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Frannys Hanne Haller Fan-Forum

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 Alltagsgeschichten
Herbstbube2 Offline




Beiträge: 1.030

12.08.2010 15:31
Die versteckte Welt - Teil 1 Zitat · antworten

Weit, weit fort in einem fernen Land, beherrscht von Feuer und Eis und umwoben von Geheimnissen und Mythen,haben die Menschen auch heute noch häufig unter den Launen der Naturgewalten zu leiden. Beobachten sie während eines heftigen Gewitters die bizarren Felsen ihrer Heimat, an denen sich in fast nachtschwarzer Düsternis der Sturm bricht und die weiten einsamen, öden Mondlandschaften gleichenden Ebenen, die von bedrohlichen Blitzen in unheimliches Flackern getaucht sind, beflügelt das ihre Fantasie.

Nur die Wenigsten sträuben sich dagegen. Die meisten Bewohner dieses Landes jedoch geben sich dem eigenartigen Zauber des Glaubens an eine andere, für Sterbliche unsichtbare Welt hin. Mit ihrem Herzen haben sie sie bereits gefunden, die Wesen dieses fremden Daseins. Es sind Elfen, die sich sehnlichst ein freundschaftliches Nebeneinander mit den Menschen wünschen. Diese friedlichen Zauberwesen bewohnen die Felsenhöhlen der Berge. Manchmal wählen sie aber auch einen der weit verstreuten etwas kleineren Steinbrocken. Ab und zu findet man diese dann direkt längs der Straßen der Menschen.

In Reykjavik, der Hauptstadt dieses Landes, steht eines Morgens Bauleiter Gunnar grübelnd genau vor einem solchen Stein. Dummerweise liegt der dort, wo eine Ausfahrtsstraße angelegt werden soll. „Hm, Leute!“, gibt er seinen Mitarbeitern zu bedenken, „wie hieven wir bloß den Klotz hier weg?“ „Chef, mit dem Bagger ist das wohl kaum ein Problem!“, entgegnet Erik, einer der Männer. „Denkste, Gunnar hat Recht. Das wird schwierig!“, widerspricht Amur, sein Kollege. Gunnar seufzt: „Nutzt ja alles nichts. Auf in den Kampf!“ Daraufhin spurtet Amur zu dem Baufahrzeug, klettert in die Fahrerkabine und lässt den Motor an. Der heult auf und macht einen Riesenlärm. Nur die Räder drehen durch. Doch das Fahrzeug rührt sich nicht von der Stelle. Amur springt heraus und prüft den Untergrund. Nein, der Boden ist griffig und fest. Er startet einen zweiten Versuch – umsonst! Ratlos stehen die Männer dann beieinander und schütteln die Köpfe. So etwas ist ihnen noch nie untergekommen.

„Holt den zweiten Bagger!“, fordert Gunnar seine Leute auf. Der steht einige Minuten entfernt vor einer Baugrube. Diesmal versucht Erik sein Glück. Aber…was ist das? Das Fahrzeug setzt sich zwar in Bewegung, doch keinesfalls in der gewünschten Richtung. Stattdessen hält es unaufhörlich auf die Grube zu und ist auch nicht zu stoppen. Erik wird es mulmig und er ruft laut um Hilfe. Zu spät! Schon rollt der Bagger über den Grubenrand und rutscht schneller und schneller in die Tiefe. Am Boden kippt er auf die Seite und bleibt dann so liegen. Die Fahrerkabine ist eingedrückt. Eriks Kopf liegt blutend auf dem Steuer. Eiligst ruft Gunnar telefonisch Helfer herbei. Doch sie werden eine Weile brauchen, bis sie an der Unglücksstelle sind.

Dieser tragische Zwischenfall bringt die Männer jedoch nicht von ihrem Vorhaben ab. Denn schließlich haben sie ihren Auftrag auszuführen. So versucht Amur den störenden Gesteinsbrocken mit einem Presslufthammer zu zerkleinern. Der Schweiß rinnt ihm übers Gesicht. Massenweise fliegen Splitter in sämtliche Himmelsrichtungen. Plötzlich schlägt eine Steinspitze dem Arbeiter ins Gesicht. Der schreit auf, lässt sein Werkzeug fallen und schlägt verzweifelt die Hände vor seine Augen. „Ich seh` nichts mehr. Hilfe!!“ Panisch um sich tastend taumelt Amur hilflos herum. Entsetzt beobachten Gunnar und die Umstehenden das Geschehen. Das Hammer ist doch richtig angesetzt worden. Wie hat das nur konnte passieren können?

