihe kunstvoll gestalteter Bilder auf. Sie zeigen Szenen aus dem Leidensweg Jesu, von der Festnahme bis zur Kreuzigung und Grablegung. Manchmal sind es sieben, meist aber vierzehn. Die Idee solcher Kreuzwegdarstellungen stammt aus einer Zeit vor etwa 600 Jahren. Damals war die Bibel noch im Lateinischen in Gebrauch. Doch das Volk konnte kein Latein. So entstand eine Art Bilderbibel. Künstler gestalteten Szenen in einem Kreuzwegzyklus. Sehenswert.

Solch eine Bildergalerie soll uns auch heute noch an das Leiden Jesu erinnern. Gleichzeitig regt sie aber auch an, an unser eigenes Leben zu denken. Da gibt es ja auch so manches Kreuz, das schwer zu tragen ist. Wie oft ist einer bitter enttäuscht worden - Streit und Trennungen liegen schwer auf der Seele. Mancher hat seine Arbeit verloren und findet keine neue. Die plötzlich eingetretene Krankheit hat einen aus der Bahn geworfen. Wie viel deutsche Soldaten verloren ihr Leben in Afghanistan? Der Tod eines lieben Menschen hat seine Nachwirkungen. Kreuzwege! Sie bleiben uns nicht erspart.

Sich an Leid zu erinnern, ist eine wichtige Sache. So haben zum Beispiel junge Leute in den neunziger Jahren begonnen, einen Kreuzweg besonderer Weise zu gestalten an einem leidvollen Ort. Im KZ Buchenwald organisierten sie einen Rundgang als "Kreuzweg des Friedens". An einem Gedenkstein wurde an jüdische Opfer gedacht. Im Bunker wurde erinnert an den evangelischen Pfarrer Paul Schneider und an den katholischen Priester Otto Neururer. Am Krematorium gedachte man unter anderem dem KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann. An den einzelnen Stationen wurden Texte aus der Bibel gelesen und ein Gebet gesprochen. Eine anregende Art, mit Leid umzugehen und es nicht zu vergessen. So kann auch nach und nach Schweres überwunden werden.
Deshalb ist oft den Kreuzwegen in Kirchen ein fünfzehntes Bild hinzugefügt. Es stellt nach Leid und Tod das Leben dar – die Auferstehung Jesu.
Trotz all unserer Kreuze, die oft so schwer wiegen, will Gott das Leben für uns.
So bleibt auch für uns als dringende Aufgabe, sich für das Leben einzusetzen.

Johannes Affolderbach

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Elli
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19.04.2011 09:18
#185 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 19. April 2011 - Etwas für die Umwelt tun!

Immer noch frag ich mich, ob ich E10 tanke oder nicht. Billiger ist er. Das heißt, er kostet jetzt so viel oder gar schon mehr als bisher der Super. Dem Motor soll der neue Biosprit nicht schaden, sagt mein Meister in der Autowerkstatt. Wo liegt nun das Problem? Also los und E10 getankt. Man will ja etwas für die Umwelt tun. Und der Kostenpunkt ist ja auch zu beachten.

Aber so einfach fällt mir die Entscheidung doch nicht. Ich denke an unseren Patenjungen Josue in Guatemala. Seine Familie lebt in ärmsten Verhältnissen in den Bergen an der Grenze zu Mexiko. Wir waren betroffen als wir sie besuchten. Wie kann man so leben? Aus Brettern zusammengenagelte Hütten. Der Wind wehte durch alle Ritzen. Der Boden aus festgetretenem Lehm. Eine Feuerstelle aus aufgeschichteten alten Ziegelsteinen. Ein paar wacklige Plastikstühle. Eine Bohnensuppe mit ein paar dürren Hähnchenschenkel als Festtagsessen.

Gerade in diesem Land haben Großgrundbesitzer viele Ländereien unter ihren Nagel gerissen. Sie haben sie beschlagnahmt zum Anbau von Ölpalmen und Zuckerrohr zur Gewinnung von Ethanol. So machen sie ihr Geschäft. Doch die Mehrheit, die Armen, verlieren dabei ihre Lebensgrundlage. Es werden weniger Lebensmittel angebaut. So fehlen Mais, Reis und Bohnen. Das Allernotwendigste. Die Lebensmittelpreise steigen. Die Armut und die Not werden immer größer. Was bedeutet das für Josue und seine Familie?

Wir wollen helfen. Sie sollen besser leben können. Und dann trage ich mit meiner Art zu leben dazu bei, dass Not immer größer wird. Das betrifft ja nicht nur unseren Patenjungen und seine Familie in Guatemala. Ich will etwas für die Umwelt tun, will auch sparen, und tue es doch auf Kosten anderer. Ein Dilemma. Doch das kann nicht sein! Das darf nicht sein!
Darüber muss ich noch weiter nachdenken.


Johannes Affolderbach

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20.04.2011 09:19
#186 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 20. April 2011 - "Undank ist der Welt Lohn."

"Undank ist der Welt Lohn." Da haben wir so unsere oft bitteren Erfahrungen. Wir haben Kraft und Zeit für eine uns wichtige Sache investiert und keiner dankts einem.

