Natürlich möchten wir gerne loswerden, was uns bedrückt. Wenn wir beten, dann am liebsten darum, dass alles gut geht oder wieder gut wird. Gott, finden wir, sollte uns das Leben leicht machen. Der französisiche Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry hat sich das wohl auch gewünscht. Aber er betet dagegen an. Er bittet Gott :
Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsste im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.
Die schweren Zeiten – sie sind am Ende vielleicht die wichtigsten auf unserm Lebensweg. – Sie machen uns menschlich. Eine gute Nacht wünsche Ihnen unter Gottes Segen.
Aus: Evangelisches Gesangbuch, Ausgabe für die Ev. Landeskirche in Württemberg Gesangbuchverlag Stuttgart 1996 dort kein Nachweis auf Übersetzer u.a.
Angelika Obert
Liebe Grüsse Elli (Wir sind nur Gast auf dieser Welt) אנחנו רק אורח בעולם הזה
Natürlich möchten wir gerne loswerden, was uns bedrückt. Wenn wir beten, dann am liebsten darum, dass alles gut geht oder wieder gut wird. Gott, finden wir, sollte uns das Leben leicht machen. Der französisiche Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry hat sich das wohl auch gewünscht. Aber er betet dagegen an. Er bittet Gott :
Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsste im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.
Die schweren Zeiten – sie sind am Ende vielleicht die wichtigsten auf unserm Lebensweg. – Sie machen uns menschlich. Eine gute Nacht wünsche Ihnen unter Gottes Segen.
Gesangbuchverlag Stuttgart 1996 dort kein Nachweis auf Übersetzer u.a.
Angelika Obert
Liebe Grüsse Elli (Wir sind nur Gast auf dieser Welt) אנחנו רק אורח בעולם הזה
Keith Jarrett ist ein wunderbarer Pianist. Sein weit ausgreifendes Spiel am Piano – nie scheint es aufzuhören. Die Musik ist endlos und hell wie das Licht eines langen Tages. In seinem Buch „Woran ich glaube“ äußert sich Keith Jarrett über seine Arbeit als Künstler und beruft sich dabei auf eine Liedzeile: ‚Dies kleine Licht, das ich habe, will ich leuchten lassen’ Er fügt hinzu:
„Ich schlage vor, dass wir uns weniger mit der Frage befassen sollten, wo das Licht herkommt, sondern dankbar sind für das Geschenk des Lichtes, indem wir ‚es leuchten lassen“. Diese Dankbarkeit wäre eine Frömmigkeit, die sich in unserem Leben und Arbeiten auswirken wird.“
Gott segne Sie mit einem ruhigen Atem, mit befreienden Träumen und einem Morgen voller Licht.
Autor: Keith Jarrett Titel Woran ich glaube, Verlag Gütersloher Verlagshaus 1990, 156
Liebe Grüsse Elli (Wir sind nur Gast auf dieser Welt) אנחנו רק אורח בעולם הזה
War dies heute ein schöner Tag? Aber, so fragt die Schweizer Pfarrerin Jacqueline Keune:
„Was ist schön? Sind Geranien schön? Oder die Miss Schweiz? Oder die alten Hände? Ist mein Kind schön, das Meer, eine gerade Linie, ein Hügelzug? Und der Tisch, ist er schön, wenn er rund ist oder lang und schmal? Die anmutige Geste der Frau, die in ihr Haar greift und das kleine Gefäß, in dem wir den Zucker aufbewahren? Was ist schön? Schön ist das Ornament, das die Sonne an diesem späten Novembertag durch das Gezweige auf den Moosboden malt…all das, nur eine Ahnung dessen, was ewig ist…“
Unser Gott, halte deine segnenden Hände über uns alle, und geh ihn mit uns, den schönen, schwierigen Weg durch die Nacht und durch alle Zeit
Autorin Jacqueline Keune Titel Als ob das Eine das Ganze wär Verlag db-Verlag Zürich 2003, 110f.