Zum Glück kommen kurz darauf die Sanitäter an. Als Erstes befreien sie Erik aus der Fahrerkabine des Baggers und schieben ihn auf einer Trage in den Wagen. Danach kümmern sie sich um Amur. Sie fahren die beiden Verunglückten auf dem schnellsten Wege ins nächste Krankenhaus. Wie es sich später herausstellt, hat Erik noch einmal Glück gehabt. Es ist nur eine böse Platzwunde. Amur dagegen muss sich einer längeren Behandlung unterziehen.

Gunnar beschleicht ein eigenartiges Gefühl. Er bemüht sich tunlichst, sich nichts anmerken zu lassen, denn es ist ihm ein unheimlicher Gedanke gekommen. Wie, wenn da etwas Wahres dran ist, an den Sagen um eine fremde Welt? Haben tatsächlich unbekannte Wesen ihre Hand im Spiel? Gunnar zweifelt nach wie vor daran, wagt es aber nicht mehr einfach als Spinnerei abzutun. So lässt er seinen Überlegungen freien Lauf: „Wollen sie uns Menschen auf diese Weise etwas dringlichst klar machen oder, wie wohl jetzt, gar für irgendetwas strafen? Aber wofür…?“ Eine Gänsehaut kriecht ihm über den Rücken. Gleich ihm ergeht es auch seinen Kameraden. Aschfahlen Gesichtes stehen sie wie gelähmt wortlos neben ihm und stieren gebannt auf den ihnen unheimlich gewordenen Stein.

Da verdunkelt sich urplötzlich der Himmel. Allein der Fels schimmert in einem blassen Licht. Wie erstarrt verharren die Männer auf ihrem Platz. Im fahlen Schein erkennen sie zwei zierliche beflügelte Wesen, so groß wie halbwüchsige Kinder. Sie hocken oben auf dem Stein, sehen die Menschen da vor ihnen unendlich traurig und auch sehr vorwurfsvoll an. Es sind Piri und Emir, zwei Elfenjungen, die von der Elfenkönigin ausgesandt worden sind, um die Menschen auf deren unrechtes Verhalten hinzuweisen und ihnen ins Gewissen zu reden.

„Weshalb nehmt ihr uns unser Zuhause?“, fragt Piri mit zittriger Stimme. Er ist der Jüngere der Beiden und fühlt sich dementsprechend unsicher.“W…Woher sollen wir ahnen…?!“, stottert Gunnar, wachsbleich um die Nasenspitze herum. „Ahnen??“, entgegnet Emir scharf, „die Meisten von euch glauben doch fest daran, dass es uns wirklich gibt. Dutzende Sagen und Legenden erzählen über das unsichtbare Reich neben eurer Welt. So wisst ihr allerdings sehr wohl, dass wir in den Felsen leben. Weshalb habt ihr nicht vor Beginn der Bauarbeiten versucht, mit uns alles zu besprechen? Dann hätten wir alles gütlich geregelt!“

Währenddessen haben Gunnars Leute ihre Sprache wiedergefunden: „Ihr macht es euch aber sehr einfach. Schließlich ist dies unsere Welt, unsere Stadt. Wir sind auf diese Straße als Verbindung zur nächsten Ortschaft dringlichst angewiesen. Über die spärlichen Verkehrswege in dieser Gegend seid ihr ja garantiert informiert!“ „Also…“, übergeht Emir diesen Einwurf, „die Elfenkönigin lässt euch bestellen: Entfernt ihr diesen Sein von seinem angestammten Platz, rächt sie sich wegen eurer Rücksichtslosigkeit furchtbar an euch. Krankheit und Tod werden die Einwohner der Stadt dahinraffen. Überdenkt ihr aber jenes Vorhaben nochmals und korrigiert eure Absicht zu unseren Gunsten, so werden wir auf ewig eure Freunde sein und helfen, wann immer Beistand angesagt ist!“

„Ihr habt hier doch so viel Platz!“, weist Klein-Piri darauf hin und schlägt vor: „Baut die Straße ein paar Meter weiter vor. Dann habt ihr euren Fahrweg und wir können trotzdem hier wohnen.“ „Genau!“, ergänzt Emir mit Nachdruck, „Denkt gut drüber nach. Ist unsere Königin wütend, ist mit ihr nicht zu spaßen!“ „Dabei wär` es doch so schön, ohne Streit und Krieg nebeneinander zu leben!“, betont Piri. Sein Freund hat ihm ja soeben beigepflichtet.So wird er schon ein wenig mutiger.