Wie oft klagen Eltern: "Wir haben für unsere Kinder alles getan und nun? Wo bleibt der Dank?"
Da fahren wir mit der Eisenbahn oder dem Omnibus. Wer käme aber auf die Idee, dem Lokführer oder dem Busfahrer ein "Danke" zuzurufen?
Eine Krankenschwester berichtet: Nur etwa 50 Prozent aller Patienten verabschieden
sich bei der Entlassung mit einem Dankeschön.

Wie viel Menschen setzen sich an einen Reich gedeckten Tisch ohne dafür "danke" zusagen.
Da kommen die Müllmänner Woche für Woche und fahren unseren Abfall ab. Wie oft hören sie ein "Dankeschön"?

Schnell ist der Gedanke da: Sie tun ja nur ihre Pflicht. Es ist eben ihre Arbeit. Und die bekommen sie ja auch bezahlt. Ist doch selbstverständlich, was sie tun.

Dabei wissen wir, Dank und Anerkennung ist lebensnotwendig.
Wie geht es einem Künstler, wenn der Beifall ausbleibt?
Wie geht es Kindern, die nie gelobt werden. Wir geht es uns, wenn wir keine Anerkennung erfahren?
Zum Glück gibt es aber auch noch eine andere Erfahrung. Oft bin ich überrascht.

Ich denke da an meine Nachbarin. Während unseres Urlaubs holt sie die Post aus dem Kasten und gießt die Blumen. "Ist doch selbstverständlich sagt sie, als ich mich bedanken will. Aus freien Stücken ist jemand bereit, mir etwas Gutes zu tun. Das ist nicht selbstverständlich. Und doch, das gibts.

"Undank ist der Welt Lohn." Das ist oft wahr. Eine bittere Pille.
Doch das andere gibt es eben auch: Ist doch selbstverständlich".
Solche Glücksmomente machen mich einen selbst wieder dankbarer.


Johannes Affolderbach

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21.04.2011 09:38
#187 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 21.04.2011 - Gründonnerstag

Der heutige Tag ist ein Feiertag. Auch wenn er kein gesetzlicher Feiertag ist. Wir werden es merken, wenn heute am frühen Abend die Kirchenglocken läuten.
Heute ist Gründonnerstag. Woher hat dieser Tag seinen Namen? Eindeutig lässt sich das nicht sagen. Doch mit diesem Tag verbinden sich auf der einen Seite Gedanken des Frühlings. Es soll den alten Brauch geben, an diesem Tag grünes Gemüse und Kräuter zu essen. Auch verband sich mit diesem Tag die Vorstellung, dass er günstig wäre zum Bestellen von Feldern und Gärten. Gute Erträge würden erreicht.

Eine andere Deutung sieht in dem Wort "Grün" eine sprachliche Weiterentwicklung aus dem altdeutschen Wort "greinen". Und greinen bedeutete Weinen, Trauern.
Wenn das wäre, dann hätte das auch einen Sinn. Denn, wenn heute die Glocken läuten, wird in den Kirchgemeinden Abendmahl gefeiert. Dabei wird daran erinnert, dass Jesus vor seinem Weg zur Kreuzigung noch einmal mit seinen Jüngern zusammen saß. Ein trauriger Anlass. Er nahm Abschied. Mit seinen Freunden brach er Brot und gab jedem ein Stück. Dann reichte er einen Kelch mit Wein herum. Jeder trank daraus. So sollten es in Zukunft die Jünger immer wieder tun, wenn Jesus nicht mehr bei ihnen ist. Sie sollten dann an ihn denken und an sein Sterben. So wird er unter ihnen sein und bleiben.

Deshalb feiern Christen immer wieder das Abendmahl. Heute ist es von besonderer Bedeutung. Heute wird besonders an den der Tag des Abschieds gedacht. Das Geläut der Glocken heute Abend macht darauf aufmerksam.
Dann aber schweigen die Glocken bis zum Ostermorgen. Wenn sie dann wieder läuten, wird ein Jubelfest gefeiert, denn Jesus ist auferstanden.

Johannes Affolderbach

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22.04.2011 15:15
#188 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Karfreitag, 22. April - Von Gott verlassen

Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen? Mit diesen Worten auf den Lippen stirbt Jesus. Heute, an Karfreitag, erinnern wir uns daran. Wie ein Verbrecher wird er hingerichtet. Von Judas verraten, von den Umstehenden bespuckt, alleingelassen von allen seinen Jüngern. Und jetzt auch noch von Gott verlassen?

Einsamer kann ein Mensch nicht sein. Er leidet Schmerzen – sein Körper ist ausgezehrt, und alles, wofür er gelebt hat, scheint gescheitert. Seine Mitstreiter haben sich aus Angst versteckt; niemand wagt es, ihm in der Todesstunde nahe zu sein. Ob sein Weg, auf Gewalt zu verzichten und sich allen Menschen bedingungslos zuzuwenden, richtig war? Tief verstört und erschüttert sind alle, die ihm gefolgt sind.

Schnell möchte man hier "aber" sagen und an etwas anderes denken. Aber es gibt ihn, diesen Karfreitag: Immer wieder erleben Menschen, dass Gott fern ist. Eine junge Frau stürzt sich aus einem Hochhaus. Niemand hat geahnt, wie verzweifelt sie war. Der Vater von vier kleinen Kindern erkrankt an Krebs und stirbt. Da gibt es keine schnellen Antworten.

"Mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" Noch in der schlimmsten Verzweiflung ruft Jesus nach Gott. Nach "seinem" Gott, den er persönlich kennt. Mit dem letzten Lebenshauch, der in ihm ist, betet er. Damit endet sein irdisches Leben. Und danach wird es still um ihn. Zwei Tage lang.


Susanne Platzhoff aus Halle

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23.04.2011 12:07
#189 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Karsamstag, 23. April - Ecce homo

"Wie der Jesus da am Kreuz hängt, das ist furchtbar." findet Judith. Auf der Rückfahrt von einem Turnier in Bayern kommen wir an einem Kreuz am Straßenrand vorbei. Der geschundene Körper Jesu ist nicht zu übersehen. Lebensgroß und vor Schmerzen gekrümmt hängt er da. "Ist das nicht pietätlos?" fragt mich Judith weiter. "Dass man das Leid so zeigen muss!"

Spontan will ich widersprechen, da merke ich: Eigentlich hat sie recht. Das Kreuz, an dessen Anblick ich mich längst gewöhnt habe, ist nicht irgendein religiöses Symbol. Es ist ein Folterinstrument. Ein perfides Gerät, um Menschen zu quälen. Unter grausamsten Schmerzen und gedemütigt sollten die Opfer sterben. Andere Menschen sollen mit ihrem Tod noch einschüchtern werden, ja nicht aufzubegehren.

Mitten in der schönsten Landschaft werde ich daran erinnert, was Menschen anderen Menschen antun können. Auch in der ruhigsten Dorfidylle ist keine "heile Welt" zu finden. Ein Kind, das bitterlich weint und nicht getröstet wird von seiner Mutter, die nervös an ihrer Zigarette zieht. Der dicke Junge, der auf dem Schulhof hin und her geschubst wird. Oder die junge Frau, die sich zu Tode hungert. Menschen, die ihr Kreuz tragen. Sie nicht zu vergessen, daran erinnert der leidende Jesus an dem Kreuz am Straßenrand. Das ist nicht pietätlos, finde ich. Nur schwer auszuhalten. Und nicht zum Gewöhnen. Und so soll es sein.


Susanne Platzhoff aus Halle

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26.04.2011 12:35
#190 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 26.04.2011 - Osterüberraschungen

Am Ostermorgen hingen an einzelnen Türklinken in unserem Haus kleine Päckchen: Osterüberraschungen. Es waren genau jene Wohnungen, in denen auch Kinder leben. Das kann doch nur Frau ... gewesen sein, dachte ich. Sie ist es auch, die zum Osterfest den Baum vor unserem Haus schmückt. Und sie schmückt ihn nicht schon Wochen vorher.

Osterüberraschungen: Das sind nicht die großen Geschenke. Das sind vielmehr die kleine Aufmerksamkeiten und unerwarteten Grüße.
Wenn es einen so freundlichen Geist in einem Haus gibt, dann haben die Kinder einen Grund mehr zur Freude. Sie werden umso lieber da wohnen, wird ihnen doch auf diese freundliche Art und Weise gesagt: Wir Älteren freuen uns, dass es Euch gibt.
Ostern ist gut geeignet für solche Gesten, für alles, was in uns Menschen die Lust am Leben fördert.

Mit unseren Kindern haben wir einen alten Familienbrauch gern aufgegriffen: den Osterspaziergang. Einer von uns Erwachsenen ist immer mal ein Stück voraus gegangen. Die Kinder haben dann am Wegesrand freudestrahlend Ostereier gefunden und waren hellauf begeistert.

Und in vielen Kirchgemeinden ist es guter Brauch, dass die Kinder am Ostermorgen eingeladen sind Osternester zu suchen – im Garten hinter der Kirche oder hinter dem Pfarrhaus. Das war auch in diesem Jahr an zahlreichen Orten so.

Für mich heißt Ostern: Gott bekennt sich mit aller Leidenschaft zum Leben. Wo Menschen einander Lust am Leben machen, wird Ostern konkret.
Ich glaube, die Freude darüber kann man nicht besser teilen als mit den Kindern.
Übrigens: Die ältere Dame hat ganz bestimmt auch dem alten Herrn, der in unserem Haus allein lebt, eine Überraschung zukommen lassen.
Denn: Ostern jemanden ganz ohne Lebenszeichen allein sein lassen? Das geht doch nicht! ... wird sie gedacht haben.
Und ich bin fast sicher: Auf die Frage, wer der gute Geist im Haus gewesen sei, würde sie sich sehr schwer tun, eine ehrliche Antwort zu geben. So ist sie.


Frank del Chin

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27.04.2011 09:46
#191 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 27.04.2011 - "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser."

"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser." Ohne das Prinzip dieses Spruches zu beherzigen, würde kein Statiker ein Haus zum Bau frei geben können. Aber es gibt auch Situationen, in denen Kontrolle Misstrauen ausdrückt: Ein eifersüchtiger Ehepartner, der jeden Schritt der Partnerin überwacht, kann eine Ehe in die Krise stürzen. Menschen brauchen Vertrauen zum Zusammenleben. Sie brauchen Freiheit, auch in der Bindung.

Manche Paare ergänzen sich deshalb so wunderbar, weil sie dem anderen jeweils einen Bereich des Zusammenlebens überlassen. Er organisiert den Urlaub, sie regelt die Geldangelegenheiten, er sucht Kinofilme oder Theaterstücke aus, sie trifft die Verabredungen mit gemeinsamen Freunden. Dabei ist es natürlich wichtig, dem anderen auch mal einen Fehler oder einen Fehlgriff zuzubilligen.