Helmut Ruppel
Liebe Grüsse Elli (Wir sind nur Gast auf dieser Welt) אנחנו רק אורח בעולם הזה
Adventszeit ist die Zeit der Märkte. Märkte haben ihren Reiz, blakende und zischende Lampen erhellen geheimnisvolle Auslagen, man kann Fremdes entdecken; es muss nicht immer Glühwein sein, der das Herz erwärmt. Ein besonderer Markt ist der Chanukkamarkt im Jüdischen Museum. Am Abend des 1.Dezembers begann das achttägige jüdische Chanukka-Fest - ein Lichterfest; der niemals erlöschende Leuchter steht im Mittelpunkt. Er erinnert in seinem Leuchten an die helfende Gegenwart Gottes. So soll er im Fenster stehen, gleichsam als leuchtendes Bekenntnis zu Gott. Es ist ein sinnliches Fest mit Geschenken, gutem Essen, Spielen und Musik, Weihnachten sehr ähnlich, so dass man in Berlin gerne von Weihnukka spricht. Auch das ein Beitrag zur Integration… Und Gott, der das Licht schuf, segne auch die Dunkelheit unserer Nacht, er segne die Stadt, in der wir alle leben, er segne die Menschen, die uns tragen, jetzt und immer.
Helmut Ruppel
Liebe Grüsse Elli (Wir sind nur Gast auf dieser Welt) אנחנו רק אורח בעולם הזה
Anstand ist altmodisch, also etwas, das selten geworden ist und nicht mehr hoch im Kurs steht. Meine Schweizer Kollegin Jacqueline Keune sagt: “ Wenn ich Anstand sage, dann meine ich Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme, meine ich Gesten und Sprache, die nicht endlos ich wiederholen.
Der Anstand, den ich meine, schenkt den Menschen Bedeutung, weicht aus, wo es eng wird, lacht nicht unbesehen laut mit. Mir ist die Gleichberechtigung der Geschlechter auch wichtiger als ein bisschen Höflichkeit. Doch möchte ich, dass mir die Schülerinnen und Schüler zum Unterrichtsbeginn die Hand geben, und ich will ihnen die Hand geben und ins Gesicht schauen und guten Tag sagen“. Gott segne Sie mit einer ungestörten Nachtruhe, einem erholsamen Schlaf und schenke Ihnen ein anmutiges Wochenende!
Autorin Jacqueline Keune Titel Als ob das Eine das Ganze wäre Verlag db-Verlag Zürich, 2003 2. Aufl. 74f.
Helmut Ruppel
Liebe Grüsse Elli (Wir sind nur Gast auf dieser Welt) אנחנו רק אורח בעולם הזה
Sonntag, 2. Januar 2011 Wir wissen nicht, was uns erwartet im neuen Jahr. Noch liegt das alles im Nebel. Und ein bisschen mulmig ist der Aufbruch ins Ungewisse schon. Darum kaufen sich Viele ja auch ein Horoskop. Wenigstens zum Spaß wollen sie sich einen Überblick verschaffen auf das, was sie erwartet. Aber noch besser ist es wohl, einfach Vertrauen zu haben – so wie es dieses Wort aus China empfiehlt:
Ich sagte zu dem Engel, der an der Pforte des neuen Jahres stand: Gib mir ein Licht, damit ich sicheren Fußes der Ungewissheit entgegengehen kann! Aber er antwortete: Gehe nur hin in die Dunkelheit Und lege deine Hand in die Hand Gottes! Das ist besser als ein Licht Und sicherer als ein bekannter Weg!
Sich führen lassen – das ist auch eine Aufgabe. Denn man muss doch gut aufpassen, dass man den Kontakt zum Führenden nicht verliert. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht – von Gott gehalten.
Ev. Gesangbuch, Ausgabe für die Ev. Kirche in Württemberg, Gesangbuchverlag Stuttgart 1996, dort kein weiterer Nachweis
Angelika Obert
Liebe Grüsse Elli (Wir sind nur Gast auf dieser Welt) אנחנו רק אורח בעולם הזה
Weise ist es zu wissen, dass zum Leben immer beides gehört, das Schöne und das Schwere. Nichts ist für immer – alles hat seine Zeit. So sagt es der Text der in der Bibel steht, beim Prediger Salomonis:
Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: Pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit, herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit, Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit. Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in unser Herz gelegt, nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben.