Erzürnt will Gunnar seiner Empörung Luft machen. Aber die Zauberwesen lassen ihm keine Gelegenheit dazu, setzen stattdessen noch eins obendrauf: „Morgen kommen wir wieder. Bis dahin müsst ihr euch entscheiden!“ Während sie noch reden, senkt sich lichter Nebel auf sie nieder und umhüllt die zarten Körper, die sich nach innerhalb von Sekundenein dann gänzlich in ihm verlieren. Sie sind verschwunden und nichts erinnert mehr an die Besucher aus jenem sagenhaften Reich neben unserer Welt.

Im ersten Moment blickt Gunnar verwirrt in die neuerliche Finsternis. Dann aber richtet er sein Auge fest auf den Stein, der soeben noch die Bühne für ein kleines Wunder gewesen ist. Die Verstand des Mannes wehrt sich, möchte das Erlebte als Einbildung abtun. Doch Gunnars Herz weiß um die Wahrheit. Sein Gefühl läst dies nicht zu, zwingt ihn, endlich als wirklich zu akzeptieren, was das Menschengeschlecht nur allzu gerne der Traumwelt zuspricht. Veranlasst das die heimliche Angst des Menschen, eventuell eben doch nicht der alleinige Beherrscher der Erde, unbesiegbar und fast allmächtig zu sein, akzeptieren zu müssen, dass es Wesen gibt, die auf ihre Art dann eventuell noch weiser und mächtiger sind als wir Erdenbürger?

In Gunnar Erwägungen kreist unablässig alles um das eben Erlebte. Wie in Trance macht er sich auf den Heimweg: Er ist so tief seine eigenen Gedanken verstrickt, dass er nicht offen ist für die vielen Fragen der Umstehenden. Diede forschen hilflos nach Antworten, um ihre Verunsicherung wegen des unglaublichen Geschehens endlich abschütteln und zu normaler Selbstsicherheit zurückzufinden.

Gunnar eilt mit raschen Schritten seinem Hause zu. Er möchte allein sein, allein mit seiner inneren Zerrissenheit. Es kommt, wie es kommen muss: In dieser Nacht wälzt er sich von wirbelnden Gedankenstürmen geplagt schlaflos auf seinem Lager hin und her. „Woher nur nehmen sich diese Fremden aus einer anderen Welt überhaupt das Recht, sich uns aufzudrängen, uns zu bedrängen und sogar noch Forderungen zu stellen?“ Auf diese Frage findet er keine Antwort. Sie bleibt im Nebel des Unerklärlichen wie auch das ganze Geschehen überhaupt. Bevor er nach Stunden endlich erschöpft einschläft, beschäftigt ihn noch als letzter Gedanke: „Sind wir im Recht oder sie? Haben wir mehr Anspruch auf alles als diese Elfen??“

Die Nachtruhe ist heilsam für sein aufgewühltes Gemüt. Am nächsten Morgen hat er Klarheit: „Wir Menschen dürfen uns nicht über Andere erheben, nur weil sie für uns fremd und undurchschaubar sind!“ Diese Erkenntnis um wahre Gerechtigkeit lässt ihn freier atmen. Froh macht sich auf zu dem Treffpunkt vor dem Stein, der in seinem Denken zu einem Fels der Weisheit geworden ist.

Angespannt wartet er auf die beiden Elfen. Wieder verdunkelt sich der Himmel, nochmals schimmert jenes fahle Licht. Ein zweites Mal erscheinen Piri und Emir und setzen sich in erwartungsvoller Haltung oben auf den Stein. Ein gespanntes Knistern liegt in der Luft, dass die Bedeutung der nachfolgenden Minuten ansagt, nicht mehr an der Wichtigkeit dieser Verabredung zweifeln lässt.