Glauben ist eine besondere Form von Vertrauen. Er muss ohne sichtbaren Bezug auskommen. Das ist schwer. Deshalb findet man Darstellungen von biblischen Geschichten an mittelalterlichen Deckengemälden. Bekanntlich konnten zu dieser Zeit die meisten Menschen nicht lesen. Und so wurden Kirchendecken oder Kirchenemporen mitunter komplett bemalt. In diesen wunderbaren Darstellungen konnten die Menschen während der lateinische Messe wie in einem Bilderbuch lesen. Aber selbst da wird Gott nur selten menschlich dargestellt. Denn wer in der Bibel liest, findet ganz viele Umschreibungen für Gott, von dem wir uns nicht wirklich ein Bild machen können: Gott ist Liebe. Er ist wie ein Vater oder eine Mutter, wie ein Windhauch oder wie ein Sturm.

Eine Ostergeschichte zeigt, dass Menschen schon immer den Hang haben, nur das zu glauben, was sie sehen und überprüfen können. Jesus sagt darin: "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!" - die also Vertrauen wagen, ohne Beweise zu haben.

Das klingt unvernünftig. Aber wir Menschen müssen uns auf etwas verlassen können. Vertrauen ist die Basis allen Lebens. Ohne dem geht nichts. Es ist so wichtig wie die Luft zum Atmen.

"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser." Ein flotter Satz, der in manchen Berufen unverzichtbar ist. Denn Menschen können Fehler machen.
Als Lebensrezept ist er jedoch untauglich, denn Kontrolle an allen Orten und bei allen Gelegenheiten würde tiefes Misstrauen mit sich bringen. Das aber wäre verheerend für unser Zusammenleben.

Glücklich deshalb alle Menschen, denen Glauben und Vertrauen geschenkt sind.


Frank del Chin

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02.05.2011 11:17
#192 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Montag, 02.05.2011 - Entschuldigung

Erinnern Sie sich noch an Oliver Kahn? Ein toller Fußballer, über Jahre hinweg, der sich und auch seine Gegner nie geschont hatte. Einmal, als sich ein Gegenspieler wegen einer ziemlich rüden Attacke Oliver Kahns verletzte, wurde der Täter hinterher im Fernsehen danach gefragt. Er hatte nur die Schultern gezuckt. Ich hab mich entschuldigt, und weiter gehts, hat er gesagt.

Geht das? Kann man sich entschuldigen? Wenn man Schuld auf sich geladen hat, kann man sich nicht selbst davon befreien. Man braucht ein Gegenüber, man braucht den, dem man etwas getan hat. Den muss man um Entschuldigung bitten und hoffen, dass er sie gibt.

Und da wir Menschen sind, alle mit Fehlern, so sind wir immer auf das Verzeihen anderer angewiesen.
Wenn man in den Alltag unserer Gesellschaft hineinsieht und vielleicht erst recht noch in die Medien, dann stellt man fest, dass Verzeihen nicht gerade zu den Tugenden unserer heutigen Welt gehört. Wer da mal in die Schieflage gerät, auf den wird ordentlich eingeschlagen. Verfehlungen sind interessant und werden genüsslich veröffentlicht. Das macht Quote. Die Medien lieben die Sünde und stellen den Sünder bloß.

Beim lieben Gott ist es gerade umgekehrt. Er verabscheut die Sünde, aber liebt die Sünder. Er nimmt uns als Menschen wahr, mit unseren Fehlern und Schwächen. In der Bibel finden wir dazu viele Beispiele.

Auf die Frage, wie oft man verzeihen soll, antwortet Jesus 770 mal, also unbegrenzt. Und Jesus lebt dieses Gebot vor.

Mit den Verfehlungen seiner Gefährten geht Jesus sehr großzügig um. Als er angesichts seiner drohenden Verhaftung angstvoll wartet, schlafen seine Gefährten. Sie hätten ihn ja beschützen können. Nein, sie machen ein Schläfchen. Jesus belässt es bei einer sanften Ermahnung. Und seinen Freund Petrus, der ihn verleugnet und im Verhör sogar erklärt, ihn nicht zu kennen, macht er zum ersten Papst.

So eine Großmut ist fast unverständlich. Hier benutzt einer nicht die Fehler anderer, um sich zu profilieren. Er verzeiht. Die Liebe ist größer als der Ärger über die Missetat.

Auch wenn unsere Öffentlichkeit leider ziemlich unbarmherzig ist: Zum gegenseitigen Verzeihen gibt es keine Alternative. Im Kleinen können wir da jederzeit anfangen.


Christoph Pötzsch

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03.05.2011 09:28
#193 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Dienstag, 03.05.2011 - Kauf einer neuen Tür

Bei mir zu Hause steht in nächster Zeit eine erhebliche Investition an: Ich brauche eine neue Haustür. Die alte hat ausgedient. Also ließ ich mir ein paar Kataloge kommen. Wie nicht anders zu erwarten, war ich vom Angebot geradezu überwältigt. Türen aller möglichen und unmöglichen Varianten gibt es. In Farben, in Mustern nicht zu zählen. Sogar ein Modell im kapholländischen Stil wurde mir angeboten. Es gibt nichts, was es nicht gibt.

