Hanne Das Jahr ist fast vorbei und man horcht in sich hinein. Zieht Bilanz und schaut zurück. Und stellt dann fest, es gab nicht nur Glück. Nein, auch Schmerz, der die Seele hat gequält. Und die Sehnsucht, dass es besser wird.
Hanne, und immer wieder Du, gibst Trost, Kraft und Zuversicht. Allein durch deine Musik. Die die Seele sanft berührt, ich trage sie in mir.
Wie gern würden wir die Zeit wieder rückwärts dreh‘n, nur um Dich noch einmal lächeln oder singen zu seh‘n. Doch Du, HANNE, wirst für immer schweigen, der Grabschmuck soll unsere tiefe Verbundenheit noch zeigen.
Für Deine Lieder werden wir Dir immer D A N K E sagen, mögen Engel unsere Gebete für Dich zum Himmel tragen. Deine Botschaften können uns auch heute Trost und Freude geben. Ein Hoffnungsträger bist Du in unserem Leben!
Vergelte es Dir Gott, Hanne! Wir werden Dich nie vergessen.
Wenn ein Engel diese Welt verlässt, dann weil er gehen muss, seine Aufgaben hat er mit Liebe und Wärme, Hoffnung und Kraft für so viele Menschen aus ganzem Herzen erfüllt.
Und wenn ein Engel gehen muss zurück an seinen Platz, zurück zu seinem Stern, kann man ihn dennoch immer sehen, in den Herzen, die er berührte, spürt man sein helles Licht.
Und wenn ein Engel diese Welt verlässt, dann weil er alles an Liebe gab, in seinem irdischem Leben und in den Gedanken vieler Menschen, wird er bis zum Wiedersehen ewig bleiben und gibt Hoffnung all denen, die auf Erden leiden.
Und wenn ein Engel gehen muss, dann mit einem Lächeln trotz so vielem Schmerz, und hinterlässt für viele Menschen seine Spuren wie Sterne in der Nacht....
Es gibt im Leben Stunden, da zieht man sich zurück von dem Gewühl der Menge, von jedem Menschenblick. Man setzt sich hin und träumt dann, denkt der Vergangenheit, manch froh erlebter Tage und an die Jugendzeit. Gedenkt wohl eines jeden, den näher man gekannt – der Freundinnen und Freunde, die man im Leben fand. Es schwebt manch teurer Name dem regen Geiste vor, manch längst Vergessenes taucht dann ans Tageslicht empor. Und es entsteht ein Wogen von Bildern, schön und viel; sie schwinden, kehren wieder, ein tolles Maskenspiel. Und in dem Aug, dem trüben, sieht man bald Tränen stehn. Der Mund, der flüstert leise: Die Zeiten waren schön!
Wenn die Sonne herabsinkt und die Nacht sich über die Erde legt, wenn die Bäume ihr Laub lassen und die Leere alles zudeckt, wenn ein lieber Mensch die Augen schließt und Stille bleiern in den Räumen liegt; dann ist es schwer zu glauben, dass ein neuer Morgen schon unterwegs ist. Der Tod ist in Wirklichkeit ein Heimgang. Er öffnet, allem Schmerz zum Trotz, Tore der Hoffnung.
Das Schwerste, was das Leben uns abverlangen kann, ist der Abschied von einem geliebten Menschen, der uns für immer verlassen hat.
Da steht auch unser Herz für einen Augenblick still, fassungslos, ungläubig. Es ist, als hätten alle Uhren aufgehört zu schlagen. Als wäre plötzlich eine Tür ins Schloss gefallen, hart, unwiderruflich.
Wir sind allein...
Allein zu sein, drei Worte, leicht zu sagen, und doch so schwer, so endlos schwer zu ertragen.
Die Frühlingsblumen auf Hannes Ruhestätte sollen unsere Verbindung und Zuneigung zu Hanne zum Ausdruck bringen. Sie war ein großer Blumenfreund. Gerade jetzt im Frühling, wenn die blühende Natur Herz und Seele erfreut, denken wir besonders an HANNE und schicken ihr ein Dankgebet zum Himmel.
Ich träumte eines Nachts, ich wanderte durch die Tiefen des Himmels und sah einen Engel über die Wolken gehen. Die Lichtgestalt lächelte, trat zu mir und sagte: „Kennst du mich? Ich bin der Engel des Friedens. Ich tröste die Manschen und bin bei ihnen in ihrem Großen Kummer. Wenn er zu groß wird, wenn sie sich auf dem harten Boden der Erde wund gelegen haben, so nehme ich ihre Seele an mein Herz und trage sie zur Höhe und lege sie auf die weiche Wolke des Todes nieder. Alle diese Wolken ziehen mit ihren Schläfern gen Morgen und wenn die Sonne aufgeht, erwachen sie und leben.“ (von Jean Paul)
Wenn wir an Irene Hallers Grab stehen, vergessen wir nicht, dass Irene vielen Menschen geholfen und sie auf ihrem Lebensweg begleitet hat. Von einem tiefen Glauben beseelt, war sie auch für Hanne eine gute Lehrmeisterin “in Sachen Nächstenliebe.“ Die Einstellung Hannes zur Welt und zu Gott ist sicherlich nicht zuletzt auf diese Prägung im Elternhaus zurückzuführen.