Auch Gunnar spürt die feierliche Stimmung. Er stellt sich kerzengerade hin und schaut seinen Gegenübern fest in die klaren Augen: „Ich habe über alles nachgedacht. Mein Entschluss steht fest!“ Er registriert ein Aufblinken in Emirs Augen. Ist der Elf etwa fähig, noch unausgesprochene Worte zu erahnen? Auch Piri guckt viel fröhlicher als am Tage zuvor. „Ja“, sinnt Gunnar nach, „ja, sie wissen bereits, was ich ihnen gleich sagen werde!“ Einen Moment lang wollen die alten Zweifelt ihn einfangen, ihn niederdrücken. Aber sie haben keine Chance. Gunnars Wille, Kompromissbereitschaft zu zeigen, ist sein Schutzschild, verleiht ihm eine nie gekannte innere Freiheit.

„Ich hoffe, du hast einen weisen Entschluss gefasst!?“, fordert Emir drängend die alles entscheidende Erklärung. „Ich werde mit eurer Königin verhandeln, damit zwischen unseren Geschlechtern endlich dauerhafter Friede herrscht!“ Kaum hat er geendet, verhüllt die Drei nicht länger dieses fahles Licht. Nein, der ganze Himmel steht in gleißenden Flammen unirdischer Helligkeit. Gunnar geniesst selig die Freude des Augenblickes. Die Gesichter der Elfen leuchten vor Glück wie kleine Sonnen. Deren Strahlen erwärmen Gunnars Herz. Piri und Emir schweben zu ihm herab, stellen sich ganz dicht neben ihn. „Wir haben so sehr darauf gehofft!“, flüstern sie. Ihre Stimmen beben vor Rührung.

Sie fassen seine Hände und halten sie fest. „Hab` Vertrauen. Schließ deine Augen!“, fordern sie ihn auf. „Nicht wahr, du vertraust uns doch…?, wiederholt Klein-Piri. Dabei guckt er Gunnar flehend an. „Ja, das tue ich!“ Ohne jegliches Zaudern hat Gunnar geantwortet. Zuneigung zu diesen beiden Wesen hat ihn erfasst, die er doch gar nicht kennt und die ihm doch schon so sehr nahe sind. Gunnar wartet nervös ab, was nun geschehen wird. Doch er stellt keine Fragen. Das frisch gespannte Halteseil des Vertrauens zwischen ihm und diesen beiden Geistwesen wischt jegliche Bedenken hinweg. Ein intensiver Wärmestrom fließt von Hand zu Hand. Er zeigt die wachsende Zuneigung der Drei zueinander. Nur dieses starke Gefühl macht all das Nachfolgende erst möglich.

„Es wird allerhöchste Zeit!“, drängt Emir. „Piri, sind wir nicht rechtzeitig zurück, wird die Königin sauer und wir dürfen garantiert nicht am Elfendinner teilnehmen!“ „Wie, waas? Elfendinner…??“, stottert Gunnar verdattert. Er nimmt sich sehr zusammen, um seine Augen nicht doch vor lauter Erstaunen weit aufzureissen. Denn ihm ist bewusst, dass damit der Zauber bricht. Alles ist dann umsonst und die Elfen werden zu Feinden der Menschen auf ewig. „ Ach…“, seufzt Piri. „So etwas Schönes kennt ihr in eurer Welt natürlich nicht!“ In seiner Stimme schwingt Mitleid. „Auf prächtig gedeckter Tafel werden die köstlichsten Leckereien aufgetischt. Erlesener Blütennektar, feine Beerensäfte, Milch und Honigtorte!“ „Nicht nur ihr wisst, was gut schmeckt!“, lacht Emir. „Aber nun los!“

Die Elfen schauen zum Himmel. Ihr Blick verliert sich in der schier unendlosen Weite. Emir flüstert: „Königin, unsere Mutter, wir kommen und bringen dir eine große Freude!“ Sie tun ein paar graziöse Schritte, beginnen zu schweben, Gunnar in ihrer Mitte. Er fühlt sich froh und frei. Leicht und immer leichter …

(Gaby Schumacher)


Teil 2 folgt

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