Ich war von der Türenflut ziemlich erschlagen und stellte fest, dass ich Türen bisher nicht als etwas Besonderes angesehen hatte. Aufmachen, durchgehen, zumachen. Fertig.

Also, dachte ich mir, zählst Du mal spaßeshalber an einem Tag alle Türen, durch die Du gehst. Früh, durch die Schlafzimmertür, die Badtür, die Küchentür, dann noch mal hin und zurück, Haustür, Garagentor, Autotür, dann ins Büro, dann Nachbarzimmer, hin und her, die Tür zum Chefzimmer, Tür ins Sitzungszimmer. Gegen 10 Uhr hatte ich mich bereits mehrfach verzählt, gegen Mittag gab ich auf. Es waren zu viele.

Durch Türen betritt man immer wieder etwas Neues. Nicht immer weiß man, wer oder was sich dahinter verbirgt. Was mit dem ist, der im Zimmer hinter der Tür sitzt. Tut sich da ein Schicksal auf? Werden Weichen neu gestellt, oder kommt da nur ein unverbindliches Schwätzchen?

Die beiden wichtigsten Türen stehen in keinem Katalog. Diese kann man nicht kaufen. Es ist zum einen die Tür ins Leben und es ist die Tür aus dem Leben. Diese Türen sind nicht in unserer Hand. Sie werden von Gott geöffnet und geschlossen. Auch wenn die Menschen, vor allem Mediziner, bemüht sind, hier einzugreifen. Die endgültige Entscheidung liegt nicht in ihrer und nicht in unserer Hand. Wir hatten keine Wahl, auf diese Welt zu kommen oder nicht. Und wir haben nicht die Option, auf ewig zu bleiben. Diese Entscheidung wird uns abgenommen.

Diese beiden Türen zeigen, dass wir Menschen bei aller technischen und medizinischen Finesse begrenzt sind. Das eigentlich Wichtige in unserem Leben liegt nicht in unserer Hand. Leben in jeder Hinsicht ist ein Geschenk, das nicht von uns kommt. Wir können, dürfen und sollen es gestalten, den Rahmen setzt ein anderer.


Christoph Pötzsch

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04.05.2011 09:47
#194 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 04.05.2011 - Helden

Wie halten Sie es mit Helden?
Als Kind waren meine Helden Winnetou und Old Shatterhand. Die beiden waren einfach unschlagbar, konnten alles und siegten in allen Kämpfen. So wollte ich auch mal sein.

Als Jugendlicher hatte ich dann andere Helden. Das waren Personen, die die Weltgeschichte veränderten oder gar selbst gestalteten, wie Marco Polo, Kaiser Konstantin oder Christoph Kolumbus zum Beispiel.
Im zunehmenden Alter wandelte sich dann mein Bild vom Helden. Man merkt irgendwann, dass die idealisierten Figuren aus Büchern doch eher künstlich sind und weniger aus Fleisch und Blut, und das Heldentum der Weltveränderer manchmal mit Blut erkauft wurde.

In der DDR-Zeit waren dann Helden für mich, die sich konsequent dem Staat und seiner Ideologie verweigert hatten und dafür bewusst alle möglichen persönlichen und beruflichen Nachteile in Kauf nahmen. Ein Held muß nicht unbedingt toll reiten, treffsicher schießen können und im Kampf Mann gegen Mann unüberwindlich sein.

Eine Meinung, eine Haltung in schweren Zeiten, gegen den herrschenden Zeitgeist durchzutragen und dabei nicht verführbar zu sein, das ist wohl eigentliches Heldentum, auch wenn es mitunter ganz im Stillen passiert.

In wenigen Tagen gedenken wir in besonderer Weise eines Helden.
Der katholische Kaplan Alojs Andritzki war in der Zeit des Dritten Reiches Jugendseelsorger an der Dresdner Hofkirche. Er sammelte die Jugendlichen seiner Gemeinde um sich. Auch andere kamen gern zu ihm. Andritzkis konsequente Haltung gegen den Ungeist des Nationalsozialismus strahlte auf diese aus, so dass der Kaplan für die Nazis zum Risiko wurde. Alle Jugendarbeit hatten die Herrscher des Dritten Reiches für sich reklamiert. Wer die Jugend hat, der hat die Zukunft. Dies wollte Alojs Andritzki so nicht zulassen. Ihm war Gottes Wort wichtiger als das Wort der Mächtigen. Um seinen Willen zu brechen verurteilte man ihn wegen Heimtücke und sperrte ihn nach der Haftzeit ins Konzentrationslager Dachau. Dort wurde er 1943 ermordet. Bis zu seinem letzten Tag, so berichten es Zeugen, blieb Alojs Andritzki Gott und sich selbst heldenhaft treu.
Am 13. Juni dieses Jahres wird Alojs Andritzki in Dresden seliggesprochen.


Christoph Pötzsch

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05.05.2011 11:15
#195 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 05.05.2011 - Werbung

Nervt Sie Werbung im Fernsehen? Ich bin auch nicht gerade begeistert, wenn mitten in einem dramatischen Film plötzlich joghurtverzehrende Kinder eingeblendet werden oder sich Frauen über Rotweinflecke auf der Tischdecke freuen, weil sie nämlich gleich das richtige Mittel zur Hand haben.

