ich hatte einen wunderschönen Traum, die Hanne Haller-Fans erkannten mich, den interessanten immergrünen Baum. Also, wer bin ich?
Der Winter hatte sich nicht lange hinter den Bergen versteckt, bald wurde ich von Väterchen Frost heimgesucht und entdeckt. Meine Äste und Zweige sind vom Schnee schon schwer, jetzt kommen nur sehr selten die Waldvöglein noch her.
Soll der raue Winter doch sein eiskaltes Spiel treiben, ich werde ihm trotzen und standhaft bleiben. Meine Nadeln sind länger als die der Fichten, auch auf hohen Wuchs muss ich nicht verzichten.
Laubbäume können mit mir nicht konkurrieren, weil sie im Herbst ihre Blätter verlieren. Man sollte mich und uns Bäume wirklich adeln, denn wir tragen auch um Winter grüne Nadeln.
An Weihnachten ist es um die Tannen geschehen, einem solchen Schicksal konnten wir immer entgehen. Mein langlebiges Dasein kann ich weitervererben, in meinem Stamm finden sich viele Risse und Kerben. Aus meiner Rinde fließt eine besondere Substanz, dieses Harz schenkt den Menschen Freude und Glanz.
Mit Pfahlwurzeln kann ich mich tief in die Erde graben, damit meine Früchte und Nadeln immer genug Wasser haben. Auch das Alter forderte bei mir schon seinen Preis: Ich bin schon betagt, aber noch kein Greis.
Zwar wurde ich noch nie geschoren, doch etliche der unteren Äste hab ich schon verloren. Meine Baumkrone ist geformt wie ein weites Dach, so ist der Lichteinfall für Tiere und Pflanzen ein wenig schwach.
Die Drossel baute sich trotzdem bei mir hoch oben ihr Nest, an diesem Standort hält sie und ihre Jungen schon lange fest. Ich bin auch gegen Wind und Kälte gut gefeit. Meine Vorfahren gab es schon in sehr früher Zeit.
Ein hohes Lob möchte ich meiner Pollenfülle zollen: Bienen und Insekten schöpfen durch mich aus dem Vollen. Der Wind ist ebenfalls ein erstklassiger Bestäuber, auch sind bestimmte Tiere geschickte Zapfenräuber.
Im 16. Jahrhundert wurden wir umbenannt, sicher ist Euch unser und mein neuer Name bekannt. Nun hab ich Einiges über mich geschrieben, doch mein Name ist bisher noch im Dunkeln geblieben. Wer bin ich?
ich schließe mich Rolands Meinung an und denke auch das Du uns die WALDKIEFER mit Deinen wunderbaren Versen beschrieben hast. Vielen Dank für dieses schöne Rätsel. Das ist doch ein sehr schöner Start in die neue Woche.
Auf einer Schildmauer der Ruine von Schloss Auerbach im Odenwald wächst eine Waldkiefer. Sie wurzelt in luftiger Höhe allein auf dem Bauwerk. Trotz der sehr kargen Lebensbedingungen hat sie ein Alter von mehr als 300 Jahren und eine Höhe von sieben Metern erreicht – ein eindrucksvoller Beleg für die ausgeprägte Anspruchslosigkeit der Pflanze.
Liebe Freunde, an Euren Antworten kann ich mich, die Waldkiefer, berauschen, mit keinem anderen Baum möchte ich in meinem Pflanzenleben tauschen. Monika hat über mich gereimt und mich bedichtet, Ihr aber habt mich gekonnt gezeichnet und abgelichtet. Meinen Dank an Euch darf ich mit einer Bitte versehen: Lasst mich unbeschadet in meinem Lebensraum, im Walde, stehen. Es grüßt Euch herzlich