Hanne war in tiefer Liebe mit Irene, ihrer Mutter, verbunden.
Diese Liebe drückte sie aus in ihrem Lied: „Du trägst Liebe in Dir, ich will bei Dir sein…“
Fest war Hanne davon überzeugt, ihrer Mutter in der anderen Welt wieder zu begegnen („…ich weiß, dass wir uns einmal wiedersehen!“). Der Glaube an ein ewiges Leben verbindet uns sowohl mit Hanne als auch mit Irene – besonders in der Osterzeit wird uns dies wieder bewusst.
Die Frühlingsblumen auf Hannes Grab stellen auch ein österliches Symbol dar. Sie weisen auf die wiederbelebte Natur, auf die Auferstehung, hin. Durch die Liebe des Schöpfers entsteht die Natur immer wieder neu. So spiegelt sich in allen Geschöpfen das Wunder des letztlich ewigen Lebens wieder. Der christliche Glaube hat als Inhalt das tiefe Vertrauen in Jesus und die Neuerschaffung des Menschen durch die Liebe.
In ihrem Lied: „Leben ist ewig, der Tod kann nicht töten..“ besingt Hanne dieses Geschehen. So war für sie die Ewigkeit nicht eine fixe Idee, sondern göttliche Wirklichkeit. Durch ihren tiefen Glauben und ihr Vertrauen in die göttliche Macht und die vollkommene Liebe Jesu kann sie uns Vorbild und Wegbereiter sein.
Die Zeit eines Menschen ist von Anfang an begrenzt. Wenn Gefühle und Liebe, Sorge und Aufrichtigkeit Deren Inhalt waren, bleibt Unglaubliches zurück. Verfasser unbekannt
Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen, jemanden gehen zu lassen.
Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann und man soll es auch gar nicht versuchen, man muss es einfach aushalten und durchhalten. Das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein grosser Trost, denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden. Dietrich Bonhoeffer
Dein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen, du wolltest doch so gern noch bei uns sein, es ist so schwer, den Schmerz zu tragen, denn ohne dich wird vieles anders sein. Was du im Leben uns gegeben, dafür ist jeder Dank zu klein. Was wir an dir verloren haben, das wissen wir nur ganz allein. Verfasser unbekannt
Mit dieser herrlichen bunten Blütenpracht wurde die Zuneigung zu Hanne wieder kundgemacht. Tina hat auch dieses Mal weder Zeit noch Mühen gescheut und mit den neuen Sträußen Herz und Seele erfreut. Hanne wäre vom Blumenarrangement ihrer Fans beglückt, die Geschöpfe der Natur haben sie immer entzückt. Uns bleibt, den Blick zum Himmel zu wenden und Hanne Dank und Segen zu senden.
„Hast du Angst vor dem Tod?“ fragte der kleine Prinz die Rose. Darauf antwortete sie: „Aber nein. Ich habe doch gelebt, ich habe geblüht und meine Kräfte eingesetzt, so viel ich konnte. Und Liebe, tausendfach verschenkt, kehrt wieder zurück zu dem, der sie gegeben. So will ich warten auf das neue Leben und ohne Angst und Verzagen verblühen.“
Falls der Tod aber gleichsam ein Auswandern ist von hier an einen anderen Ort und wenn es wahr ist, was man sagt, das alle, die gestorben sind, sich dort befinden, welch ein größeres Glück gäbe es wohl als dieses? Sokrates
Wenn ein geliebter Mensch von uns gegangen ist, so bleibt er doch Bestandteil unserer Welt, nicht nur in der Erinnerung. Wenn wir wollen, können wir ihn spüren, jetzt und überall, in jedem Sandkorn, in jedem Windhauch, in jedem Sonnenstrahl, im Duft jeder Blume, im Rauschen des Regens, im Funkeln der Sterne. von Holger Aurin
Oft denk ich, sie sind nur ausgegangen, bald werden sie wieder nach Haus gelangen, der Tag ist schön, o sei nicht bang, sie machen nur einen weiten Gang.
Jawohl, sie sind nur ausgegangen und werden jetzt nach Haus gelangen, o sei nicht bang, der Tag ist schön, sie machen den Gang zu jenen Höh´n.
Sie sind uns nur vorausgegangen und werden nicht hier nach Haus verlangen. wir holen sie ein auf jenen Höh´n im Sonnenschein, der Tag ist schön.