In der letzten Zeit beobachte ich aber, dass sich Werbung ziemlich oft religiöser Bezüge bedient. Da wird ein schnöder Pudding zur Paradiescreme, der Verzehr eines Blauschimmelkäses wird zum "himmlischen Vergnügen" und beim Löffeln einer Tütensuppe erscheint über den Köpfen der Esser eine virtuelle Kochmütze wie ein Heiligenschein.
Das ist wirklich seltsam. Unsere Gesellschaft stellt sich mehr und mehr als eine weltliche dar.

Religion soll Privatsache sein, über religiöse Symbole in der Gesellschaft wird erbittert gestritten, keine Kreuze in öffentlichen Gebäuden mehr. Aber dennoch wird das Thema in der Werbung gern aufgenommen.
Sofern nicht der gute Geschmack verletzt wird, finde ich das in Ordnung. Wird doch damit eine bestimmte Qualität versprochen, geradezu verheißen. "Himmlisch" scheint wohl auch für Nichtchristen eine großartige Dimension zu haben.
Worte wie "himmlisch" oder "Gott sei Dank" kommen jedem von uns über die Lippen, ob nun Christ oder nicht. Das Christentum hat über Jahrhunderte hinweg unser Land und unseren Kontinent geprägt. Diese Lebensmuster sind einfach in uns. Das Christentum gehört zu Deutschland und Deutschland zum Christentum.

Die meisten Menschen in unserem Land, auch die, die keiner Kirche angehören oder gar die Religion ablehnen, feiern ebenfalls Weihnachten und Ostern und leben in diesem Rhythmus. Und der freie Sonntag ist keine Erfindung des frühkapitalistischen Arbeitsschutzes, er ist ein Gebot Gottes. Ohne Sonntage wären alle Tage gleich. Wenn versucht wird, diese jahrhundertealten kulturellen Bezüge zu beseitigen, dann wird dieses Land an Lebensqualität verlieren. Unsere Gesellschaft verlöre das tragende Gerüst. Und wir allmählich unsere Orientierung.
Das zu verhindern sollte uns alle angehen.


Christoph Pötzsch

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06.05.2011 08:55
#196 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 06.05.2011 - Glocken

In meinem Freundeskreis gibt es einen unabgesprochenen Wettbewerb: Wer hat den originellsten Klingelton fürs Handy. Da erwacht das Kind im Manne. Es gibt Mozart, Robbie Williams, das Meckern einer Ziege, das Miauen einer Katze und –zugegeben - etwas bizarr: Das Klirren einer zerbrechenden Fensterscheibe. Ich bin aber nach wie vor der Spitzenreiter. Wenn mich jemand anruft, so klingen auf meinem Handy laut und vernehmlich Kirchenglocken. Das ist sehr vergnüglich. Wenn ich das Handy vergesse auszuschalten und es klingelt, also läutet, ernte ich meist ein nachsichtiges Lächeln, sogar in wichtigen Terminen. Selbst wenn mich jemand in der Kirche anruft, hält sich die Peinlichkeit in Grenzen. Das passt. Schon als Kind hatte ich zum Läuten von Kirchenglocken eine besondere Beziehung. Wir wohnten am Dresdner Elbufer, und ich konnte die Glocken regelmäßig hören.

In früheren Zeiten, als man sich noch nicht eigene Uhren leisten konnte, bildete das Glockengeläut das Zeitgerüst für die Menschen. Sie bekamen so ihren Rhythmus zum Leben und für die Tagesgebete. Die Glocke läutete zum Gottesdienst, bei Trauungen, bei großen Festen, aber auch als letztes Geläut bei der Beerdigung. Die Glocke führte früher nicht nur durch den Tag, sondern durch das Leben. Sie erinnerte an Gottes Wort.

So sind auch die Glockenhersteller immer mit außerordentlicher Sorgfalt und Sensibilität an den Glockenguß herangegangen. Sie wussten und wissen über ihre Verantwortung. Auch heute noch erhalten Glocken eigene Namen. Kirchgemeinden können am Glockenguß teilnehmen, und traditionell gießen die meisten Glockenhersteller die Glocken ausschließlich Freitags um 15:00 Uhr, um damit an die Sterbestunde Jesu zu erinnern.

Wenn Sie, liebe Hörer, heute tagsüber eine Glocke hören, halten Sie einfach mal für einen Augenblick inne.

Das ist mehr als nur begleitendes Geräusch. Das ist Geschichte pur, das ist eine jahrhundertealte Kultur, das ist das Leben. Und das ist die Erinnerung daran, dass es mehr gibt als nur Alltag.


Christoph Pötzsch

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11.05.2011 10:02
#197 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Mittwoch, 11.05.2011 - Nackt und doch bekleidet

Darstellungen von nackten Menschen sind nichts Besonderes. Schon Peter Paul Rubens malte im 17. Jahrhundert Menschen ohne Kleidung. Seine Gemälde allerdings besaßen noch eine gewisse Hemmschwelle. Heute erleben wir diesbezüglich eine Inflation in unserer Gesellschaft. Aber mir geht es nicht darum, den Moralapostel zu spielen. Vielmehr möchte ich nach der Bedeutung des Nacktseins fragen.