Liebe Grüsse Elli (Wir sind nur Gast auf dieser Welt) אנחנו רק אורח בעולם הזה
Ein langer Tag geht zu Ende. Ein Tag, den Gott mir selbst geschenkt hat und den ich jetzt wieder in seine Hände zurückgebe. Herr, so lege ich dir jetzt mein heutiges Tun hin. Was gut gewesen ist, nimm an und wo ich gefehlt habe, vergib mir. Herr, ich lege dir meine Gedanken hin, wo ich richtig lag, das werde mir zum Heil, wo ich geirrt habe, hilf mir zur Erkenntnis. Herr, ich lege mein Herz in deine liebenden Hände. Du siehst und erkennst mich ganz. Du weißt um alles, was mich heute bewegt hat, das Gute und das Böse, das Frohe und das Schmerzvolle, die Ausgeglichenheit und die Wut, die Dankbarkeit und die Enttäuschung. Und alles, wirklich alles, darf ich dir jetzt in deine Hände zurückgeben. Und ich hoffe darauf, dass du nicht ein großes Buch mit Soll und Haben aufschlägst und mich in gut und böse teilst, sondern ich vertraue, dass du um meine Fehler weißt, dass du meinen Schmerz darüber siehst und deine heilende Hand mich anrühren wird. Ich vertraue darauf, dass ich alles, was mich bedrückt, was ich an Ballast mit mir herumschleppe, was mich nicht zur Ruhe kommen lässt, dir hinklagen darf. Ich weiß es bei dir aufgehoben. Und was auch der morgige Tag bringen wird, du bist bei mir und ich muss mich nicht fürchten. So bitte ich dich jetzt um deinen Segen für die Nacht. Dein Licht sei bei mir in der Dunkelheit, dein Geist erfülle mich mit Ruhe und Gelassenheit für einen gesunden Schlaf. So segne du mich jetzt mit der Fülle deiner allumfassenden Liebe, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Amen.
Bernadette Muckelbauer
Liebe Grüsse Elli (Wir sind nur Gast auf dieser Welt) אנחנו רק אורח בעולם הזה
Der Tag hat seinen Schmuck auf heute weggethan, Es ziehet nun die Nacht die braunen Kleider an; Und deckt die Welt in angenehmer Ruh Mit ihren Schatten zu.
Wohlan ich suche nun auch meine Lagerstadt, Worauf der müde Leib sich zu erquicken hat; Und wo der Geist geruhig und vergnügt In süßer Stille liegt.
Ein gut Gewissen wird mein Abendsegen seyn, Die Unschuld machet mich von aller Falschheit rein, Mein Herz ist treu, wer anders von mir spricht. Der kennet mich noch nicht.
So kleide dich nun aus, mein ungebundner Sinn, Durch dich leg ich vergnügt die Sorgenkleider hin; Die Brust ist frey, die Kummer und Verdruß Bei andern quälen muß.
Ein froh Gemüthe soll mein saubres Nachtzeug seyn, In solchen schlaf ich sanft und ohne Schwermuth ein; Und machte mir auch was Melancholey, So schwebt sie doch vorbey.
Der Himmel wacht bei mir, sein Auge das mich kennt, Muß mir die Lampe seyn, die mir zum Troste brennt; Und weil das Oel der Gnade nie gebricht, Ach so verlöscht sie nicht.
Die süßre Hoffnung ist auf meinen Dienst bereit, Die lauter Rosen mir zum Ruhebette streut; Und die Geduld deckt mich mit Myrthen zu, So schön ist meine Ruh.
Zum Schlafgesellen nehm ich die Vergnügung an, Die drück ich an mein Herz, so fest ich immer kann, Man schläft, wenn so ein Schaz in Armen liegt, Unmöglich mißvergnügt.
Und treibt ihr Träume ja ein Sinnenspiel mit mir, So stellt in süßer Ruh mir meine Freundinn für; Vielleicht wird das, was jetzt ein Schatten ist, Noch in der That geküßt.
Nun dir befehl ich mich, du angenehme Nacht, Und wenn das Morgengold am frühen Himmel lacht, So werde doch dem Herzen das geschenkt, Worauf es schlafend denkt.
Achim von Arnim (* 26.01.1781 , † 21.01.1831)
Liebe Grüsse Elli (Wir sind nur Gast auf dieser Welt) אנחנו רק אורח בעולם הזה