Das Wort nackt ist eines der ältesten der deutschen Sprache, es lässt sich mehr als 5.000 Jahre zurückverfolgen. Nacktheit war also immer wieder ein Thema und das Wort "nackt" hat ganz verschiedene Ebenen. Ich kann nackt, also der Bekleidung entledigt sein, ich kann mich aber auch nackt fühlen, obwohl ich reichlich Kleidung trage. Es gibt Frauen, die sagen, ohne Make-up im Gesicht fühlen sie sich richtig nackt.

In der Bibel begegnet die Nacktheit erstmals bei Adam und Eva, als sie von der verbotenen Frucht aßen. Sie entdeckten, dass sie nackt waren und verdeckten ihre Blöße. Später erhalten sie deshalb von Gott Fellröcke. Und Jesus Christus sagt einmal: "Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich nicht bekleidet." Ich glaube, in allem geht es nicht einfach um ein Problem, das mit einer Kleiderkammer zu lösen ist. Denn jeder hat das schon einmal erlebt: Ohne Schutz wird man von Kollegen oder Freunden als der erkannt, der etwas versäumt hat, der versagt hat, vielleicht sogar jemand hintergangen hat. Und dann steht man da, ist entblößt, man fühlt sich nackt und möchte am liebsten einfach nur davonrennen. Blamiert bis auf die Knochen. Und dann versucht man sich irgendwie zu schützen, denn so leicht kommt man ja nicht raus aus der Sache. Adam und Eva versuchten das provisorisch mit Feigenblättern. Und bis in unsere Zeit hinein verstecken sich Menschen hinter einem Feigenblatt, sprich allen möglichen Ausreden.

Mein Glaube hat mich lernen lassen, dass die Erfahrung, nackt zu sein, zum Menschsein gehört. Spüren wir die unangenehme Seite daran, dann wird deutlich, wie sehr wir darauf angewiesen sind, dass uns jemand zudeckt. Dass Jesus sich selbst als nackt beschreibt und damit weiß, wie es um uns Menschen steht, das tröstet mich. Und dass Gott dem Adam und der Eva Fellröcke gab, obwohl er allen Grund gehabt hätte, sie ihrer Nacktheit zu überlassen, das ermutigt mich. Ich muss mich nicht hinter Feigenblättern verstecken. Bei ihm kann ich zu meinem Leben stehen, auch zu meinem Versagen. Er entblößt mich deshalb nicht.


Stephan Ringeis

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12.05.2011 18:57
#198 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Donnerstag, 12.05.2011 - Neues Vertrauen

Eine der ältesten Geschichten in der Bibel erzählt vom Turmbau zu Babel. Sie erzählt von Menschen, die sich in großer Einigkeit Großes vornehmen. Ein Turm soll entstehen. Alles andere soll er überragen. Seine Spitze soll bis an den Himmel reichen und die Menschen wollen sich damit einen Namen machen. Schon diese uralte Geschichte erzählt also vom Größenwahnsinn des Menschen. Der Mensch kennt keine Grenzen. Es muss immer noch mehr sein. Und alles, was möglich ist, gilt es deshalb auch zu tun. Die Geschehnisse auf unserer Erde erzählen diese alte Geschichte immer wieder neu auf ganz unterschiedliche Art.

War es einst das unsinkbare Schiff "Titanic", mit dem sich Menschen einen Namen machen wollten, ist die Ölkatastrophe im Golf von Mexico nur in lebendiger Erinnerung. Einer der gigantischen Bohrtürme explodierte und Unmengen an Öl verseuchten das Meer. Und zweifellos dürfen wir die tragischen Ereignisse um das Atomkraftwerk im japanischen Fukushima in einer solchen Aufzählung nicht vergessen. Schon in der Geschichte vom Turmbau zu Babel bemerkt Gott: "Dies ist erst der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben." Eine düstere Aussicht.

Interessant ist aber, was den Menschen eigentlich zu seinem Tun ohne Grenzen motiviert. In der biblischen Geschichte ist es die Angst der Menschen, zerstreut zu werden. Deshalb soll die eine Menschheit bewahrt werden auf Teufel komm raus. Öl und Strom müssen unendlich fließen, damit wir unseren gemeinsamen Turm bauen können, immer enger zusammenrücken und dabei immer gleicher in Kultur und Lebensentwürfen werden. Die vielen Sprachen haben sich mittlerweile auf die Sprache des Konsums geeinigt. Selbst Freiheitsbewegungen verselbständigen sich zu Flüchtlingsbewegungen in reichere Länder. Gott begegnet den Machern des Turmbaus zu Babel mit einer Sprachverwirrung. Ich bin immer wieder dabei, zu buchstabieren, was diese Sprachverwirrung für uns heute bedeuten kann. Wenn sich Menschen angesichts der Entwicklungen auf der Erde nicht mehr verstehen, dann ist das vielleicht ein gutes Zeichen für eine neue Chance. Es muss eine neue Verstehensebene gesucht werden. Eine, die nicht von den Machern bestimmt wird, sondern von einem Geist, der sich an den Unterschieden der Menschen erfreut und nicht alles um des Profites willen glatt bügelt. Dieser Geist muss das Vertrauen fördern und uns die Angst um uns selbst nehmen. Ohne Gott, unseren Schöpfer wird das nicht gehen.

Stephan Ringeis

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13.05.2011 10:58
#199 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Freitag, 13.05.2011 - Freitag, der 13.

Und wieder einmal ist "Freitag, der 13.". Nur wenige Menschen sind so abergläubisch, dass sie an einem solchen Tag keinen Fuß vor die Tür setzen. Trotzdem begegnet der Aberglaube auch in den humorvollen Bemerkungen, die an einem solchen Tag zwischen Kollegen oder in der Familie zu hören sind. Irgendwie haftet einer solchen Datumskonstellation Geheimnisvolles an. Die Forschungsergebnisse, warum Menschen auf die Idee kamen, einen Tag zu einem besonders gefährlichen Unglückstag zu erklären, führten bisher zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Aber eines ist längst klar: Auch wenn an einem Freitag, dem 13. ein Unglück passiert, es passiert nicht öfter als an jedem anderen Tag.

Was mir aber dabei zu denken gibt, ist, dass Menschen einem solchen Tag eine besondere Macht beimessen. Etwas Schicksalhaftes wird damit beschrieben, wogegen sich der Mensch nicht wehren kann. Bleibt er im Bett, ist er letztlich davor auch nicht sicher. Und diese schicksalhafte Macht entbehrt jeder Beschreibung. Sie ist unbekannt. So bin ich froh und frei, dass ich anders denken und glauben darf. Schon dass ich durch die Erzählungen der Bibel weiß, dass Gott die Tage und die Nächte geschaffen hat, schenkt mir Freiheit. Er hat die Woche mit ihrem Ablauf eingerichtet und dabei auch den Freitag nicht ausgelassen. Übrigens, es soll ein Freitag gewesen sein, an dem Gott den Menschen geschaffen hat. Das verleiht mir ein Schmunzeln und ich bin versucht zu sagen, da fing das Unglück wohl doch an einem Freitag an.

Aber Spaß beiseite. Ich bin dankbar, dass ich an keinem Tag einer schicksalhaften Macht ausgeliefert bin, sondern mich jeden Tag in Gottes Händen weiß. Und ich bin dankbar, dass mir Gott nicht unbekannt ist. Sein Tun und Handeln haben ein Gesicht, das menschliche Antlitz von Jesus Christus. Ein Unglück verstehe ich deshalb nicht besser als andere, aber ich weiß, dass Jesus Christus jedes Unglück mit mir teilt. Er schaut nicht aus der Ferne zu, sondern liefert sich unserem Leben aus. Da, wo es schmerzt, ist er dabei. Und dass Jesus bekanntlich an einem Freitag gekreuzigt wurde, sollte auch den letzten Aberglauben nehmen. Denn Jesus Christus ist auferstanden.


Stephan Ringeis

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14.05.2011 10:00
#200 RE: Worte für den Tag Zitat · antworten

Sonnabend, 14.5.2011 - Erinnerungshilfen

Vergesslichkeit kann einen ganz schön nerven. Es ist unangenehm, wenn mich jemand an einen Termin, den ich verpasst habe, erinnert. Und dann kann ich mich nur entschuldigen und sagen: Hab ich ganz vergessen, tut mir leid. Manche Leute führen deshalb ihren Kalender filigran. Andere schreiben sofort einen Zettel, wenn sie an etwas denken, was sie nicht vergessen wollen. Und den berühmten Knoten im Taschentuch hat jeder schon einmal gemacht. Richtig schwierig wird es, wenn man einen ganz besonderen Tag vergisst. Plötzlich rutscht einem der Geburtstag der eigenen Mutter weg. Hochzeitstage werden vergessen. Und auch wenn es darüber viele Witze gibt, passiert es, kann es sehr peinlich sein. Erst recht, wenn ich mein Gegenüber liebe und mit meiner Vergesslichkeit womöglich verletze. Und trotzdem, ich muss damit rechnen, dass ich etwas vergesse.

Erinnerungsstützen sind deshalb unverzichtbar. Selbst Gott kann darauf nicht verzichten. Die älteste Form der Erinnerungsstütze ist ein Regenbogen. Auf den ersten Seiten der Bibel spricht Gott ein großes Ja zu seiner Schöpfung und zum Menschen. Und als könnte es tatsächlich passieren, dass auch Gott in all den Wirren der Weltgeschichte dieses Ja vergisst, macht er den Regenbogen zu seiner Erinnerungshilfe. Immer dann wenn das Sonnenlicht von einer Regenwand gespiegelt bzw. gebrochen wird, entsteht ein solcher farbenprächtiger Bogen. Ein Regenbogen ist kein Wunder, sondern ein schönes Naturschauspiel. Es ereignet sich nicht ständig, aber doch so regelmäßig, dass Gott darin eine gute Erinnerungsstütze sieht.

Warum aber ausgerechnet der Regenbogen? Hätte Gott nicht ganz für sich eine Form eines göttlichen Notizbuches entwickeln können? Das entspricht nicht der Sache, besser, der Beziehung, um die es geht. Ich glaube, Gott hat ganz bewusst mit dem Regenbogen ein Zeichen gewählt, dass nicht nur er, sondern auch die Menschen sehen. Denn zu einer Beziehung gehören ja auch immer zwei. Auch ich werde erinnert. Und das funktioniert. Schon von Kindesbeinen an habe ich die Geschichte vom Regenbogen gehört und fand es auch lustig, dass Gott sogar etwas vergessen könnte. Aber wenn ich einen Regenbogen sehe, dann fängt dieser meinen Blick und dann denke ich dran. Da war doch noch was: Gottes Ja zu mir und dieser Welt. Daran lasse ich mich gern erinnern.


Stephan Ringeis

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